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27.02.2018 16:27

Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: 6. Halle-Konferenz nimmt Proteine in den Blick

Tom Leonhardt Pressestelle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Von Impfstoffen für Krebs bis hin zu maßgeschneiderten Enzymen: Neueste Trends der Biotechnologie stehen im Zentrum der "6th Halle Conference in Recombinant Proteins" der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die vom 8. bis 9. März in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina stattfindet. Zu der Tagung werden rund 300 Vertreter aus Industrie und Wissenschaft erwartet. Im Rahmen der Veranstaltung wird außerdem der mit 7.500 Euro dotierte Albrecht-Kossel-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker vergeben.

    Mit Hilfe biotechnologisch gewonnener Proteine - so genannte rekombinante Proteine - lassen sich viele Krankheiten behandeln, zum Beispiel Diabetes, Autoimmunerkrankungen oder bestimmte Tumoren. Auch Forscherinnen und Forscher der MLU arbeiten seit vielen Jahren in diesem Bereich. "Die Konferenz stellt eine gemeinsame Plattform für biotechnologisch orientierte Unternehmen und Forschergruppen dar. Das Ziel ist, dass akademische und industrielle Forschung in einen Dialog treten und gemeinsame Forschungsinteressen abgleichen", sagt Prof. Dr. Frank Bordusa vom Institut für Biochemie und Biotechnologie der MLU. Die Tagung nimmt daher alle Facetten der Proteinforschung und -produktion in den Blick: So werden nicht nur neue Analysemethoden für Proteine vorgestellt. Auch die Entwicklung maßgeschneiderter Proteine mit Hilfe von Mikroorganismen oder Enzymen sowie der Einsatz von Proteinen bei der Behandlung von Tumorerkrankungen stehen auf dem Programm.

    Während der Tagung wird außerdem der Albrecht-Kossels-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker verliehen. Preisträger sind Persönlichkeiten, die exzellente Leistungen auf dem Gebiet der Biochemie geleistet haben. In diesem Jahr erhält den mit 7.500 Euro dotierten Forschungspreis Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger, die an der Universität Leipzig das Institut für Biochemie leitet.

    Die Halle-Konferenz geht auf eine Initiative des renommierten und 2009 verstorbenen Proteinforschers Prof. Dr. Rainer Rudolph zurück. Die Reihe thematisiert neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Proteine und hat sich vor allem zu einem international anerkannten Forum hinsichtlich Forschung und Anwendung rekombinanter Proteine entwickelt. Initiator dieser Veranstaltung ist ein Organisationskomitee, das aus Vertretern der akademischen Forschung, bekannter Pharma- und Biotechnologieunternehmen und der "Rainer Rudolph Stiftung" besteht.

    Die Proteinbiochemie gehört zu den Forschungsschwerpunkten der MLU. Die Forscherinnen und Forscher sind in zahlreichen Forschungsprojekten und -verbünden tätig. Künftig bündelt die Universität Halle ihre Expertise in diesem Bereich im Proteinzentrum "Charles Tanford", das in den letzten Jahren auf dem Weinberg Campus gebaut wurde. Der Bund und das Land Sachsen-Anhalt haben gemeinsam rund 40 Millionen Euro in den Forschungsneubau investiert. Derzeit sind 255 Beschäftige aus zwölf Arbeitsgruppen der Naturwissenschaftlichen Fakultäten I und II sowie der Medizinischen Fakultät dabei, ihre neuen Räume in dem modernen Neubau zu beziehen.

    Weitere Informationen zur Halle-Konferenz: www.biochemtech.uni-halle.de/halle_conference/

    6th Halle Conference on Recombinant Proteins
    Donnerstag, 8. März 2018 bis Freitag, 9. März 2018
    Deutschen Akademie der Naturforscher - Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
    Jägerberg 1
    06108 Halle (Saale)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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