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10.04.2018 10:51

Holztechnik + Musik = Holzsaxophon

Annika Bischof M.A. Hochschulkommunikation
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

    Theresa Jensch studiert an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) Holzingenieurwesen und baut ein Tenorsaxophon aus Holz. Einen ersten Prototyp brachte sie bereits zum Klingen – jetzt steht die Integration der Mechanik* an, wofür sie Unterstützung sucht.

    Wie verbindet man musikalisches Interesse mit einem Studium des Holzingenieurwesens? Für Theresa Jensch liegt das ganz klar auf der Hand: Sie baut ein Saxophon aus Holz. In ihrem Forschungsprojekt an der HNEE am Fachbereich Holzingenieurwesen möchte sie ergründen, wie das Instrument physikalisch funktioniert und sich dieses Wissen beim Bau einer Holzvariante erschließen. Zwei hölzerne Prototypen hat sie bereits gefertigt und auf einem von ihnen kann sie zwei Töne im Abstand einer Oktave erzeugen. „Die Töne klingen weicher als bei der Metallvariante“, beobachtet die HNEE-Studentin, die selbst Tenorsaxophon spielt. Im nächsten Schritt will sie nun die Mechanik integrieren, womit das Fräsen von passenden Löchern verbunden ist. „Mein Ziel ist es, das Holzsaxophon so zu fertigen, dass die Intonation der ursprünglichen Bauweise aus Metall entspricht und das Instrument im selben Maße wie das Original musikalisch einsetzbar ist. Es soll im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten harmonieren“, fügt sie hinzu.

    Auf dem deutschen Markt gibt es derzeit noch kein Holztenorsaxophon, das diesem Qualitätsanspruch entspricht. Bekannt sind der HNEE-Studentin hingegen Holzaltsaxophone, die ohne Klappen spielbar sind. „Im außereuropäischen Raum werden die meisten Holzsaxophone aus Tropenhölzern gefertigt“, sagt Theresa Jensch, die für ihre Prototypen bisher Nadelholz verwendet. Wenn der erste spielbare Prototyp steht, sollen einheimische Hölzer mit einer möglichst hohen Dichte wie z.B. Obstgehölze ver-wendet werden.
    Aktuell ist die angehende Holztechnikerin an der Zusammenarbeit mit erfahrenen Instrumentenbauer*innen interessiert, die Lust haben, sie bei ihrem Projekt zu unterstützen. Nach der Fertigung der Löcher, die im Sommer realisiert werden soll, sucht sie jemanden, der*die ihr beim Anbau der Mechanik behilflich ist.


    Anhang
    attachment icon Vollständige Pressemitteilung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Bauwesen / Architektur, Kunst / Design, Musik / Theater, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte, Studium und Lehre
    Deutsch


    Theresa Jensch mit den beiden Prototypen der Holztenorsaxophone


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