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09.04.2018 09:14

Innovationsstandort Berlin mit Rekordausgaben für Forschung und Entwicklung

Frauke Nippel Geschäftsstelle Vorstand
Technologiestiftung Berlin

    2,5 Milliarden Euro haben Berliner Unternehmen 2016 für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das ist eine Steigerung von 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit Innovationen wurde ein Umsatz von 10,6 Milliarden Euro erzielt. Diese Zahlen sind der aktuellen Innovationserhebung der Technologiestiftung Berlin entnommen, die jetzt vorliegt. Sie zeigen, dass Berlin auch in wirtschaftlich guten Zeiten in die Zukunft investiert.

    Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin: „Erstmals seit 2011 ist die Zahl der Innovatoren in Berlin wieder gestiegen – um 5 Prozent. Jedes fünfte Unternehmen fokussiert sich sogar auf die Einführung von gänzlich neuen Produkten und Dienstleistungen. Diese Bereitschaft, disruptiv zu denken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, halte ich für zukunftsweisend. Sie muss noch weiter wachsen, denn die Digitalisierung wird die Wirtschaft in den nächsten Jahren weiter verändern.“

    Jedes zweite Berliner Unternehmen hat zwischen 2014 und 2016 eine Innovation eingeführt. Damit liegt Berlin über dem Bundesdurchschnitt. Wieder erweisen sich die kleinen und mittleren Unternehmen der Stadt als besonders innovativ: 25,9 Prozent gaben an, Innovationsausgaben zu tätigen. Im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil bei lediglich 14,5 Prozent.

    Auch eine andere Berliner Besonderheit setzt sich fort: Wie bereits in den Vorjahren ist die Berliner Elektroindustrie, der auch die Messtechnik und Optik zugerechnet werden, überdurchschnittlich innovativ. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen dieser Branchen geben Innovationsausgaben an, bundesweit sind es lediglich 68 Prozent. Daneben sind der Bereich Chemie/Kunststoff/Pharma, der Maschinen- und Fahrzeugbau, die Medien- und die IKT-Branche in Berlin besonders engagiert. Mit Ausgaben von fast 900 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung führt die Pharmaindustrie die Liste an, was auf die hohen Kosten der Branche zurückzuführen ist.

    In Berlin wird außerdem besonders stark kooperiert, um Innovationen zu entwickeln. Vor allem Hochschulen und staatlichen Forschungseinrichtungen sowie Kunden sind in Berlin deutlich häufiger Kooperationspartner für Innovationsaktivitäten als im übrigen Bundesgebiet.

    Weniger groß sind die Unterschiede zwischen den Berliner Unternehmen und dem gesamten Bundesgebiet, wenn es um Innovationshemmnisse geht. Mittlerweile geben neben Kostengründen, mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten oder einem zu starken Wettbewerb 17 Prozent aller Unternehmen in Berlin und bundesweit einen Mangel an geeignetem Fachpersonal als Grund an, auf Innovationsaktivitäten zu verzichten.

    In die Innovationserhebung flossen die Antworten von 1.812 Unternehmen ein. Hierfür wurde eine Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, die jährlich durchgeführt wird, im Auftrag der Technologiestiftung Berlin so aufgestockt, dass branchenspezifische Aussagen möglich sind und nach Unternehmensgrößen differenziert werden kann.

    Die Innovationserhebung, die von der Investitionsbank Berlin aus Mitteln des Landes gefördert wurde, steht im Internet kostenfrei zum Download zur Verfügung.


    Weitere Informationen:

    http://www.technologiestiftung-berlin.de/innovationserhebung2017


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


    Innovationserhebung 2017 dokumentiert Rekordausgaben für F&E und besondere Kooperationsfreudigkeit der Unternehmen.


    Zum Download

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