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11.04.2018 14:56

Experten rufen zu mehr Mut im Umgang mit dem demografischen Wandel auf

Ulrike Schwarzberg Corporate Communications and Marketing
European School of Management and Technology (ESMT)

    - 200 Fachleute diskutieren beim 7. Berliner Demografie Forum

    Rund 200 nationale und internationale Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beschäftigten sich gestern und heute in Berlin beim 7. Berliner Demografie Forum (BDF) mit der wachsenden Binnenwanderung innerhalb Deutschlands und Europas sowie der zunehmenden Migration.

    Über aktuelle Herausforderungen angesichts demografischer Veränderungsprozesse diskutierten Franz Müntefering, ehemaliger Bundesminister für Arbeit und Soziales und Prof. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institutes.

    „Europa braucht ein identitätsstiftendendes Projekt, ein Projekt, an das die Menschen ihr Herz hängen können“, sagt Franz Müntefering, der auch Vorsitzender des BDF-Beirats ist. „Dies könnte zum Beispiel ein gemeinsamer europäischer Arbeitsmarkt sein, der Menschen über die Grenzen der Nationalstaaten hinaus aufnimmt. Da empfehle ich mehr Mut“, betont Müntefering.

    „Mit den Erfahrungen der Vergangenheit werden wir die Probleme der Zukunft nicht lösen können“, erläutert Prof. Bert Rürup. „Digitalisierung wird die Art der Arbeit verändern. Die lokale Bindung von Arbeit und abhängige Beschäftigung wird zurückgehen. Dies muss aber nicht zwingend zu abnehmender Erwerbsarbeit führen.“

    In seiner Begrüßung sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie, dass die zunehmenden Migrationsbewegungen weltweit weitreichende Auswirkungen hätten. Beispielsweise werde Deutschland nicht so schnell älter wie seit Längerem angenommen. „Nur durch starke, verlässliche Kooperationen werden wir diese Herausforderungen erfolgreich meistern und demografisch relevante Aspekte der Daseinsvorsorge und der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse sichern können“, betont der Diakonie-Chef.

    Prof. Jörg Rocholl, Präsident der ESMT Berlin, erinnerte daran, dass Trends wie die Digitalisierung, Nano- und Biotechnologie und der demografische Wandel eine Neujustierung der Bildungspolitik erfordern. „Berufsbilder und Aufgaben wandeln sich mit zunehmender Geschwindigkeit, sodass lebenslanges Lernen kein Luxus, sondern pure Notwendigkeit ist“, erklärt er. „Lebensbegleitende Bildungsangebote müssen kreative und soziale Fertigkeiten, digitales Verständnis und abstraktes Denken fördern.“

    Pressekontakt
    Ulrike Schwarzberg, +49 (0)30 21231-1066, ulrike.schwarzberg@esmt.org
    Martha Ihlbrock, +49 (0)30 21231-1043, martha.ihlbrock@esmt.org

    Über das Berliner Demografie Forum
    Das BDF versteht sich als überparteiliche Plattform der Diskussion und des gegenseitigen Austauschs, mit dem Ziel, Lösungsansätze für die Herausforderungen des demografischen Wandels zu identifizieren. Das Forum führt internationale Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam Lösungsansätze zu diskutieren und zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Hiermit soll auch die Bedeutung demografischer Einflussfaktoren in einer breiteren Öffentlichkeit verankert werden. Seit der Auftaktveranstaltung im Januar 2012 findet das Forum einmal jährlich statt. Gründungsinitiatoren waren das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie die Allianz. Ausrichter der Konferenzreihe sind die Diakonie Deutschland, die Allianz Deutschland AG und die ESMT Berlin. Das BDF wird 2018 vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dem BMFSFJ und dem Bundesministerium des Innern (BMI) unterstützt. Außerdem gehören die Bertelsmann Stiftung, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, Population Europe, das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und die Deutsche Gesellschaft für Demographie (DGD), World Health Summit, F/L Think Tank und der Ecclesia-Versicherungsdienst zu den Partnern des BDF. http://www.berlinerdemografieforum.org

    Über die ESMT Berlin
    Die ESMT Berlin ist eine internationale, forschungsorientierte Wirtschaftshochschule (Business School), die von 25 führenden globalen Unternehmen und Verbänden gegründet wurde. Sie bietet englischsprachige Vollzeit- und berufsbegleitende Executive MBA-Studiengänge, einen Master in Management-Studiengang sowie Managementweiterbildung auf Englisch und Deutsch an. Die ESMT konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: Leadership, Innovation und Analytics. Die Professoren der ESMT veröffentlichen in führenden wissenschaftlichen Zeitschriften. Zusätzlich stellt unsere Hochschule eine interdisziplinäre Plattform für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dar. Der Hauptsitz befindet sich in Berlin, ein zweiter Standort ist Schloss Gracht bei Köln. Die ESMT ist eine staatlich anerkannte, private wissenschaftliche Hochschule mit Promotionsrecht und ist von AACSB, AMBA, EQUIS und FIBAA akkreditiert. http://www.esmt.org


    Weitere Informationen:

    https://press.esmt.org/de/BDF - Link zur Pressemitteilung
    https://www.esmt.org/ - Mehr Informationen zur ESMT Berlin
    http://www.berlinerdemografieforum.org - Mehr Informationen zum Berliner Demografie Forum


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft, Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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