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14.05.2018 11:16

Dr. Wilfried Rosendahl erhält Honorarprofessur an der Universität Mannheim

Katja Bär Pressestelle: Kommunikation und Fundraising
Universität Mannheim

    Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen und Historisches Institut der Universität Mannheim verfestigen Wissenstransfer und praxisnahes Geschichtsstudium

    Dr. Wilfried Rosendahl, Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen (rem) und des Curt-Engelhorn-Zentrums für Kunst und Kulturgeschichte, ist neuer Honorarprofessor an der Universität Mannheim. Die Philosophische Fakultät der Universität und der international renommierte Museumsmanager und Wissenschaftler kooperieren seit vielen Jahren in Forschung und Lehre. Die Universität Mannheim würdigt mit der Ernennung von Dr. Wilfried Rosendahl zum Honorarprofessor diese Zusammenarbeit und fördert die Vernetzung von Forschung und musealer Praxis sowie den Wissenstransfer zwischen der Universität und der städtischen Institution mit den dortigen Stiftungsbetrieben.

    Dr. Wilfried Rosendahl, geboren 1966 in Ratingen, studierte Geologie/Paläontologie, Ur- und Frühgeschichte und Zoologie an der Universität Köln. Ebenfalls in Köln wurde er 1994 mit einer Arbeit zu „Höhlen und Karsterscheinungen im Neandertal“ promoviert. Schon während seines Studiums beteiligte Rosendahl sich an der Umsetzung und Präsentation von Ausstellungen an verschiedenen nationalen und internationalen Museen. Für die rem ist er seit 2004 in verschiedenen Funktionen tätig. 2016 ernannte ihn Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz zum Hauptkonservator und Direktor im Städtischen Betrieb der rem, 2017 zum leitenden Verwaltungsdirektor. Die von Wilfried Rosendahl konzipierten innovativen Ausstellungen wie z.B. „Mumien“ (2007) „Schädelkult“ (2011/12) oder „Die Medici“ (2013) riefen immer wieder große nationale und internationale Resonanz, gleichermaßen bei den Besuchern wie in den Medien, hervor. Er ist interdisziplinär weit vernetzt, seine umfangreiche Publikationsliste mit über 150 Veröffentlichungen in renommierten Zeitschriften und Büchern als Autor und Herausgeber weist auf sein thematisch breites Forschungs- und Arbeitsspektrum hin. Von besonderem Interesse ist ihm dabei die thematische Verbindung von Aspekten aus den Natur- und Kulturwissenschaften. Hier sieht er auch eine neue und innovative Verbindung zum Historischen Institut. An der Universität Mannheim bietet sich nun die Möglichkeit in Forschung und Lehre, zwei zumeist getrennt betrachtete Archive, nämlich die Geschichts- und Dokumentenarchive der Historiker mit den Bioarchiven der Naturwissenschaftler und der Archäometrie gemeinsam auszuwerten und zu interpretieren. „Daraus ergeben sich neue und wunderbar ergänzende Erkenntnisse über den bisherigen Tellerrand der einzelnen Fachgebiete hinaus“, so Rosendahl, „sowohl in Darstellungen von wissenschaftlichen Publikationen wie auch für Ausstellungsprojekte. ‚Essen und Trinken durch die Zeit‘ ist beispielsweise. so ein Thema, zu dem eine solche Zusammenarbeit bereits begonnen wurde.“ Für Oktober 2018 wird eine interdisziplinäre Tagung mit dem Titel „Unsterblichkeit – Traum oder Trauma“ an den rem gemeinsam mit Prof. Hiram Kümper organisiert.

    Seit 2016 bietet Dr. Wilfried Rosendahl als Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Mannheim Veranstaltungen an. „Er leistet hier mit seinen in unterschiedlichen Epochen angesiedelten und epochen-übergreifenden Projekten Beiträge für das gesamte Curriculum des Historischen Instituts. Im Vordergrund steht dabei regelmäßig die Vermittlung von praxisnahen Inhalten. Damit repräsentiere Dr. Wilfried Rosendahl geradezu idealtypisch eines der Kernelemente des Mannheimer Geschichtsstudiums“, so die Geschäftsführende Direktorin des Historischen Instituts, Prof. Dr. Angela Borgstedt.

    Zusammen mit der bereits verliehenen Honorarprofessur an Dr. Ulrich Nieß, Direktor des MARCHIVUM (ehemals Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte), im Jahr 2016 vervollständigt und verfestigt sich damit in Mannheim das Forschungsdreieck Universität Mannheim – Marchivum – Reiss-Engelhorn-Museen, das Wissenschaft, Archiv- und museale Praxis miteinander verbindet und Forschungsergebnisse öffentlich zugänglich macht.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Angela Borgstedt
    Universität Mannheim
    Historisches Institut
    Lehrstuhl für Zeitgeschichte
    68131 Mannheim
    Telefon: (0621) 181-3681
    Mail: angela.borgstedt@uni-mannheim.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft
    überregional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


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