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05.12.2017 12:59

TU Berlin: Digitalisierung beschleunigen

Stefanie Terp Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Technische Universität Berlin

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie richtet spezielle Kompetenzzentren ein, um mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe bei der Digitalisierung und Vernetzung sowie der Anwendung von Industrie 4.0 zu unterstützen. Prof. Dr. Manfred Thüring, Leiter des Fachgebiets Kognitionspsychologie und Kognitive Ergonomie an der TU Berlin, konnte gemeinsam mit fünf weiteren Konsortialpartnern eines dieser Verbundprojekte einwerben. Am 4. Dezember 2017 übereichte ihm Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, den Zuwendungsbescheid.

    Know-how zu Usability und User Experience (UUX-Know-how) ist schon jetzt für viele mittelständische Unternehmen von entscheidender Bedeutung und wird zukünftig noch viel wichtiger sein, um die Digitalisierung voranzutreiben und dadurch Kooperations- und Entwicklungsprozesse effizient zu gestalten. Das Verbundprojekt „Usability- und User Experience-Maßnahmen für den Mittelstand“ (M4K) wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie als bundesweites Kompetenzzentrum in der Förderinitiative „Mittelstand 4.0“ umgesetzt.
    Konsortialführer des Kompetenzzentrums ist die Hochschule der Medien in Stuttgart. Die TU Berlin übernimmt die Leitung des Teilvorhabens in der Region Ost zur Digitalisierung agiler Arbeit und zur Integration von Usability und User Experience-Maßnahmen (UUX). Weitere Partner in der Region Ost sind die HTW Berlin, Berliner Partner für Wirtschaft und Technologie, die UseTree GmbH sowie movingimage als Umsetzungspartner. Für drei Jahre stehen dem Projekt rund 965 000 Euro zur Verfügung.

    „Der Fokus unseres Kompetenzzentrums liegt auf Software entwickelnden und anwendenden kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Start-ups in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen“, so Prof. Thüring. „Unser Ziel ist es, diese Unternehmen für die Bedeutung von UUX und verstärkte Aktivitäten zu Digitalisierung und Vernetzung zu sensibilisieren und sie zur langfristigen Integration solcher Maßnahmen zu qualifizieren.“
    Viele Studien zeigen: Je höher das UUX-Know-how von Softwareunternehmen, desto besser ist die UUX der ausgelieferten Produkte. Als Folge davon gilt vor allem auch für Softwareunternehmen: Je besser die Zusammenarbeit dieser Unternehmen und ihren mittelständischen Kunden, desto besser ist die UUX der ausgelieferten Produkte.
    „Den meisten Softwareunternehmen sind diese Zusammenhänge inzwischen bewusst, aber es hapert an der konkreten Umsetzung: Wie kann man die UUX in Entwicklungsprozesse integrieren und mit aktuellen Managementkonzepten verknüpfen? Wie kann man die UUX in Kooperation mit Anwendern verbessern? Das Kompetenzzentrum Usability liefert durch detaillierte Umsetzungs- und Pilotprojekte konkrete Antworten auf diese Fragen“, erläutert Prof. Thüring.
    Das Dienstleistungsangebot wird dabei auf die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst und umfasst Vorträge, Workshops, Schulungen und Publikationen. „In einem ersten Schritt werden wir den Kontakt zu den Unternehmen zum Beispiel über Social Media Kanäle, Messen, Regionalkonferenzen oder auch fachspezifischen Veröffentlichungen suchen. Im Verlauf des Projektes soll im Fachgebiet Kognitionspsychologie und Kognitive Psychologie am Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft der TU Berlin sowie beim Umsetzungspartner movingimage ein Demonstrator aufgebaut werden, der zeigt, wie agile Arbeitsformen digitalisiert werden können, so dass es Unternehmen ermöglicht wird, Kunden und Zulieferer in ihre agilen Geschäftsprozesse einzubinden. Alle Angebote im Rahmen des Kompetenzzentrums sind für die Unternehmen kostenfrei“, beschreibt Prof. Thüring das Projekt.

    Bei dem Kompetenzzentrum handelt sich um ein Wissenstransferprojekt zur Sensibilisierung, Qualifikation und Unterstützung bei der Umsetzung von UUX-Maßnahmen und von Change-Management Prozessen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Mit dem Projekt assoziiert – aber nicht in der Förderung enthalten – sind Forschungsaktivitäten, die vor allem der Qualifikation von Studierenden sowie der Weiterqualifikation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachgebiets dienen.

    Foto zum Download: www.tu-berlin.de/?191246

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
    Prof. Dr. Manfred Thüring
    Marchstraße 23
    10587 Berlin
    Tel.: 030 314-21420
    E-Mail: manfred.thuering@tu-berlin.de


    Weitere Informationen:

    http://www.tu-berlin.de/?191246


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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