Am 14. Dezember 2017 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Preisträgerinnen und Preisträger der Leibniz-Preise 2018 bekanntgegeben.
Zwei der elf Ausgezeichneten sind Alumni der Technischen Universität Berlin: Prof. Dr. Oliver G. Schmidt von der Technischen Universität Chemnitz und zugleich Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden sowie Prof. Dr. Bernhard Schölkopf vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen. Beide Wissenschaftler wurden an der Technischen Universität Berlin promoviert. Ihr Preisgeld von je 2,5 Millionen Euro können die Ausgezeichneten bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre Forschungsarbeit verwenden. Der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland wird am 19. März 2018 in Berlin verliehen.
Über Prof. Dr. Oliver G. Schmidt
Der Leibniz-Preis für Oliver G. Schmidt würdigt seine herausragenden Arbeiten zur Erforschung, Herstellung und innovativen Anwendung funktioneller Nanostrukturen. Der studierte Physiker ist ein Pionier auf dem Gebiet der aufgerollten Nanoröhrchen und bewegt sich mit seiner Arbeit zwischen den Fachgebieten Physik, Chemie, Werkstoffwissenschaften, Elektronik und Mikrosystemtechnik. Seine Promotion legte Schmidt 1999 an der TU Berlin ab. Habilitiert wurde er 2003 an der Universität Hamburg. Die Berufung als Professor für Materialsysteme der Nanoelektronik an die TU Chemnitz erfolgte 2007, wo er auch heute tätig ist. Schmidt ist gleichzeitig Direktor des Instituts für Integrative Nanowissenschaften am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden.
Über Prof. Dr. Bernhard Schölkopf
Mit Bernhard Schölkopf erhält ein Informatiker den Leibniz-Preis, der entscheidende Beiträge zur Theorie und zum Erfolg des Maschinellen Lernens geleistet hat. Bereits zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn befasste Schölkopf sich mit sogenannten Support Vector Machines (SVM), die es ermöglichen, Eingabedaten zu klassifizieren. Schölkopf entwickelte einen Algorithmus, der sich eines Kerns oder Kernels bedient, um seine Berechnungen implizit in einem höherdimensionalen Raum auszuführen. Mit dieser Vereinfachung legte er den Grundstein für den großen Erfolg der SVM. Das Forschungsgebiet dieser „Kern-Maschinen“ gehört heute zu den wichtigsten Paradigmen des Maschinellen Lernens. Nach seiner Promotion im Jahr 1997 an der TU Berlin arbeitete er bei der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung und bei Microsoft Research in Cambridge. 2001 ging er als Direktor an das Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen, 2011 wechselte er mit seiner Forschungsgruppe als Gründungsdirektor an das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Schölkopf ist Honorarprofessor an der TU Berlin und an der Universität Tübingen.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Stefanie Terp
Pressesprecherin der TU Berlin
Tel.: 030 314-23922
E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Chemie, Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
überregional
Personalia
Deutsch
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