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28.11.2017 09:42

Talkreihe SCIENCE ON: Wird das Leben neu buchstabiert?

Benedikt Bastong Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Gemeinsame Pressemitteilung von DFG und Bundeskunsthalle
    Diskussionsveranstaltung am 6. Dezember in der Bundeskunsthalle / Prominentes Podium zu Chancen und Risiken des Genome Editing

    Das Verfahren weckt Hoffnungen, schwere Leiden wie Krebs, AIDS oder Erbkrankheiten heilen oder gar verhindern zu können: Genome Editing ist eine molekularbiologische Methode, mit der Forscherinnen und Forscher gezielte Veränderungen der DNA vornehmen können. Zum Synonym für sie ist das CRISPR/Cas9 geworden – jenes Werkzeug, mit dem wie mit einer programmierbaren Genschere DNA-Stränge zerschnitten und im Anschluss einzelne Gene umgeschrieben oder „editiert“ werden können.

    Viele Fragen rund um das Genome Editing sind jedoch umstritten oder ungeklärt: Wie fehleranfällig ist das Verfahren? Kann es zu unerwünschten Nebeneffekten kommen? Wie kann die Wissenschaft, aber auch die Gesellschaft die Chancen gegen Risiken abwägen? Und wie gehen wir damit um, dass Genome Editing auch für eine „Optimierung“ des Menschen genutzt werden könnte? In Deutschland sind Eingriffe in das menschliche Erbgut gesetzlich verboten, in anderen Ländern finden jedoch schon erste Experimente statt.

    Im Rahmen der Talkreihe SCIENCE ON wollen auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Bundeskunsthalle Expertinnen und Experten gemeinsam mit dem Publikum nach Antworten suchen. „Wird das Leben neu buchstabiert?“ – unter diesem Titel diskutieren am 6. Dezember 2017 um 19 Uhr der Humangenetiker Claus Rainer Bartram, die Schriftstellerin Thea Dorn, der Molekulare Infektionsbiologe Jörg Vogel und die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Christiane Woopen. Geleitet wird die Diskussion von der Moderatorin Cécile Schortmann, bekannt aus der 3sat-Sendung „Kulturzeit“, Co-Moderator Kilian Reichert lässt das Publikum zu Wort kommen.

    Thea Dorn, Autorin von preisgekrönten Bestsellern wie „Die Hirnkönigin“ und von Sachbüchern wie die gemeinsam mit Richard Wagner veröffentlichte Bestandsaufnahme „Die deutsche Seele“, wird zudem eine Passage aus ihrem aktuellen Roman „Die Unglückseligen“ vorlesen. Darin geht es um eine Molekularbiologin, die zur Unsterblichkeit von Zellen forscht.

    Die Diskussionsveranstaltung zum Genome Editing ist die zweite in der gemeinsam von DFG und Bundeskunsthalle initiierten Reihe SCIENCE ON. Diese will einen Beitrag leisten zum gesellschaftlichen Diskurs über Wissenschaft und Forschung, deren Erkenntnisse zwar in fast allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens immer wichtiger werden, oft aber kaum nachvollziehbar sind. Hier setzt die Talkreihe an und bringt Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft mit Gästen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen ins Gespräch. Gemeinsam sollen sie klären, welche Veränderungen neue wissenschaftliche Erkenntnisse für unser Leben mit sich bringen und wie diese Entwicklungen zu bewerten sind. Die Eröffnungsveranstaltung fand im Juli zum Thema „Künstliche Intelligenz“ statt und lockte mehr als 400 Zuhörerinnen und Zuhörer in die Bundeskunsthalle.

    Weiterführende Informationen

    Informationen zur Reihe SCIENCE ON unter:
    www.dfg.de/science_on

    Medienkontakt:

    Dr. Jutta Rateike, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Leitung Öffentlichkeitsarbeit,
    Tel. +49 228 885-2665, jutta.rateike@dfg.de

    Sven Bergmann, Leiter Unternehmenskommunikation/Pressesprecher der Bundeskunsthalle,
    Tel. +49 228 9171-204, presse@bundeskunsthalle


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


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