40 Millionen Euro für interdisziplinären Forschungsbau der Universität Regensburg

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27.04.2018 13:24

40 Millionen Euro für interdisziplinären Forschungsbau der Universität Regensburg

Christina Glaser Referat II/2, Kommunikation
Universität Regensburg

    Wissenschaftsrat verabschiedet Förderung für das Regensburg Center for Ultrafast Nanoscopy (RUN) zur Beobachtung des Nanokosmos in Superzeitlupe

    Nach der im März erfolgten positiven Begutachtung durch den Ausschuss des Wissenschaftsrates hat der Wissenschaftsrat heute die exzellente Förderempfehlung für das Forschungsbauprojekt Regensburg Center for Ultrafast Nanoscopy (RUN) an der Universität Regensburg verabschiedet. Damit wird die Universität Regensburg – vorbehaltlich der endgültigen Aufnahme in die Förderung durch die gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) am 29. Juni 2018 – mit insgesamt 40 Millionen Euro gefördert. Das neue interdisziplinäre Zentrum für höchstauflösende und ultraschnelle Mikroskopie soll auf dem südlichen Campus am Schnittpunkt der Fakultäten Physik, Biologie/Vorklinische Medizin und Chemie/Pharmazie entstehen und im Jahr 2023 fertiggestellt werden. „Mit dem RUN ist der Universität Regensburg der erste Forschungsbau überhaupt vom Wissenschaftsrat genehmigt worden. Dieser großartige Erfolg demonstriert die internationale Spitzenposition unserer Wissenschaftler in diesem hochinnovativen Forschungsfeld und unterstreicht höchst eindrucksvoll die Bedeutung interdisziplinärer Forschungskooperationen und Infrastrukturen“, so der Regensburger Universitätspräsident Prof. Dr. Udo Hebel.

    Der Wissenschaftsrat würdigte in seiner Förderempfehlung insbesondere den innovativen fachübergreifenden Ansatz des neuen Kompetenzzentrums: Moderne Lebens- und Naturwissenschaften sowie Nano- und Biotechnologien sind auf ein detailliertes Verständnis des Nanokosmos angewiesen. Höchstauflösende Mikroskope liefern im Allgemeinen zeitintegrierte Standbilder von den elementaren Bausteinen der uns umgebenden Materie. Da der Nanokosmos ständig in Bewegung ist, reichen Standbilder jedoch nicht zur Beantwortung von Kernfragen aktueller Grundlagenforschung aus. Um etwa Funktionalitäten von Quantenmaterialien und chemische Reaktionen optisch zu kontrollieren oder lebenswichtige Prozesse in einer Zelle zu verstehen, muss das Wechselspiel nanoskopischer Bausteine direkt in bewegten Bildern orts- und zeitaufgelöst verfolgt werden.

    Der Forschungsbau RUN soll es ermöglichen, den Nanokosmos in Superzeitlupe zu beobachten. Dafür werden neue Nanoskopieverfahren entwickelt, die gleichzeitig und direkt molekulare Orts- und ultraschnelle Zeitauflösung bieten. Damit wird ein fachübergreifendes Verständnis biologisch, chemisch und physikalisch relevanter ultraschneller nanoskopischer Dynamik erarbeitet. Ziel ist es, eine neue Ebene der Visualisierung und des Verständnisses des Nanokosmos in seiner ganzen Komplexität zu erreichen.

    Die Möglichkeit, bewegte Bilder aus dem Nanokosmos zu erhalten, gilt als ultimatives Ziel moderner Nano- und Lebenswissenschaften. Anwendungen werden in der chemischen Reaktionskontrolle, Prozessoptimierung, Photokatalyse, Optogenetik, Elektronik und Datenspeicherung, molekularen Nanotechnologie und Optoelektronik (Solarzellen, OLEDs, usw.) erwartet. Das RUN weist somit auch ein sehr hohes Potential für konkreten Technologietransfer auf.

    Ansprechpartner für Medienvertreter:
    Prof. Dr. Rupert Huber
    Lehrstuhl für Experimentelle und Angewandte Physik
    Universität Regensburg
    Tel.: 0941 943-2070
    E-Mail: rupert.huber@ur.de

    Prof. Dr. Ralph Witzgall
    Lehrstuhl für Molekulare und Zelluläre Anatomie
    Universität Regensburg
    Tel.: 0941 943-2821
    E-Mail: ralph.witzgall@ur.de

    Prof. Dr. Christine Ziegler
    Institut für Biophysik und physikalische Biochemie
    Universität Regensburg
    Tel.: 0941 943-3030
    E-Mail: christine.ziegler@ur.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


    Das Logo des Forschungsbaus zeigt den ersten Femtosekunden-Schnappschuss eines Molekülorbitals


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