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08.05.2018 09:45

Heidelberger Projektpartner gewinnen bundesweiten Ideenwettbewerb „Esskultur und Nachhaltigkeit“

Dr. Monika Wilhelm Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung

    Die Projektpartner Dr. Rainer Wild-Stiftung, das Benediktinerkloster Stift Neuburg, die Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur und die Brauerei zum Klosterhof GmbH haben sich gemeinsam und mit Erfolg um einen Förderpreis beworben: Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) wird ihre Projektidee zur Verbesserung der Wertschätzung unserer Lebensmittel mit bis zu 50.000 Euro unterstützen.

    Der vom Deutschen Bundestag einberufene Rat für Nachhaltige Entwicklung verfolgt das Ziel, in unserer Gesellschaft die „Nachhaltigkeitskultur“ zu verbessern. Er will ein Umdenken zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise und einem bewussteren Konsum erreichen. Um „ganzheitliche gesellschaftliche Prozesse und Entwicklungen“ anzustoßen, hatte der RNE im Herbst 2017 einen Ideenwettbewerb zur Verbesserung der Wertschätzung von Lebensmitteln – in Anbau, Herstellung und Verzehr – ausgeschrieben.

    Aktionstag „für alle Sinne“

    Das ungewöhnliche Heidelberger Konsortium aus Dr. Rainer Wild-Stiftung, Benediktinerkloster Stift Neuburg, Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur und Brauerei zum Klosterhof GmbH bewarb sich mit einem gemeinsamen, innovativen und ganzheitlichen Konzept und erhielt den Zuschlag. Der von den Partnern – als Auftakt – geplante – Aktionstag wird vom RNE mit bis zu 50.000 Euro unterstützt.

    „Eine Stiftung für gesunde Ernährung, ein Kloster, eine Gemäldestiftung und eine Brauerei haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Sie sind jedoch die idealen Partner, wenn es darum geht, alle Sinne anzusprechen, ein Problembewusstsein zu erzeugen, ein Umdenken anzustoßen und eine Verhaltensänderung zu bewirken“ freut sich Dr. Monika Wilhelm, Geschäftsführerin der Dr. Rainer Wild-Stiftung und fachliche Leiterin des Projekts.

    Zukunftskonzept mit vielen Facetten

    Stift Neuburg wird den Aktionstag auf dem Gelände des Klosters veranstalten und einen Festgottesdient abhalten. Ein Sensorik-Parkour für Jung und Alt soll das Bewusstsein für die Thematik schärfen. Rund um den Aktionstag sind vielfältige Maßnahmen geplant, um Impulse für eine höhere Wertschätzung unserer Lebensmittel zu setzen. Hierzu zählen ein Kunstwettbewerb, ein Pilotprojekt mit dem Handel zur Rettung von Lebensmitteln und umfassendes Informationsmaterial. Die Heidelberger Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur wird eine einmalige Sonderausstellung zum Thema konzipieren. Die Brauerei zum Klosterhof wird als Sonderaktion Brotkrümelbier vermarkten.

    Abt Winfried Schwab vom Benediktinerkloster Stift Neuburg ist überzeugt, dass eine Besinnung auf das benediktinische Verständnis zu einem Umdenken in der Gesellschaft beitragen kann: „Für uns als Benediktiner stellen Lebensmittel eine Gottesgabe dar, die mit Dankbarkeit und Wertschätzung gebraucht wird und die es in Ein-klang mit der Natur zu erzeugen und in Maßen zu nutzen gilt“ so Abt Winfried.

    Ganzheitlicher Ansatz

    „Fehlende Wertschätzung führt zu unreflektiertem und leichtfertigem Umgang mit Lebensmitteln. Das hat negative Folgen: für die Umwelt und die eigene Gesundheit. Gesunde Ernährung erfolgt immer bewusst“ so Prof. Dr. Rainer Wild, Gründer der Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur und Vorstandsvorsitzender der Dr. Rainer Wild Stiftung, die sich seit 26 Jahren intensiv dem Thema Esskultur widmet.

    Die Fakten machen den Handlungsbedarf deutlich: Rechnerisch wirft jeder Bürger in Deutschland pro Jahr 82 kg Lebensmittel weg, obwohl sie noch essbar wären. Ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel landet auf dem Müll. Allein in Heidelberg sind das jedes Jahr über 12.000 Tonnen.

    Die Projektpartner sind davon überzeugt, dass „mit dem erhobenen Zeigefinger“ allein kein Umdenken in der Bevölkerung zu erreichen ist. Vielmehr wollen sie mit ihrem innovativen, alle Sinne umfassenden Ansatz erreichen, dass das Thema „nachhaltiger Lebensmittelkonsum“ in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen – Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, aber auch Bildung und Kultur – verankert wird.

    Zur Dr. Rainer Wild-Stiftung

    Die Dr. Rainer Wild-Stiftung ist eine der führenden Innovationsplattformen für den interdisziplinä-ren, wissenschaftlichen Austausch zum Thema „Gesundheit durch Ernährung“. Als gemeinnützi-ge, unabhängige Stiftung zur Förderung von Forschung und Entwicklung gesunder menschlicher Ernährung richtet sie sich an alle, die beruflich mit dem Thema Ernährung befasst sind. Die Stiftung arbeitet eng zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung, Lehre und Beratung, Wirtschaft, Medien und Politik. Sie initiiert Modellprojekte, publiziert Fachbeiträge und bietet fachbezogene Fort- und Weiterbildungen. Die Dr. Rainer Wild-Stiftung wurde 1991 in Heidelberg von Prof. Dr. Rainer Wild gegründet.

    Zur Benediktinerabtei Stift Neuburg

    Stift Neuburg, 1927 vor den Toren Heidelbergs gegründet, sieht sich in einer 1500-jährigen Tradition geistlichen Lebens nach der Ordensregel des hl. Benedikt von Nursia. Gebet und Arbeit („ora et labora“) stehen im Mittelpunkt der Gemeinschaft, die durch ihre ökologische Lebensweise in die Gesellschaft hineinwirkt. Werte wie Gastfreundschaft oder Nachhaltigkeit werden generationenübergreifend und zukunftsorientiert gelebt. Das benediktinische Motto: „Damit Gott in allem verherrlicht werde“ verlangt insbesondere von den Ordensleuten einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung.

    Zur Brauerei zum Klosterhof

    Seit Ihrer Gründung um Jahre 2009 braut die Brauerei zum Klosterhof auf dem Gelände des Benediktinerklosters Stift Neuburg, ausschließlich Bio-Biere mit besten Bio-Rohstoffen aus der Heimat und dem außergewöhnlich guten Wasser der Klostereigenen Quelle und leistet somit als Biobrauerei ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit.
    Für das Projekt wird „überschüssiges“ Brot aus Bäckereien zum bierbrauen verwendet, das bei entsprechendem Zuspruch auch Einzug in die Produktpalette der Brauerei finden kann.

    Zum Rat für Nachhaltige Entwicklung

    Nachhaltiger Konsum und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen gehören explizit zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Das neue Förderprogramm „Fonds Nachhaltigkeitskultur“ des Rats für Nachhaltigkeit will diese Ziele stärken und eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ist ein Beratungsgremium mit Mandat der Bundesregierung und wurde 2001 initiiert.

    Pressekontakt
    Dr. Monika G. Wilhelm
    Dr. Rainer Wild-Stiftung
    Mittelgewannweg 10
    69123 Heidelberg
    presse@gesunde-ernaehrung.org
    Tel: 06221 7511 220


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Kunst / Design, Religion
    überregional
    Kooperationen, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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