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07.02.2018 14:03

TU Berlin: Meditieren mildert die Lust am Materiellen

Stefanie Terp Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Technische Universität Berlin

    Abschlusskonferenz des Projekts BiNKA – Bildung für nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining am 16. Februar 2018

    Achtsamkeitstraining wurde bisher erfolgreich zur Senkung chronischer Stresslevel, zur Förderung individuellen Wohlbefindens und erhöhter Konzentrationsfähigkeit eingesetzt. Aber eignet es sich auch, um den nachhaltigen Konsum in der Gesellschaft zu befördern und vor allem die Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und tatsächlichem Handeln, jene sogenannte Einstellungs-Verhaltens-Lücke, zu überwinden?

    In dem inter- und transdisziplinären Projekt „BiNKA – Bildung für nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining“ haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Leitung von TU-Professor Dr. Ulf Schrader, Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und nachhaltiger Konsum, diese Frage erforscht. Auf der Abschlusskonferenz präsentieren sie nun die Ergebnisse ihrer dreijährigen Arbeit.

    Zeit: 16. Februar 2018, 8.45–17.15 Uhr
    Ort: TU Berlin, Hardenbergstraße 16–18, 10623 Berlin

    Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen. Um eine Anmeldung wird gebeten.

    Die Forschungen der TU Berlin haben gezeigt, dass Achtsamkeitstraining auf indirektem Wege nachhaltigen Konsum unterstützen kann, zum Beispiel durch die Stärkung von Einstellungen und Intentionen in Bezug auf nachhaltigen Konsum. Unmittelbare Effekte auf das Konsumverhalten fielen jedoch sehr gering aus. Darüber hinaus wurde deutlich, dass Meditieren die Prioritäten von Menschen verschieben kann und dann materielle Güter weniger wichtig werden, während das Wohlbefinden steigt. Dies könnte langfristig eine von Ressourcenverbrauch entkoppelte Bedürfnisbefriedigung unterstützen. Die Studien mit 207 Proband*innen zeigen darüber hinaus ein gesteigertes Bewusstsein eines Großteils der Teilnehmer*innen für die mit der Produktion moderner Konsumgüter einhergehenden Auswirkungen auf Lebewesen und Umwelt sowie die Folgen der eigenen Konsumhandlungen. Gleichzeitig wurde dokumentiert, dass sich eine ethische Grundhaltung verstärkt.

    Detailliertere Ergebnisse werden auf der Abschlusskonferenz vorgestellt.

    Im Rahmen der Konferenz soll neben der Präsentation der Forschungsergebnisse ihr Einfluss mit Expert*innen und Teilnehmenden aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln diskutiert werden. Weiterhin werden Workshops zur transdisziplinären Auseinandersetzung rund um die Themen Achtsamkeit und Konsum angeboten.

    Ein Höhepunkt ist zudem die Erstaufführung des aufgezeichneten Video-Gesprächs zum Thema „Mindfulness and Sustainable Consumption“ zwischen Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn, Begründer der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (Mindfulness-based stress reduction, MBSR), und Dr. Paul Grossman, renommierter Achtsamkeitsforscher und Senior-Berater des BiNKA-Projektes.

    Die Podiumsdiskussion dient der transdisziplinären Reflektion der Ergebnisse und der kritischen Auseinandersetzung mit möglichen Handlungsempfehlungen für Forschung und Praxis. An ihr nehmen teil:
    • Dr. Martina Aßmann (Netzwerk „Ethik heute“),
    • Prof. Dr. Marcel Hunecke (Forschung zu psychischen Ressourcen für Nachhaltigkeit, Fachhochschule Dortmund),
    • Prof. Dr. Nina Langen (Fachgebiet Bildung für nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft, TU Berlin) und
    • Dr. Kai Romhardt (Gründer Netzwerk „Achtsame Wirtschaft“).

    Das Projekt wurde im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung (SÖF) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Nachhaltiges Wirtschaften“ mit insgesamt 835.000 Euro gefördert. Partner im Verbund sind die Leuphana Universität Lüneburg, das Europäische Zentrum für Achtsamkeit (EzfA) sowie das Institut für Achtsamkeit und Nachhaltigkeit (IFAN).

    Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier:
    http://www.aloenk.tu-berlin.de/menue/forschung/binka/abschlusskonferenz/

    Website zum Projekt:
    http://achtsamkeit-und-konsum.de

    Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
    Laura Sophie Stanszus
    TU Berlin
    Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum
    Tel.: +49-30-314 73354
    E-Mail: Laura.Stanszus@tu-berlin.de

    Prof. Dr. Ulf Schrader
    TU Berlin
    Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum
    E-Mail: schrader@tu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Psychologie
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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