Ausgabe 3/4 2017 der „Beiträge zur Hochschulforschung“ befasst sich mit Governance von Hochschulen

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14.12.2017 16:54

Ausgabe 3/4 2017 der „Beiträge zur Hochschulforschung“ befasst sich mit Governance von Hochschulen

Dr. Lydia Hartwig IHF
Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung

    Die neue Ausgabe die „Beiträge zur Hochschulforschung“ befasst sich mit dem Thema Governance und behandelt Fragen der Organisation, der Steuerung und der Führung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Im Mittelpunkt des Bands stehen der Wettbewerb in und zwischen Hochschulen, das Verhältnis zwischen akademischer Selbstorganisation und Steuerung durch Leitungsorgane sowie Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Steuerung.

    Die Veränderungen, die der Wettbewerb in den Universitäten mit sich bringt, ist Gegenstand des Artikels von Georg Krücken, der diese Veränderungen am Ausbau des Hochschulmanagements, Konzepten zur Umsetzung von Chancengerechtigkeit und der zunehmenden Managementberatung beispielhaft verdeutlicht.

    Dass Hochschulrankings nur in geringem Umfang und auch nur auf indirektem Wege strategische Entscheidungen der Universitäten beeinflussen, belegt Theodor Leiber in seinem Aufsatz. Ein Grund dafür ist, dass Rankingdaten in der Regel keine verlässlichen Qualitätsmaßstäbe darstellen.

    Einflussmöglichkeiten auf die Berufung von Professorinnen und Professoren hat eine Universitätsleitung lediglich unmittelbar vor und nach der eigentlichen Auswahlphase, die weiterhin in der Hand der Fachkollegien liegt, wie Bernd Kleimann und Maren Klawitter in ihrem Artikel deutlich machen.

    Einen Blick in die Praxis der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems an einer Universität in Vorbereitung auf die Systemakkreditierung vermittelt der Aufsatz von Susan Harris-Huemmert, der die Leser die verschiedenen Phasen dieses Prozesses nachvollziehen lässt.

    Qualitätsbeauftragte an Universitäten haben zwar ehrgeizige Vorstellungen von Steuerung und Strategie, verstehen sich aber dennoch zumeist als Beraterinnen und Berater der Lehrenden. Zugleich müssen sie externen Vorgaben gerecht werden, wie Markus Seyfried und Philipp Pohlenz in ihrem Artikel darlegen.

    Dass der gesamte Bereich des Forschungs- und Wissenstransfers sowie des gesellschaftlichen Engagements der Hochschulen, der allgemein als „Third Mission“ bezeichnet wird, einer umfassenden hochschulinternen Kommunikation und öffentlichen Berichterstattung bedarf, erläutern Justus Henke und Sarah Schmid in ihrem Aufsatz.

    Kooperationen zwischen Hochschulen und Industrie erwachsen häufig aus der intrinsischen Motivation und Leistungsbereitschaft der Professorinnen und Professoren und sind weniger das Ergebnis interner strategischer Prozesse. Dadurch werden Potentiale unzureichend genutzt, bemerkt Cindy Konen in ihrem Artikel.

    Obwohl sich zwei Drittel der staatlichen Fachhochschulen am 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union beteiligen, werben sie gegenüber den Universitäten deutlich weniger Mittel pro Kopf ein und sind auch an weniger Projekten beteiligt, wie Jörg Jerusel, Andreas Mues und Josephine Schuld herausgefunden haben.

    Diese und weitere Aspekte der Governance von Hochschulen und Forschungseinrichtungen stellte die Gesellschaft für Hochschulforschung in den Mittelpunkt ihrer Jahrestagung 2016. Der soeben erschienene Band veröffentlicht einige wichtige Beiträge dieser Tagung.

    Die „Beiträge zur Hochschulforschung" sind eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften im Bereich der Hochschulforschung im deutschen Sprachraum. Sie zeichnen sich durch hohe Qualitätsstandards, ein breites Themenspektrum und eine große Reichweite aus. Die Zeitschrift veröffentlicht quantitative und qualitative empirische Analysen, Vergleichsstudien und Überblicksartikel, die ein anonymes Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben.

    Die Ausgabe 3/4 2017 kann entweder über die Homepage http://www.bzh.bayern.de/ als pdf-Datei heruntergeladen oder in gedruckter Form per E-Mail bestellt werden (sekretariat@ihf.bayern.de).


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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