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12.02.2018 09:37

Prof. Dr. med. Katharina Holzer leitet Sektion Endokrine Chirurgie

Dr. Manuela Rutsatz Pressestelle
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

    Prof. Dr. Katharina Holzer ist seit 1. Oktober 2017 neue Leiterin der Sektion Endokrine Chirurgie und W2-Professorin für Endokrine Chirurgie an der Philipps-Universität, Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Direktor: Prof. Dr. D. Bartsch) in Marburg. Die Medizinerin setzt sich seit vielen Jahren mit der Chirurgie der Hormone produzierenden Organen des menschlichen Körpers vor allem im Hals- und Bauchraum auseinander und verfügt über eine sehr große Erfahrung und ausgewiesene Kompetenz im Fachgebiet Endokrine Chirurgie.

    Was heißt Endokrine Chirurgie? „Das ist ein höchst spannendes, abwechslungsreiches Fachgebiet, das die Schilddrüse, die Nebenschilddrüse, die Nebenniere und die endokrine Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sowie alle neuroendokrinen Tumore des gesamten gastrointestinalen Magen-Darm-Traktes betrifft“, erklärt Prof. Katharina Holzer.
    Alle diese Organe haben wichtige regulatorische Funktionen für den menschlichen Körper, arbeiten sie nicht richtig, können verschiedene gutartige und bösartige Erkrankungen die Ursache dafür sein: „So sind die Krankheiten um die Schilddrüse wie z.B. der gutartige Kropf sicherlich bekannter als die der Nebenschilddrüsen. Aber auch diese kleineren, für viele eher unbekannten Organe, die direkt neben der Schilddrüse liegen, können schwerwiegende Störungen auslösen, von der Osteoporose bis zur Depression.“ Diese Krankheiten chirurgisch zu behandeln, ist schwerpunktmäßig Aufgabe des Teams der Sektion Endokrine Chirurgie von Frau Prof. Holzer.

    Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der neu gegründeten Sektion Endokrine Chirurgie am Universitätsklinikum Marburg sind die neuroendokrinen Tumore (NET) im gesamten Bauchraum, ein Gebiet für das die Klinik bereits als Exzellenzzentrum der European Neuroendocrine Tumor Society zertifiziert ist. Darüber hinaus zählen zur Endokrinen Chirurgie die gutartigen und bösartigen Nebennierentumore.

    Durch eine inadäquate Hormonproduktion haben die Patienten häufig schwere Symptome wie Durchfälle (z.B. bei NET des Dünndarmes), Blutzuckerstörungen (z.B. bei Insulinom der Bauchspeicheldrüse) oder anfallsartige Blutdruckentgleisungen (z.B. Nebennierentumor). Die Diagnose dieser Erkrankungen und Tumore können von vielen verschiedene Disziplinen wie der Endokrinologie, der Gastroenterologie, der Radiologie und der Nuklearmedizin gestellt werden. Lokalisiert werden die Tumore abhängig von ihrer Größe und Lage durch unterschiedliche Techniken wie der Endoskopie, den äußeren und inneren Ultraschall, der Schnittbildgebung (CT und MRT) und auch der funktionellen Bildgebung (Nuklearmedizin). „In dieser interdisziplinären Gemeinschaftsarbeit übernehmen wir endokrinen Chirurgen die Aufgabe, die Tumore operativ zu entfernen, ggf. auch manchmal roboter-assistiert“, führt Katharina Holzer weiter aus.

    „Wir sind sehr froh, Frau Professor Holzer mit ihrer breiten Expertise sowie langjährigen Erfahrung für die Leitung dieser wichtigen Sektion in Marburg willkommen heißen zu können“, freut sich Dr. Gunther K. Weiß, Vorsitzender der Geschäftsführung.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Prof. Dr. Katharina Holzer


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