idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
09.04.2018 11:32

Zukunftskonferenz „Die Arbeit der Zivilgesellschaft“ in der Klimt-Villa in Wien

Rainer Böhme Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zeppelin Universität

    Friedrichshafen/Wien. Das Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) an der Zeppelin Universität (ZU) und die gemeinnützige Stiftung „Societas Futura“ veranstalten gemeinsam mit dem renommierten Verlag „Velbrück-Wissenschaft“ am 26. und 27. April erstmals eine hochkarätig und international besetzte Zukunftskonferenz in der Klimt-Villa in Wien, die bis 2022 jährlich stattfinden wird. Der Auftakt dieser Konferenzreihe beschäftigt sich in Gesprächsrunden und in drei Themensektionen mit der zukünftigen Bedeutung von bürgergesellschaftlichem Engagement in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft und steht unter dem Thema „Die Arbeit der Zivilgesellschaft“.

    Die gemeinnützige Stiftung „Societas Futura. Gesellschaft gestalten“ ist ein rein zivilgesellschaftliches und unabhängiges Projekt, das sich um den Wissenstransfer von aktuellen Forschungsthemen in die Stakeholderpraxis bemüht. Im Fokus steht, gerade angesichts der politischen Großwetterlage, die Entwicklung von Zivilgesellschaft in Österreich – jenseits von Großinstitutionen des Ehrenamts, von Parteien und Kirchen. Es handelt sich dabei nicht um Protestkultur, sondern vielmehr um ein Nachdenken über die Zukunft des Miteinanders von Staat, Markt und Gesellschaft.

    Bürgerschaftliche Eigeninitiative, aber auch der Beitrag des Unternehmertums zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen wie Arbeit, Bildung oder Migration trägt zur Entstehung von sozialen Innovationen bei, denen wir auch in Österreich in Zukunft stärker bedürfen. Das Symposium „Die Arbeit der Zivilgesellschaft“ zielt auf die Anerkennung der Zivilgesellschaft als produktiver Sektor der Gesellschaft (z. B. neue Formen der Freiwilligenarbeit, Social Entrepreneurship, Strategische Philanthropie).
    „Wir erleben in unserer Gesellschaft Fürsorgekonflikte, die nur über eine gemeinsame Anstrengung von Akteuren des Staates, der Wirtschaft und der Gesellschaft gelöst werden können. Mit der Veranstaltung möchten wir für neue Formen gesellschaftlicher Arbeitsteilung und Zusammenarbeit werben“, erklärt Dr. Ramona Maria Kordesch, Vorsitzende von „Societas Futura“, den Hintergrund der Tagung. Und Prof. Dr. Josef Wieland, Vizepräsident Forschung der ZU und Direktor des LEIZ, ergänzt: „Zivilgesellschaft ist eine kreative und produktive Kraft der Gesellschaft, ein ureuropäischer Beitrag für einen gestalterischen Umgang mit einer globalen Welt.“

    Programmvorschau:

    26. April 2018 – ab 19 Uhr – Salongespräche
    Über aktuelle Dynamiken, mögliche Entwicklungen und die Zukunft der Zivilgesellschaft diskutieren mit Christoph Riedl-Daser unter anderem:
    Dr. Dr. Michael Landau (Präsident Caritas Österreich)
    NRabg. Beate Meindl-Reisinger (Vorsitzende NEOs, Wien)
    Dr. Helmut Krätzl (Weihbischof von Wien)
    Prof. Dr. Josef Wieland (LEIZ, ZU Friedrichshafen)
    Philippe Narval (Forum Alpbach)
    Emil Diaconu (Social City Wien)

    Passend zu zivilgesellschaftlichen Themen und Fragestellungen zeigt die Stiftung während beider Veranstaltungstage ausgewählte Werke der österreichischen Kunstschaffenden der Wiener Moderne, Maximilian und Henriette Florian, kuratiert von Hon.-Prof. Werner Lexen.

    27. April 2018 – ab 9:30 Uhr: Zukunftskonferenz: „Die Arbeit der Zivilgesellschaft“
    Der Konferenztag ist in drei Sektionen aufgeteilt und endet mit einem Conference Dinner (ca. 20 Uhr). Die Dinner-Speech zum Conference-Dinner hält Dr. Heide Schmidt

    Sektion 1 beschäftigt sich mit dem Thema: „Politiken der Zivilgesellschaft“
    Die strategische Kooperation mit Akteuren der Zivilgesellschaft ist mit der Agenda 2020 der Vereinten Nationen ein dringendes Anliegen der Staatengemeinschaft. Die Vorträge in Sektion 1 klären, wie sich Politiken der Zivilgesellschaft wissenschaftlich nachvollziehen lassen und wie sich Zivilgesellschaft in Europa, aber auch global, etwa im Kontext von Zukunftsmärkten wie China, entwickelt.
    Dazu sind geladen: Rupert Graf Strachwitz (Stiftung Maecenata, Berlin), Dr. Ulla Pape (Universität Bremen), Prof. Dr. Thomas Heberer (Universität Duisburg-Essen)
    Die Paneldiskussion leitet Barbara Blaha (GF Momentum, Verein für kritische Wissenschaft und Politik)

    Sektion 2 befasst sich mit dem Thema „Wirtschaft und Zivilgesellschaft“
    Unterschiedliche Ansätze der Wirtschafts- und Unternehmensethik, aber auch der Führungsforschung fokussieren Kooperationsstrategien zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Im Fokus der Vorträge stehen wesentliche Aspekte von Shared-Value-Creation als moderne Managementphilosophie und relationaler Führung von Organisationen, die die Kontextbedingungen von Zivilgesellschaft achten.
    Dazu sind geladen: Prof. Dr. Josef Wieland (LEIZ, ZU Friedrichshafen), Dr. Wolfgang Spiess-Knafl (Universität Witten-Herdecke), Dr. Ali Aslan Gümüsay (Universität Hamburg)
    Die Paneldiskussion leitet Judith Pühringer (GF ArbeitPlus)

    Sektion 3 behandelt das Thema „Prägekräfte der Zivilgesellschaft“
    Während sich sozialstaatliche Grundprinzipien der Solidarität und Subsidiarität auch für die Beschreibung der Logik von Zivilgesellschaft eigenen, prägen kulturelle und religiöse Funktionssysteme seit jeher Dynamik und Wirkung zivilgesellschaftlicher Interaktion. Die Vorträge klären, in welcher Weise die Kultur des Christentums, auch in Auseinandersetzung mit anderen Religionen und Weltanschauungen, die Arbeit der Zivilgesellschaft geprägt hat und fortwährend prägt.
    Dazu sind geladen: Prof. Dr. Nobert Bolz (Technische Universität Berlin), Dr. Raban D. Fuhrmann (Weltethos Institut, Tübingen), Prof. Dr. Michael N. Ebertz (Katholische Hochschule Freiburg)

    Die Endnote zur Konferenz hält Prof. Dr. Martin Rhonheimer (Universität Santa Croce, Rom)

    In Kooperation mit dem renommierten Verlag „Velbrück-Wissenschaft“ erscheint im Herbst 2018 ein Herausgeberband mit dem Titel „Die Arbeit der Zivilgesellschaft“ zur Konferenz, der die Vorträge dokumentiert und die Bilder der Sammlung Florian zeigt.


    Weitere Informationen:

    https://www.societasfutura.org/event/zukunftskonferenz/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Politik, Religion, Wirtschaft
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).