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04.05.2018 17:05

Schader-Preis 2018 an Otfried Jarren

Dipl.-Soz. Peter Lonitz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schader-Stiftung

    Mit dem Schader-Preis 2018 wird Professor Dr. Otfried Jarren ausgezeichnet. Der Kommunikationswissenschaftler lehrt und forscht als Professor am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich. Die Preisverleihung fand vor rund 370 geladenen Gästen im Schader-Forum in Darmstadt statt. Sein Vortragsthema des Preisträgers lautete „Kommunikationsrat für Facebook, Google & Co.? Die Macht der Intermediäre als wissenschaftliche wie gesellschaftliche Herausforderung“.

    In seinem Vortrag zur Preisverleihung sprach Otfried Jarren über die Folgen von Digitaler Revolution und Künstlicher Intelligenz für die Massenmedien. „Die neuen digitalen Medien, Suchmaschinen wie Plattformen, sind keine klassischen Medien. Mit ihrem Marktzutritt ist der tradierte Medienbegriff abhandengekommen. Folgenreicher aber ist: Wir wissen eigentlich noch gar nicht so recht, was das eigentlich ist, was sich derzeit etabliert. Folglich haben wir als Gesellschaft weder Leitbilder noch Normen, geschweige denn Gesetze. Aber die Anbieter wissen, was sie wollen“, so Professor Jarren. Aber er verweist auch auf Möglichkeiten künftiger Entwicklung: „Die neuen Akteure sind Mitmachplattformen. Sehr viele Bürger sind beteiligt, sie nutzen nicht nur, sie machen aktiv mit. Politische Gestaltung muss, wenn sie als legitim gelten und Folgebereitschaft auslösen will, das beachten. Die Bürger müssen über die Chancen und Risiken, über die Regeln und Normen der Intermediäre informiert sein.“

    Die Laudatio hielt Christian Geyer, Mitglied der Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Als Wissenschaftsmanager und Medienpolitiker geht es Otfried Jarren um ein Jahrhundertprojekt: um die politische Institutionalisierung unserer digital gewandelten Kommunikation. Ein Projekt, das Jarren in der ganzen Breite eines neuen Strukturwandels der Öffentlichkeit reflektiert und nicht etwa auf den Datenschutz verengt.“

    Mit dem Preis zeichnet die Schader-Stiftung Gesellschaftswissenschaftlerinnen und
    -wissenschaftler aus, die sich mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit herausragende Verdienste um die Gesellschaftswissenschaften und um deren Dialog mit der Praxis erworben haben. „Otfried Jarren ist ein herausragender Wissenschaftler und erfolgreicher Vermittler innerhalb seines Faches, aber auch zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen und der gesellschaftlichen Praxis“, begründete Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Sprecherin des Senats der Schader-Stiftung die Entscheidung für den diesjährigen Preisträger. 

    Als Experte für Medienpolitik und Politische Kommunikationsforschung hat Otfried Jarren in den vergangenen Jahren in zahlreichen Kommissionen mitgewirkt. „Seine Fähigkeit zur verlässlichen und verbindenden Verhandlungsführung ist herausragend“, betonte Allmendinger.

    „Ich bin überzeugt, dass Frieden, Wohlstand und Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert ganz wesentlich mit davon abhängen, wie Medien funktionieren und genutzt werden“, sagte der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in seinem Grußwort. „Eine demokratischen Medien-Öffentlichkeit ist auf Reflexion und kritische Expertise angewiesen – für beides steht Otfried Jarren“, so Al-Wazir weiter.

    Der Schader-Preis wird jährlich vom Senat der Schader-Stiftung verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. Dem Senat der Schader-Stiftung gehören die Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre an: Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (2017), Prof. Dr. Christine Landfried (2016), Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger (2015), Prof. Dr. Stephan Leibfried † (2014), Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D. (2013), Prof Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof (2012) und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Lepenies (2010).

    Die Schader-Stiftung fördert die Gesellschaftswissenschaften und deren Dialog mit der Praxis. Die gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Darmstadt finanziert seit ihrer Gründung im Jahre 1989 ihre Fördertätigkeit aus den Erträgen des von Alois M. Schader gestifteten Privatvermögens.

    Der Vortrag des Preisträgers und weitere Dokumente zum Schader-Preis sind in Kürze verfügbar unter www.schader-stiftung.de/schader-preis.


    Weitere Informationen:

    http://www.schader-stiftung.de/schader-preis


    Bilder

    Otfried Jarren erhält den Schader-Preis 2018
    Otfried Jarren erhält den Schader-Preis 2018
    Schader-Stiftung / Foto Christoph Rau
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    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung Schader-Preis 2018

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


     

    Otfried Jarren erhält den Schader-Preis 2018


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