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02.03.2018 10:38

Für mehr Open Access

Julia Wandt Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Konstanz

    Die Universität Konstanz setzt sich in zwei neuen Projekten für mehr freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen ein – Förderung durch das Bundesbildungsministerium

    Open Access (OA), der unbeschränkte und kostenlose Zugang zu wissenschaftlicher Information im Internet, hat viele Facetten. In den beiden neuen Projekten, die im Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz angesiedelt sind und die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden, geht es vor allem um die fachspezifische Förderung von Open Access.

    Das Projekt „Förderung des Umstiegs deutschsprachiger geisteswissenschaftlicher Zeitschriften in Kooperation mit der Open Library of Humanities (OHL-DE)“ zielt darauf ab, den Wechsel von geisteswissenschaftlichen Journalen auf ein Open-Access-Modell zu fördern. Die Open Library of Humanities (OLH) ist eine gemeinnützige und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Großbritannien gegründete Plattform für Open-Access-Zeitschriften im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Besondere ist das Finanzierungskonzept: Die Zeitschriften werden von einem Konsortium aus weltweit mehr als 230 Bibliotheken finanziert, darunter sind die US-amerikanischen Universitäten Harvard, Princeton, Yale sowie Konstanz. Für Autorinnen und Autoren sowie Leserinnen und Leser ist das Modell kostenlos. Das OLH-Modell ist ein innovativer, qualitativ hochwertiger und nachhaltiger Weg zu mehr Open Access.

    „Die Zahl von bislang 23 Zeitschriften, die über OLH finanziert werden, wollen wir deutlich erhöhen und insbesondere auch um deutsch- und mehrsprachige Zeitschriften erweitern“, sagt Dr. Anja Oberländer, die beide Projekte an der Universität Konstanz leitet. Dieses Ziel wird im Rahmen des Projekts durch einen Brückenfonds unterstützt, durch den der Wechsel von Zeitschriften auf ein Open-Access-Modell mitfinanziert werden kann. Zudem soll das Modell im deutschsprachigen Raum bekannter gemacht und die Zahl der deutschen Bibliotheken, die das Modell unterstützen, deutlich erhöht werden.

    Im Projekt „Fachspezifische OA-Workshops und Bereitstellung von OA-Materialien“ wird in der zweijährigen Förderung die Internet-Plattform open-access.net erweitert. Open-access.net ist die bekannteste und renommierteste Ressource für Informationen über Open Access im deutschsprachigen Internet und wurde von der Universität Konstanz in Zusammenarbeit unter anderem mit der Universität Göttingen, die auch im neuen Projekt die technische Betreuung übernimmt, erstellt. Seither wird die Plattform kontinuierlich erweitert. Die Kooperation der beiden Universitäten wird im neuen Projekt durch die Universität Kiel ergänzt.

    Ein wichtiges Ziel des Projektes ist, Forschende als Multiplikatoren für die Verbreitung von Open Access zu gewinnen. Für deren Motivierung wird an der Universität Kiel eine spezielle Gamification-Methode entwickelt. Das Konzept der Gamification beruht darauf, Spielelemente wie etwa Punkte, Bestenlisten und das Erreichen von Levels als Anreizsystem einzusetzen.

    Faktenübersicht:
    • Einzelprojekt: „Förderung des Umstiegs deutschsprachiger geisteswissenschaftlicher Zeitschriften in Kooperation mit der Open Library of Humanities (OHL-DE)“
    • Kooperationsprojekt: „Fachspezifische OA-Workshops und Bereitstellung von OA-Materialien“
    • Projektpartner: Universität Konstanz über ihr Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM, Verbundleitung); Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen); Christian-Albrecht-Universität zu Kiel (CAU)
    • Förderzeitraum: 2018 bis 2020
    • Ansprechpartnerin: Dr. Anja Oberländer, Universität Konstanz
    • Förderung durch das BMBF in Höhe von 600.000 Euro für beide Projekte.

    Kontakt:
    Universität Konstanz
    Kommunikation und Marketing
    Telefon: + 49 7531 88-3603
    E-Mail: kum@uni-konstanz.de

    - uni.kn


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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