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19.03.2018 15:50

Programmierwelten für Kinder und Jugendliche – Fünf »Open Roberta Coding Hubs« eröffnen in Berlin

Elena Zay Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

    Digitale Bildung auch außerhalb der Schule erleben – die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat mit dem Fraunhofer IAIS und der Google Zukunftswerkstatt die ersten fünf außerschulischen »Open Roberta Coding Hubs« in Berlin eröffnet. Anschließend an das im Vorjahr erfolgreich gestartete Leitprojekt »Calliope – Open Roberta« stellte Bildungssenatorin Sandra Scheeres im Coding Hub »Life e.V.« die nächsten Schritte der gemeinsamen Initiative im Rahmen des eEducation Berlin Masterplans vor. Neben den Coding Hubs wird es eine Fortsetzung der Schulungs-Initiative für Grundschulen geben, die 2017 gemeinsam mit der Calliope gGmbH initiiert wurde.

    Ob in Bibliotheken, Universitäten oder in Jugendeinrichtungen: Open Roberta Coding Hubs bieten dem Nachwuchs ab sofort die Möglichkeit, an außerschulischen Lernorten echte Roboter und Mikrocontroller auf der gleichnamigen Fraunhofer-Programmierplattform »Open Roberta Lab« zum Leben zu erwecken. Einzeln oder in Gruppen, selbstständig oder in Workshops – Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und Coding-Interessierte können vor Ort z. B. den EV3-Roboter von LEGO Mindstorms oder den Mikrocontroller Calliope mini sowie künftig weitere Robotik-Systeme spielerisch programmieren und so »hands-on« die digitale Welt begreifen. Bildungssenatorin und Schirmherrin des Projekts Sandra Scheeres: »Ich freue mich, dass sich das Leitprojekt ‚Calliope – Open Roberta‘ in Berlin so positiv entwickelt und wir mit der Eröffnung der neuen Coding Hubs in den kommenden Jahren weiteren 5.000 Berliner Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Coding-Workshops ermöglichen können.«

    Insgesamt 30 Einrichtungen stattet das Fraunhofer IAIS mit Unterstützung der Google Zukunftswerkstatt bis 2020 bundesweit mit Laptops und programmierbaren Robotik-Systemen aus. Zudem schult das Fraunhofer IAIS das Personal des jeweiligen Coding Hubs, welches vor Ort Workshops anbietet. In Berlin eröffnen jetzt die ersten Open Roberta Coding Hubs an der Freien Universität Berlin, in der Stadtbibliothek Pankow, im Medienzentrum Pankow sowie in der Junge Tüftler gGmbH und im Life e.V. Jede Einrichtung hat die Möglichkeit, einen individuellen Schwerpunkt zu setzen. So spezialisiert sich der Coding Hub an der FU Berlin u. a. auf die didaktische Einbindung des Programmierens mit Open Roberta im Deutsch- und Sachunterricht, während Life e.V. das Programmieren als Teil der Berufsorientierung im MINT-Bereich für Mädchen und junge Frauen fördert.

    Erfolgreiches Grundschulprojekt »Calliope und Open Roberta« wird verlängert

    Die Eröffnung der fünf Open Roberta Coding Hubs in Berlin ist der nächste Schritt des Leitprojekts im Rahmen des eEducation Berlin Masterplans, das die Senatsverwaltung mit dem Fraunhofer IAIS, der Calliope gGmbH und der Google Zukunftswerkstatt bereits im Mai 2017 gestartet hat. Im Zuge des Grundschul-Projekts »Calliope – Open Roberta« hat das Fraunhofer IAIS 2017 mehr als 100 Berliner Lehrkräfte erfolgreich zu »Roberta-Teachern« ausgebildet. Die zertifizierten Roberta-Teacher bringen ihren Schülerinnen und Schülern mithilfe des Calliope mini und des Open Roberta Labs ab der Grundschule die Grundlagen des Programmierens bei.

    Die begleitende Projektevaluation hat ergeben, dass 98 % der Lehrkräfte die Schulung gut bis sehr gut bewertet haben. Aufgrund der hohen Nachfrage geht die gemeinsame Initiative in die Verlängerung: Das Fraunhofer IAIS schult bis 2019 100 weitere Lehrkräfte. Wie bereits 2017 erhalten die geschulten Lehrerinnen und Lehrer zudem je einen Klassensatz Mikrocontroller Calliope mini.

    Die Open-Source-Programmierplattform Open Roberta Lab wird seit 2014 als Teil der Initiative »Roberta – Lernen mit Robotern« am Fraunhofer IAIS entwickelt. »Unser Ziel ist es, technische und fachliche Hürden sowohl für Lehrkräfte als auch für den Nachwuchs abzubauen«, sagt Thorsten Leimbach, Leiter der Roberta-Initiative. »Das Open Roberta Lab ist zurzeit in 14 Sprachen verfügbar und unterstützt viele unterschiedliche Roboter-Systeme. Die integrierte Simulation ermöglicht das Programmieren ohne eigenen Roboter. Mit den Open Roberta Coding Hubs bietet sich ab sofort jedem Interessierten die Möglichkeit, auch ohne eigene Hardware ‚hands-on‘ Roboter zu programmieren und einen sowohl spielerischen als auch praxisnahen Einstieg in die Welt der Robotik zu erfahren.«

    Sabine Frank, Google Germany GmbH:
    »Damit sie die Chancen, welche die digitale Welt ihnen bietet, begreifen und für sich nutzen können, benötigen Kinder und Jugendliche Zugang zu den richtigen Technologien. Nachdem 2017 der Startschuss in Berlin fiel, haben bereits zahlreiche Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern den Einstieg ins Coden gefunden. Ich freue mich, dass wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit jetzt weiterführen können. Gemeinsam unterstützen wir Mädchen und Jungen dabei, heute den kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu erlernen und morgen die digitale Welt mitzugestalten.«

    Klaus Buß, Calliope gGmbH:
    »Der Calliope mini beweist, dass das Programmieren Spaß macht und jeder es lernen kann. Lehrkräfte vermitteln Kindern bereits ab der Grundschule spielerisch Basiskenntnisse aus den Bereichen Technik und Informatik. So machen auch die Jüngsten in Kürze erste Programmierschritte und erlangen spielerisch digitale Kompetenzen.«


    Weitere Informationen:

    http://www.roberta-home.de/initiative/roberta-netzwerk/open-roberta-coding-hubs/ Mehr Informationen


    Anhang
    attachment icon Presseinformation

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, jedermann
    Informationstechnik, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Kooperationen, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


    Bildungssenatorin Sandra Scheeres eröffnete den Open Roberta Coding Hub Life e.V. als einen von insgesamt fünf neuen Coding Hubs in Berlin.


    Zum Download

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    Bildungssenatorin Sandra Scheeres (vorne) mit (v.l.) Sabine Frank, Google Germany GmbH, Klaus Buß, Calliope gGmbH und Thorsten Leimbach, Fraunhofer IAIS.


    Zum Download

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