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13.02.2018 10:07

Sächsische Lehrer bilden sich am 16. Februar zu innovativer Ressourcenforschung fort

Simon Schmitt Kommunikation und Medien
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

    Für viele Schülerinnen und Schüler sind Laptops und Smartphones mittlerweile selbstverständlich – nicht nur in der Freizeit, sondern zunehmend auch im Unterricht. Welche Rohstoffe in den Objekten stecken, ist den meisten jedoch unbekannt, obwohl die moderne Kommunikation erst durch eine Vielzahl verschiedener Metalle möglich wird. Um Lehrern das Thema des nachhaltigen Ressourcenverbrauchs näherzubringen, widmet das Schülerlabor DeltaX am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) seine diesjährige Fortbildung der Rohstoffforschung. Dafür laden die Organisatoren am 16. Februar Lehrer aus ganz Sachsen ans Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) ein, das zum HZDR gehört.

    „Unser Programm deckt den Rohstoffkreislauf von der Exploration bis zum Recycling ab“, erzählt Nadja Gneist vom Schülerlabor, die die ganztägige Veranstaltung organisiert. „Dafür haben wir einen Mix aus Fachvorträgen, Laborführungen und praktischen Beispielen für den Unterreicht zusammengestellt.“ So gibt zunächst Prof. Markus Reuter einen Überblick über die Möglichkeiten der Kreislaufwirtschaft. Am Beispiel des Fairphone-2 erklärt der HIF-Direktor, inwieweit sich Metalle aus modernen Mobilgeräten wiedergewinnen lassen und auf welche Weise die Industrie Recycling verbessern könnte. Ein weiterer Vortrag beschäftigt sich mit innovativen Ansätzen zur verbesserten Ressourcengewinnung.

    Wie sich das Rohstoffpotential deutscher und ausländischer Böden ohne schädliche Eingriffe in die Natur ermitteln lässt, erklärt Dr. Richard Gloaguen. Der Fernerkundungsexperte nutzt Drohnen und elektromagnetische Sonden, um aus der Luft Informationen über Erzvorkommen zu sammeln. Die Technik setzt der HIF-Abteilungsleiter zum Beispiel gerade bei einem Erkundungsprojekt rund um die sächsische Kleinstadt Geyer ein. Am späten Nachmittag präsentieren Mitglieder seines Teams ihre Drohnen auch den rund 40 Teilnehmern der Lehrerfortbildung. Wie sich das Thema praktisch in den Unterricht einbauen lässt, zeigt Referendar Paul Kallmeyer, der als studentische Hilfskraft am HZDR-Schülerlabor während seines Lehramtsstudiums das Konzept entwickelt hatte.

    Im Anschluss an die Vorträge erhalten die Lehrer einen seltenen Einblick in die speziellen Labore für Flotation, Präparation und Röntgenanalytik am HIF. „Insgesamt geht es uns vor allem darum, bei den Teilnehmern den Blick für das Thema Nachhaltigkeit beim Rohstoffverbrauch zu schärfen“, beschreibt Gneist die Motivation hinter der Fortbildung, die das Schülerlabor DeltaX einmal jährlich zu einer gesellschaftsrelevanten Frage veranstaltet. „Um die Schüler in die Lage zu versetzen, eine eigene Meinung zu vertreten, benötigen die Lehrer zunächst selbst einen Überblick über den Stand der Forschung. Ich denke, unser Programm liefert dafür einen guten Ausgangspunkt.“

    Lehrerfortbildung: „Digitale Kreislaufwirtschaft – Aktuelle Aspekte zu Recycling, Aufbereitung und Fernerkundung“
    Wann: 16. Februar 2018, 9.30-15.30 Uhr
    Wo: Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am HZDR, Chemnitzer Straße 40, 09599 Freiberg

    Um Schülerinnen und Schülern einen Einblick die Welt der modernen Forschung zu geben, bietet das HZDR-Schülerlabor DeltaX für Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe Experimentiertage zu den Themen Magnetismus, Licht und Farbe sowie Radioaktivität und Strahlung an. Pro Jahr erhalten dadurch rund 3.000 junge Besucher am Forschungszentrum die Möglichkeit, sich als Wissenschaftler auszuprobieren. Die Angebote orientieren sich an den Forschungsbereichen des Helmholtz-Zentrums: Energie, Gesundheit und Materie.

    Weitere Informationen:
    Nadja Gneist
    Schülerlabor DeltaX am HZDR
    Tel. +49 351 260-2272 | E-Mail: n.gneist@hzdr.de

    Medienkontakt:
    Christine Bohnet | Pressesprecherin & Leitung HZDR-Kommunikation
    Tel. +49 351 260-2450 | E-Mail: c.bohnet@hzdr.de
    Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf | Bautzner Landstr. 400 | 01328 Dresden | www.hzdr.de

    Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht auf den Gebieten Energie, Gesundheit und Materie. Folgende Fragestellungen stehen hierbei im Fokus:
    • Wie nutzt man Energie und Ressourcen effizient, sicher und nachhaltig?
    • Wie können Krebserkrankungen besser visualisiert, charakterisiert und wirksam behandelt werden?
    • Wie verhalten sich Materie und Materialien unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimen-sionen?
    Zur Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragen betreibt das HZDR große Infrastrukturen, die auch von externen Messgästen genutzt werden: Ionenstrahlzentrum, Hochfeld-Magnetlabor Dresden und ELBE-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen. Das HZDR ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, hat fünf Standorte (Dresden, Freiberg, Grenoble, Hamburg, Leipzig) und beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter – davon etwa 500 Wissenschaftler inklusive 150 Doktoranden.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Energie, Geowissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


    HIF-Forscher arbeiten an hydrometallurgischen Verfahren, um aus Lösungen Metallkonzentrate zu gewinnen.


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