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14.11.2017 14:14

Start für ersten deutsch-israelischen Cybersicherheits-Accelerator

Oliver Küch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

    Boris Rhein, Hessischer Wissenschaftsminister, und Yigal Unna, Cheftechnologe für Cybersicherheit der Israelischen Regierung, eröffnen Hessisch-Israelischen Partnership Accelerator (HIPA) für Cybersicherheit.

    Jerusalem, 14. November 2017 – Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT und die Hebrew University of Jerusalem HUJI in Israel haben gemeinsam am 2. November in Jerusalem den Hessisch-Israelischen Partnership Accelerator (HIPA) für Cybersicherheit gestartet. HIPA ist der erste rein auf Cybersicherheit ausgerichtete Startup-Beschleuniger in Deutschland und Israel: Über drei Monate hinweg entwickeln junge deutsche und israelische Cybersicherheitsexpertinnen und -experten in gemischten Teams Lösungen für aktuelle Cybersicherheitsherausforderungen. Das Programm richtet sich an junge Cybersicherheitstalente in den beiden Ländern und beginnt mit einer Präsenzwoche in Jerusalem. Anschließend forschen und entwickeln die Teilnehmer in ihren jeweiligen Ländern mehrere Wochen als verteilte Teams. Das Programm endet mit einer Präsenzwoche in Darmstadt und einer Abschlussveranstaltung in der Hessischen Landesvertretung in Berlin, wo der erste Durchgang Anfang Januar 2018 seine Ergebnisse vorstellen wird. Weitere Informationen zum HIPA gibt es im Internet unter www.cybertech.fraunhofer.de.

    Cybersicherheit spielt sowohl in Jerusalem als auch in Darmstadt eine herausragende Rolle: Israel gilt weltweit als das Land mit der aktivsten Start-up Kultur, insbesondere im Bereich Cybersicherheit, und die Hebrew University zählt national und weltweit zu den führenden Universitäten in vielen Security-Gebieten. Israel verfügt zudem über eine besonders hohe Zahl an hochmotivierten, jungen Expertinnen und Experten in diesem Bereich. Darmstadt beherbergt mit dem Center for Research in Security and Privacy CRISP, dessen Mitglied das Fraunhofer SIT ist, die größte Forschungseinrichtung für angewandte Cybersicherheitsforschung in Europa und ist als Partner im Digital Hub für Cybersicherheit Teil der deutschen Hub-Initiative, dem bundesweiten Netzwerk der herausragenden Startup-Zentren in Deutschland. Das Fraunhofer SIT zählt weltweit zu den führenden Forschungsinstituten für angewandte Cybersicherheit, ist Sitz des Fraunhofer-Leistungszentrum für Sicherheit und Datenschutz in der digitalen Welt und unmittelbar beteiligt an den Aktivitäten der Digitalstadt Darmstadt.

    Ziel von HIPA ist die Verbesserung der Erfolgschancen von Cybersicherheits-Start-ups. Um dies zu erreichen, beschäftigen sich die teilnehmenden Cybersicherheitstalente mit realen Fragestellungen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Herausforderungen werden in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie ausgewählt und repräsentieren aktuelle und akute Sicherheitsprobleme, deren Lösung unmittelbar zu marktfähigen Produkten und Dienstleistungen führen kann. Die Teilnehmer erhalten intensives fachliches und methodisches Training und Mentoring und lernen, wie man die unterschiedlichen Herangehensweisen in Deutschland und Israel erfolgreich kombinieren und gemeinsam nutzen kann. Durch Veranstaltungen wie das Kick-off in Jerusalem und die Abschlussveranstaltung in Berlin werden die Teilnehmer mit der Start-up Szene in Israel und Deutschland, mit der Politik und mit den Cybersicherheitsexperten beider Länder vernetzt.

    HIPA wird unterstützt von den Industriepartnern Allianz und Cisco, die sich an ausgewählten Forschungsaktivitäten beteiligen. Getragen wird HIPA vom Fraunhofer SIT in Darmstadt und dem Fraunhofer-Projektzentrum für Cybersicherheit (Fraunhofer SIT/IL) in Jerusalem. Das Israeli National Cyber Directorate und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie sind assoziierte Partner von Fraunhofer SIT/IL.

    Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Wir erreichen heute einen neuen Meilenstein in der Kooperation zwischen dem Fraunhofer SIT und der Hebräischen Universität von Jerusalem. Der Start des ersten Durchgangs des Hessisch-Israelischen Partnership Accelerator für Cybersicherheit ermöglicht jungen Studierenden und Nachwuchsforschern sich auf höchstem Niveau weiterzubilden und Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen. Ich bin sicher, dass dieses Programm für die beteiligten Studierenden, Forschungsorganisationen und die Unternehmen ein großer Erfolg werden wird.“

    Ralf Schneider, Allianz: „Cybersicherheit ist die Grundvoraussetzung der Digitalisierung und deshalb eines der zentralen Themen für uns als Allianz Gruppe wie auch für unsere Kunden. Der Hessisch-Israelische Partnership Accelerator (HIPA) für Cybersicherheit verfolgt ein einmaliges Konzept, indem er für die Praxis unmittelbar relevante Ideen und Ansätze aus der Spitzenforschung aufgreift und in deutsch-israelischen Gruppen von jungen Sicherheitsexperten umsetzt. Wir erwarten, dass sich aus diesem Vorgehen neue, innovative Produkte ergeben und letztlich Start-ups mit einer sehr viel besseren Erfolgschance als üblich.“

    Michael von der Horst, Director Cybersecurity bei Cisco Deutschland: „Security macht Digitalisierung möglich, und wir möchten mit unserem Engagement den Standort Deutschland in diesem Zukunftsfeld nachhaltig stärken. HIPA kombiniert die Stärken der Hessischen IT-Sicherheitscluster mit führender Expertise des israelischen IT-Sektors. Wir freuen uns auf frische Ideen, großartige Projekte und sind gespannt auf die Ergebnisse dieses ersten Durchgangs.“

    Haya Shulman, Direktorin von HIPA: „Die Cybersicherheit zu verbessern, ist für die Stabilität und Sicherheit von Internet-Clients und –Services eine zentrale Aufgabe. HIPA adressiert dieses Ziel mit der Kompetenzbündelung zwischen Deutschland und Israel in einem einzigartigen Cybersicherheitsaccelerator. HIPA ist der erste Accelerator, der sich ausschließlich auf Cybersicherheit fokussiert. Er bietet eine einzigartige Möglichkeit für Regierungen und kleine und mittlere Unternehmen, mit neuen Technologien zu experimentieren sowie Bedrohungen und Verwundbarkeiten in extrem kurzer Zeit zu identifizieren. Aufgrund der engen Führung und dem Engagement der Experten, die gemeinsam mit den Teilnehmern Ideen und Projekte entwickeln, erlaubt es HIPA VCs und Organisationen, in hochentwickelte Cybersicherheitstechnologien zu investieren und gleichzeitig das Risiko für Fehler signifikant zu reduzieren.“

    Yigal Unna, Cheftechnologe INCD: „Lange Zeit war die Innovation das Herz der akademischen Forschung. Heute ist die Innovation das schlagende Herz der israelischen Cyber-Landschaft. Konnektivität und Kooperation sind gleichbedeutend mit Cyber. Die großartige Initiative zwischen dem Fraunhofer SIT und der Hebrew University of Jerusalem, einen Cybersicherheitsaccelerator zu formen, ist ein sehr gutes Beispiel für beides, Kooperation und Innovation, das Studenten und Wissenschaftler aus Deutschland und Israel zusammenbringt.“


    Weitere Informationen:

    http://www.cybertech.fraunhofer.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


    Start für ersten deutsch-israelischen Cybersicherheits-Accelerator


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