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13.03.2018 09:34

Dürren und ihre Auswirkungen

Romas Bielke Öffentlichkeitsarbeit
Georg-August-Universität Göttingen

    Wie entstehen Dürren und wie wirken sich solche Perioden auf die Wasserressourcen, die Produktivität im Pflanzenbau, den Handel mit Nahrungsmitteln und den Bedarf an internationaler Hilfe aus? In dem neuen Verbundprojekt „GlobeDrought“, das an der Universität Göttingen koordiniert wird, wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Dürre-Ereignisse und ihre Risiken weltweit untersuchen. Ziel ist es, mit den gewonnenen Erkenntnissen ein Informationssystem aufzubauen. Dafür soll auch ein Frühwarnsystem experimentell entwickelt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit rund 2,1 Millionen Euro für die Dauer von drei Jahren.

    Nr. 58/2018

    Dürren und ihre Auswirkungen
    BMBF fördert Forschungsverbundprojekt „GlobeDrought“ mit rund 2,1 Millionen Euro

    (pug) Wie entstehen Dürren und wie wirken sich solche Perioden auf die Wasserressourcen, die Produktivität im Pflanzenbau, den Handel mit Nahrungsmitteln und den Bedarf an internationaler Hilfe aus? In dem neuen Verbundprojekt „GlobeDrought“, das an der Universität Göttingen koordiniert wird, wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Dürre-Ereignisse und ihre Risiken weltweit untersuchen. Ziel ist es, mit den gewonnenen Erkenntnissen ein Informationssystem aufzubauen. Dafür soll auch ein Frühwarnsystem experimentell entwickelt werden, das die Beobachtung des Dürrezustands in Echtzeit sowie eine Prognose der Entwicklung der kommenden zwölf Monate ermöglicht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit rund 2,1 Millionen Euro für die Dauer von drei Jahren.

    Die Forscherinnen und Forscher verarbeiten umfangreiche sozioökonomische Informationen und Daten aus der Fernerkundung. Diese kombinieren sie mit Rechenergebnissen aus hydrologischen Modellen und Pflanzenwachstumsmodellen. Die Analyse erfolgt sowohl auf globaler Skala als auch für ausgewählte Regionen, zum Beispiel für die stark von Dürren betroffene Region Südliches Afrika. Die Arbeitsgruppe Pflanzenbau am Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Siebert trägt mit der Pflanzenwachstums- und Ertragsmodellierung zum Verbundprojekt teil. Hier ist auch die Projektkoordination angesiedelt.

    An dem Projekt sind die Universitäten Göttingen, Bonn und Frankfurt sowie die Universität der Vereinten Nationen in Bonn, die Welthungerhilfe und die Remote Sensing Solutions GmbH beteiligt. „Die Entwicklung des Informationssystems mit diesen Partnern soll die spätere Umsetzung in den jeweiligen Institutionen vor Ort erleichtern“, erklärt Siebert. „Indem wir die Faktoren, die Dürrerisiken reduzieren, besser verstehen lernen, wollen wir auch einen Beitrag leisten, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Dabei haben wir speziell das Ziel ,Verbesserte Verfügbarkeit und nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen‘ im Blick.“

    Das Verbundprojekt „GlobeDrought“ ist Teil der Fördermaßnahme „GROW – Globale Ressource Wasser" im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Weitere Informationen zum Verbundprojekt sind zu finden unter https://bmbf-grow.de/de/verbundprojekte/globedrought und http://grow-globedrought.net

    Kontakt:
    Prof. Dr. Stefan Siebert
    Georg-August-Universität Göttingen
    Department für Nutzpflanzenwissenschaften – Abteilung Pflanzenbau
    Von-Siebold-Straße 8, 37075 Göttingen
    Telefon (0551) 39-24359
    E-Mail: stefan.siebert@uni-goettingen.de
    Internet: www.uni-goettingen.de/pflanzenbau


    Weitere Informationen:

    https://bmbf-grow.de/de/verbundprojekte/globedrought
    http://grow-globedrought.net
    http://www.uni-goettingen.de/pflanzenbau


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Bewässerung schützt Pflanzen und Landwirte vor meteorologischen Dürren und ist daher in Trockenregionen verbreitet.


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