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11.04.2018 11:22

Erforschung optischer Eigenschaften von Polymerfasern

Torsten Büttner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Telekom Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), University of Applied Sciences

    Seit mehreren Jahren forscht Prof. Dr.-Ing. Christian-Alexander Bunge an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) gemeinsam mit Partnern an optischen Fasern, deren Beeinflussung und Veränderung zum optimierten Einsatz in der Kommunikations- und Automobilbranche.
    In einem aktuellen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Forschungsprojekt wird die Kontrolle der optischen Eigenschaften von Polymeren detaillierter untersucht.

    Prof. Bunge hat im Rahmen einer langjährigen Forschungskooperation mit dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen und mehreren industriellen Partnern Technologien entwickelt, mit denen Polymerfasern in neuartigen, deutlich einfacheren und ökologischeren Prozessen gefertigt werden können.
    Normalerweise erhalten diese Fasern ihre speziellen optischen Eigenschaften durch Hinzufügen von speziellen chemischen Komponenten, sog. Dotierstoffen, die oft teuer, gefährlich in der Handhabung und ökologisch bedenklich sind. In den entwickelten Fertigungsprozessen werden die optischen Eigenschaften ausschließlich durch spezielle Temperaturbehandlung erreicht.
    Im Fokus seiner Forschung stehen die unterschiedlichen Veränderungen verschiedener Eigenschaften der Polymerfaser beim Abkühlprozess. Es soll weiterhin betrachtet werden, wie durch Heiz- oder Kühlzyklen sowie durch zusätzliche Bestrahlung mit UV-Licht die Vernetzung der Polymerketten sowie deren räumliche Anordnung kontrolliert und gesteuert werden kann. Damit ließen sich dann u.a. die optische Dichte, die Brechzahl, des Polymers lokal ändern, was neben der Herstellung von Fasern auch planare optische Strukturen durch einfaches Einschreiben in ein bestehendes oder aufzubringendes Material ermöglichen würde. Diese optischen Strukturen könnten Licht leiten zur Kommunikation, aber auch als optische Sensoren dienen oder einfach Licht zu den Seiten abgeben und als spezielle Lichtquelle dienen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen vom Automobilsektor über klassische Elektronik bis hin in die Möbelfertigung.
    Die Forscher erhoffen sich von diesem Vorhaben weiter Erkenntnisse, um die industrielle Nutzung von Polymerfasern stärker vorantreiben zu können.
    Die HfTL ist eine durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) anerkannte private Hochschule in Trägerschaft der HfTL- Trägergesellschaft mbH, eine hundertprozentige Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
    Die HfTL steht für Lehre und Forschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien und ist die einzige deutsche Hochschule mit diesem Spezialprofil. Aktuell sind rund 1.440 Studierende in den direkten, dualen und berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen immatrikuliert.


    Weitere Informationen:

    http://www.hft-leipzig.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Prof. Dr.-Ing. Christian-Alexander Bunge


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    Forschung an Polymerfasern in der HfTL


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