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15.05.2018 14:50

Kompetenzorientierung fördert politisches Wissen schwacher Grundschüler

Regina Schneider Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Deutlicher Wissenszuwachs durch neu entwickelte Unterrichtsreihe / „Erasmus+“-Success Story

    Neue Forschungsergebnisse der Politikdidaktik der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe zeigen einen deutlichen Zuwachs von politischem Wissen bei Grundschülern, wenn sie Unterricht nach einem kompetenzorientierten Konzept erhalten. Das Institut für Politikwissenschaft und ihre Didaktik hat in einem von der Europäischen Kommission geförderten Projekt eine Unterrichtsreihe zur Europäischen Union für den politischen Sachunterricht der vierten Klassenstufe konzipiert und deren Wirksamkeit überprüft. Mit dem Ergebnis, dass die Schülerinnen und Schüler nach der Unterrichtsreihe um 33 Prozent besser abschnitten als vorher. Dies spricht für einen deutlichen Wissenszuwachs durch das kompetenzorientierte Unterrichtskonzept.

    Soziale Benachteiligungen ausgleichen
    Dabei konnten besonders schwache Schülerinnen und Schüler sowie Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund profitieren. Kompetenzorientierter Sachunterricht, der mit ausgewählten fachsprachlichen Begrifflichkeiten arbeitet, sei somit in der Lage, schwache Schüler explizit zu fördern und soziale Benachteiligungen auszugleichen, resümieren die Wissenschaftler der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Das Jean-Monnet-Projekt im Rahmen des „Erasmus+“-Programms hat die Wertungen „Success Story“ und „Good Practice Example“ erhalten.

    Neue Materialien und Lernaufgaben entwickelt
    Die Unterrichtsreihe behandelt einen realen und aktuellen Gesetzgebungsprozess der EU zur Einheitlichkeit von Handyladekabeln. Der Gesetzgebungsprozess mit den beteiligten EU-Organen wird in einzelnen Schritten altersgemäß nachgezeichnet. Dazu wurden neue Materialien und Lernaufgaben entwickelt, in denen der Aufbau von konzeptuellem Fachwissen der Politik durch die Anwendung von politischen Fachbegriffen gezielt gefördert wird. Dabei gehe es aber nicht um Wörterlernen, sondern um die verstehende Anwendung der Fachsprache in immer neuen Kontexten, so die Initiatoren des Projekts. Die Unterrichtsreihe wurde in 25 vierten Klassen in Baden-Württemberg, dem Saarland und Hessen erprobt. Um die Wirksamkeit zu überprüfen, wurde vor und nach der Unterrichtsintervention das politische Fachwissen mit schriftlichen Tests im Multiple-Choice-Format erhoben.

    Weitere Infos zum Projekt sowie alle Materialien inklusive Lösungsblätter und Lehrerausgaben sind online frei verfügbar unter http://politik.ph-karlsruhe.de/jmp2.

    Pressekontakt:
    Regina Schneider M. A.
    Pressereferentin
    Pädagogische Hochschule Karlsruhe
    Bismarckstraße 10
    76133 Karlsruhe
    Telefon +49 721 925 4115
    E-Mail: Regina.Schneider@vw.ph-karlsruhe.de

    Pädagogische Hochschule Karlsruhe
    Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe ist eine bildungswissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht. Die Hochschule kombiniert in besonderer Weise eine fundierte Grundbildung für Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Schulstufen, Basisqualifikationen für Menschen, die in anderen Bildungsbereichen tätig sein möchten, sowie professionelle Weiterbildungs- und Dienstleistungsangebote mit Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau. Ihre thematischen Schwerpunkte sind „MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit“, „Mehr sprachliche Bildung und Bilinguales Lehren und Lernen/CLIL“ und „Bildungsgerechtigkeit im Kontext von gesellschaftlicher Vielfalt und Ungleichheit“. Diese Profilfelder werden durch die zwei Querschnittsthemen „digitale Bildung“ und „Professionalisierung“ komplementiert. Mit rund 3700 Studierenden und 180 in der Wissenschaft tätigen Mitarbeitenden zeichnet die Hochschule ein hohes Niveau in Forschung und Lehre aus. http://www.ph-karlsruhe.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Wissenschaftler
    Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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