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21.12.2017 13:38

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

Kornelia Suske Pressestelle
Universitätsklinikum Magdeburg

    Interdisziplinäres Symposium am 12. und 13. Januar 2018 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg: Notwendig für den Fortschritt in der Medizin ist ein permanenter kritischer Diskurs unterschiedlicher Meinungen und Methoden. Diesem Motto folgend, findet am 12. und 13. Januar 2018 zum sechsten Mal in Folge das interdisziplinäre Symposium „Kontroversen in der Uro-Onkologie“ in Magdeburg statt.

    Auf der Veranstaltung werden Themen polarisierend gegeneinander gestellt. Referenten sind Fachärzte, die eine sehr große Expertise für eine spezielle Arbeitsmethode bzw. ein Spezialthema haben. Im Anschluss an die Vorträge stellen sich die Experten einer Kreuzfeuerdiskussion. Ein übergeordneter „Schiedsrichter“ zieht daraus ein Fazit und verfasst eine „Take Home Massage“ für alle Teilnehmer der Veranstaltung.

    „Dieses Schema hat sich in den vergangenen Symposien bewährt“, so der wissenschaftliche Tagungsleiter Prof. Dr. Martin Schostak, Direktor der Magdeburger Universitätsklinik für Urologie und Kinderurologie. „Ziel ist es, im offenen Diskurs Wege zur weiteren Verbesserung der medizinischen Leistungen für Patienten mit urologischen Tumoren zu finden.“ Das Themenspektrum der Vorträge auf dem diesjährigen Symposium umfasst chirurgische, radioonkologische und medikamentöse Therapien beim Prostata-, Harnblasen- und Nierenzellkarzinom. Auch der aktuelle Erkenntnisstand zur Bedeutung des PSA-Wertes in der Früherkennung von Prostatakrebs soll diskutiert werden.

    Erstmals in der Reihe der Magdeburger uroonkologischen Symposien wird es den Themenblock „Meisterklasse der Chirurgen“ geben. Darin demonstrieren Urologen mit großer Erfahrung auf dem Gebiet der radikalen Prostatektomie unterschiedliche Techniken in Videovorträgen. Ihre Videoaufzeichnungen aus den Operationssälen werden mit einem enormen technischen Aufwand zum Teil in dreidimensionaler Darstellung präsentiert. Auf diese Weise sind die Vortragsbesucher quasi live dabei und können direkte Vergleiche zwischen perinealer, offener retropubischer, 3D-laparoskopischer und 3D-roboterassistierter Prostatektomie ziehen. In den begleitenden Satelliten-Symposien werden neue Immuntherapien bei urologischen Krebserkrankungen diskutiert, die auch in fortgeschrittenen, metastasierten Erkrankungsstadien noch Verbesserungen der Lebenserwartung und der Lebensqualität ermöglichen.

    Bereichert wird das Symposium neben „State of the Art Vorträgen“ über die Möglichkeiten eines Ganzkörper-MRT sowie über die Chancen und Fallstricke der urologischen Stadieneinteilung durch zwei besondere Vorträge: Prof. Dr. Martin Zenker, Direktor des Instituts für Humangenetik am Magdeburger Universitätsklinikum, wird in seinem Vortrag unter dem Titel „Warum das Y-Chromosom?“ die Rolle der Geschlechterunterschiede aus humangenetischer Sicht beleuchten und Prof. Prof. Dr. h. c. mult. Michael Schenk, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und –automatisierung in Magdeburg, berichtet in seinem visionären Vortrag über „Innovationen in der Medizin“. Auf der begleitenden Industrieausstellung werden 25 Sponsoren und Aussteller Innovationen aus dem Bereich der Urologie auf einer Messefläche von tausend Quadratmetern präsentieren.

    Zielgruppen des wissenschaftlichen Symposiums sind Kliniker aus den Fachbereichen Urologie, Onkologie und Radioonkologie sowie niedergelassene Urologen, Onkologen, praktische Ärzte, Allgemeinmediziner und Internisten. Die Teilnahme an der ärztlichen Fortbildungsveranstaltung wird von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt mit 18 CME-Punkten anerkannt.

    In Ergänzung des Fachsymposiums findet zwei Wochen später, am 28. Januar 2018, eine öffentliche Publikumsveranstaltung in Magdeburg statt. Prof. Dr. Martin Schostak, Direktor der Universitätsklinik für Urologie und Kinderurologie, und Prof. Dr. med. Thomas Brunner, Direktor der Magdeburger Universitätsklinik für Strahlentherapie, werden gemeinsam über die Möglichkeiten der Vorsorge, Früherkennung und über moderne Therapien beim Prostatakrebs sprechen. Diese Veranstaltung wird im Rahmen der langjährigen Veranstaltungsreihe „Medizinische Sonntage“ stattfinden, die gemeinsam vom Magdeburger Universitätsklinikum, dem URANIA-Bildungsvereins und der Tageszeitung „Volksstimme“ gemeinsam veranstaltet wird.

    Text: Uwe Seidenfaden

    Weitere Informationen zum Fachsymposium unter: http://www.symposium-magdeburg.de

    Ansprechpartner für Redaktionen:
    Prof. Dr. med. Martin Schostak
    Direktor der Universitätsklinik für Urologie und Kinderurologie,
    DKG-Zertifiziertes Prostatakrebszentrum,
    Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
    Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg
    Tel.: +49 391-67 15036
    E-Mail: martin.schostak@med.ovgu.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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