idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
16.05.2018 09:00

Mehr Robustheit und Sicherheit für autonome Fahrzeuge dank EU-Projekt

Julia Feilen FZI Corporate Communications and Media (CCM)
FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

    Abschlussevent des EU-Projektes RobustSENSE in Ulm/ FZI stellt am Mittwoch live robuste Algorithmen für automatisiertes Fahren vor

    Karlsruhe, 16.05.2018 – Bei der Abschlussveranstaltung des EU-Projektes RobustSENSE am 16. Mai in Ulm präsentiert das FZI Forschungszentrum Informatik Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit live vor Ort. Es stellt eine durchgängig wahrscheinlichkeitsbehaftete Verarbeitungskette für Szenenverständnis und Aktionsplanung sowie einzelne Verarbeitungskomponenten wie eine Stereokamera-Verarbeitung vor. Die Verfahren entwickelten Wissenschaftler des FZI gemeinsam mit europäischen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Ziel, autonomes Fahren insgesamt robuster und sicherer zu machen.

    Als Ergebnis des Projekts RobustSENSE wird auf der Abschlussveranstaltung eine Plattform vorgestellt, in der mehrere unabhängige Subsysteme miteinander kombiniert und zu einem integrierten, übergreifenden Gesamtsystem zusammengeführt werden, das automatisiertes Fahren zuverlässiger machen soll.

    Das FZI, als Einrichtung für IT-Anwendungsforschung, arbeitete an der Konzeption und Entwicklung einer Verarbeitungskette für automatisiertes Fahren mit, die Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten durchgängig in allen Komponenten berücksichtigt. Die Verarbeitungskette besteht aus den vier Modulen zum Szenenverstehen, zur Situationsprädiktion sowie zur Verhaltens- und Trajektorienplanung. Dabei wurden auch Teilkomponenten wie eine robuste kartengestützte Stereokamera-Auswertung entwickelt. Gemeinsam mit den EU-Partnern definierte das FZI eine robuste Systemarchitektur und Metriken zur Selbsteinschätzung und -bewertung von Algorithmen.

    Dank einer Betrachtung und Modellierung von Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten in der Informationsverarbeitung in allen Softwaremodulen konnten die Karlsruher Wissenschaftler eine höhere Zuverlässigkeit für die gesamte Verarbeitungsplattform darstellen. Im Falle einer sich verschlechternden Leistungsfähigkeit, beispielsweise durch ungünstige Wetterbedingungen oder Sensorausfälle, ist das System somit in der Lage präzise und angemessen zu reagieren.

    Das Projekt RobustSENSE ist ein mit 3.3 Millionen Euro von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms H2020 gefördertes Projekt. Insgesamt 15 Partner aus fünf Ländern arbeiten an der Entwicklung für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren, die eine robuste und verlässliche Wahrnehmung der Umgebung und der Situationsprädiktion ermöglicht. Bedeutende Fortschritte der Sensor-Hardware erlauben eine Steigerung der Robustheit auch bei widrigen Wetterbedingungen. Neben dem FZI Forschungszentrum Informatik engagieren sich folgende Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft in dem Projekt: Daimler AG, Robert Bosch GmbH, Centro Ricerche Fiat, Centro Tecnológico de Automoción de Galicia, EICT GmbH, Fico Mirrors S.A., Fraunhofer FOKUS, Modulight, Inc., Oplatek Group Oy, SICK AG, Universität Ulm und Teknologian Tutkimuskeskus VTT.

    Über das FZI Forschungszentrum Informatik

    Das FZI Forschungszentrum Informatik ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Geführt von Professoren verschiedener Fakultäten entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen die gefundenen Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit. Alle Bereiche des FZI sind nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Hauptsitz ist Karlsruhe.

    Das FZI ist mit einer Außenstelle in Berlin vertreten.

    Weitere Informationen

    Julia Feilen, Corporate Communications and Media
    FZI Forschungszentrum Informatik
    Haid-und-Neu-Str. 10-14, 76131 Karlsruhe
    Telefon: +49 721 9654-943
    E-Mail: feilen@fzi.de
    Internet: www.fzi.de


    Weitere Informationen:

    http://www.fzi.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Mathematik
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).