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06.02.2018 11:06

Nachhaltigkeit für Rechenzentren

Andrea Mayer-Grenu Abteilung Hochschulkommunikation
Universität Stuttgart

    Studie unter Beteiligung der Universität Stuttgart soll Ressourcen- und Stromverbrauch senken

    Die Digitalisierung fordert immer mehr Leistung, besonders von Rechenzentren (RZ). Doch die „Herzkammern“ der digitalen Infrastruktur verbrauchen Jahr um Jahr mehr Ressourcen und Energie. Das treibt nicht nur die Betriebskosten in die Höhe, sondern erschwert es auch, die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Ein Konsortium aus Forschung, Industrie und Wirtschaft unter der Leitung des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart will Rechenzentren nachhaltiger machen.

    Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten, durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekts „EcoRZ“ wird das Konsortium zunächst die Potenziale der Rechenzentren in Baden-Württemberg ermitteln. Hierzu sollen der aktuelle Stand der Infrastruktur erfasst, Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz ermittelt sowie die Flexibilisierung von Rechenzentren bewertet werden.
    Von den Ergebnissen sollen Politik und Wirtschaft gleichermaßen profitieren: Betreiber von Rechenzentren erhalten über den öffentlich zugänglichen Endbericht einen klaren Leitfaden, mit dem sie ihren Betrieb unter die Lupe nehmen und Verbesserungspotenziale wirtschaftlich umsetzen können. Politische Entscheidungsträger können auf der Basis der Ergebnisse Förder- und Anreizprogramme schaffen, um Rechenzentren in Baden-Württemberg, später auch in anderen Bundesländern, zukunftsfähig und bereit für die weitere Digitalisierung zu machen.

    Mehr als nur CO2-Einsparung
    Da Rechenzentren im 21. Jahrhundert als „Rückgrat“ der modernen Wirtschaft und des sozialen Gefüges gelten, werden in dem Projekt nicht nur Nachhaltigkeitsaspekte wie die robuste Wirtschaftlichkeit oder CO2-Bilanzen analysiert, sondern zum Beispiel auch soziale Aspekte wie die Multiplikatoreffekte von Rechenzentren bei der Entstehung von Arbeitsplätzen.

    Teilnehmer gesucht
    Um das ambitionierte Forschungsprojekt durchführen zu können, sucht das Konsortium nach Betreibern von Rechenzentren, die sich an einer Online-Umfrage beteiligen. Zur Gewährleistung der Datensicherheit verpflichtete sich das Projektteam, alle erhobenen Daten nur in anonymisierter und komprimierter Form zu verarbeiten und zu veröffentlichen, sodass keine Informationen über einzelne Unternehmen herausgefiltert werden können. Die Beteiligung an der Umfrage bringt Rechenzentrums-Betreibern einen direkten Vorteil: Am Ende des Projekts werden Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträger ausgesprochen, welche Bereiche des jeweiligen Betriebs durch Förderprogramme unterstützt werden sollen. Eventuelle Defizite im eigenen RZ-Betrieb können so kostengünstiger behoben werden.

    Kontakt:
    Dirk Turek, Universität Stuttgart, Institut, für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Tel. 0711 685-87820, Mail: Dirk.turek@ier.uni-stuttgart.de


    Weitere Informationen:

    http://Weitere Informationen: www.nachhaltige-rechenzentren.de
    http://Fragebogen: www.nachhaltige-rechenzentren.de/#fragebogen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Informationstechnik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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