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08.03.2018 11:09

Studie der Hochschule Fresenius untersucht Zukunftschancen der Schwarm-Mobilität

Melanie Hahn Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Fresenius

    In einer explorativen Studie der Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft & Medien in Köln, wurden die ökonomischen, ökologischen und sozialen Potentiale und Hemmnisse des Konzepts der Schwarm-Mobilität untersucht. Hierfür hat Christian Barbuia im Rahmen seiner Masterarbeit im Studiengang „Sustainable Marketing & Leadership“ (M.A.) qualitative Experteninterviews durchgeführt. Das Ergebnis: Es müssen vor allem noch aufseiten der Energiepolitik bestehende Hürden abgebaut werden.

    Verstopfte Straßen, Staus und hohe Feinstaubbelastungen: Das derzeitige Mobilitätsmodell stößt an seine Grenzen. Eine Verkehrswende ist daher dringend erforderlich. Dabei dominieren viele verschiedene Schlagwörter wie Dieselfahrverbot, Carsharing, autonomes Fahren oder Elektromobilität die Debatte. Doch wie soll sie aussehen, die Mobilität der Zukunft? Die Schwarm-Mobilität als elektrisch angetriebene, umweltschonende, intelligent gesteuerte und gerecht geteilte Form der Mobilität zeichnet sich zunehmend als mögliches Mobilitätssystem der Zukunft ab. Konkret könnte es so ablaufen: Wer beispielsweise zur Arbeit fahren möchte, bestellt einfach über sein Smartphone ein autonom fahrendes Elektroauto, das ihn zu Hause abholt und am gewünschten Zielort absetzt. Das Auto würde anschließend selbständig zum nächsten Kunden weiterfahren. Dadurch gäbe es weniger Verkehr, weniger Lärm, weniger Abgase, mehr Raum und Mobilität für alle – so zumindest die Vision.

    Welche Potentiale eine Schwarm-Mobilität hat, welche Hindernisse es gibt und wie die Chancen stehen, dass dieses Konzept in Zukunft umgesetzt wird, diesen Fragen ist Christian Barbuia in seiner Untersuchung nachgegangen. Dazu hat er insgesamt neun Interviews mit Experten durchgeführt. Dabei wurde die Schwarm-Mobilität sowohl in theoretischer als auch empirischer Hinsicht mit Blick auf ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen beleuchtet.

    Das Ergebnis: Die Potentiale einer Schwarmmobilität zeigen sich gegenwärtig überwiegend auf ökonomischer und sozialer Ebene. Aus den Aussagen lässt sich ableiten, dass Schwarm-Mobilität voraussichtlich zu einer besseren Kosten-Nutzen-Effizienz führen wird. Das bedeutet: Die Anschaffungs- und Unterhaltskosten für ein Auto würden entfallen, das Buchen von autonomen Fahrzeugen wäre deutlich günstiger. Diese Kostensenkung würde wiederum dazu führen, dass sich mehr Menschen Mobilität leisten könnten. Hemmnisse hingegen gibt es auf der ökologischen Ebene: Solange der Strom, mit dem Elektroautos betrieben werden, nicht aus regenerativen Quellen stammt, ist eine niedrigere Umweltbelastung nicht garantiert.

    „Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass es für die Umsetzung der Schwarm-Mobilität sowohl politisch als auch wirtschaftlich dringenden Handlungsbedarf gibt. Das Forschungsgebiet ist noch sehr jung. Daher ist es uns wichtig, dass unsere Studierenden über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema einen gesellschaftlichen Beitrag für die Mobilitätskonzepte der Zukunft leisten können,“ so Prof. Dr. Lutz Becker, Studiendekan des Masterstudiengangs „Sustainable Marketing & Leadership“.


    Weitere Informationen:

    http://www.hs-fresenius.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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