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23.01.2018 13:00

CineScience: Der Antiheld als Reflexionsgestalt der Moderne

Miriam Wienhold Pressestelle
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

    Heldengeschichten erzählen von vergangenen Taten, von übermenschlich anmutenden Leistungen, erlebten Abenteuern und einer unzerbrechlichen Moral: Der Held wird verehrt - scheint heute jedoch als Identifikationsfigur kaum mehr erreichbar.

    Als Gegenentwurf oder mögliche Aufhebung des Helden ist der Antiheld im Kino zunächst vornehmlich eine Figur des Nachkriegsfilms, die in den letzten Jahrzehnten eine Konjunktur erlebt. Sie lässt sich als Übergangserscheinung einer postheroischen Gesellschaft begreifen, die aufgehört hat, ‚naiv’ an die alten Heldengeschichten zu glauben. Doch wie verhält der Antiheld sich zum Helden? Welche Eigenschaften und Handlungen bestimmen sein Wesen, und lassen sie sich analog auf die Antiheldin übertragen? Welche gesellschaftlichen Veränderungen rücken diese Figuren ins Zentrum unserer Erzählungen, und wie lassen sie sich im Verhältnis zu dem ideologischen System begreifen, dass sie produziert? Was haben so unterschiedliche Genres wie der Film Noir, der Western oder der Science-Fiction-Film zu diesen Fragen beizusteuern? Und wie wirken nicht zuletzt wir als Publikum an der Rezeption und Gestaltung dieser Figuren mit?

    Anhand der Filme Kiss Me Deadly (1955), The Good, the Bad and the Ugly (1966), Dredd (2012) und weiteren Beispielen umreißen Filmwissenschaftler Alexander Schultz und Amerikanist Markus Wierschem die Konturen einer ebenso schillernden wie unscharfen Figur der kinematischen (Post-)Moderne. Moderiert wird der Abend von den KWI-Fellows Verena Keysers und Nora Schecke.

    Dienstag, 13. Februar 2018, 20 Uhr
    Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Straße 2, 45128 Essen

    REFERENTEN & LEITUNG
    Alexander Schultz, Filmwissenschaftler an der Universität Paderborn
    Markus Wierschem, Amerikanist am Institut für Anglistik der Universität Paderbron
    Verena Keysers, Soziologin und KWI-Fellow im Forschungsbereich KommunikationsKultur
    Nora Schecke, Wissenschaftliche Hilfskraft im Forschungsbereich PartizipationsKultur

    TICKETS
    Karten sind im Vorverkauf beim Filmstudio Glückauf unter der Telefonnummer 0201 - 43 93 66 33 oder an der Abendkasse erhältlich. Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro.

    VERANSTALTER
    Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in Kooperation mit dem Filmstudio Glückauf, gefördert vom Verein zur Förderung der Kulturwissenschaften und der Stiftung für Kulturwissenschaften


    Weitere Informationen:

    http://www.kwi-nrw.de/home/cinescience.html - Link zur Veranstaltungsreihe
    http://www.kwi-nrw.de/home/veranstaltung-853.html - Link zur Veranstaltung


    Anhang
    attachment icon CineScience: Der Antiheld als Reflexionsgestalt der Moderne

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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