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16.05.2018 10:18

Erheblicher Innovationsdruck auch bei militärischer Rüstung

Ines Koch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Northern Business School

    Die private Northern Business School, die in Hamburg Studiengänge wie "Betriebswirtschaftslehre" und "Sicherheitsmanagement" anbietet, legt nicht nur besonderen Wert auf einen hohen Praxisbezug. Auch die Forschung soll hier nicht zu kurz kommen. In Fortführung der Studie "Stellenforecast Sicherheitsmanagement" haben sich der Studiengangleiter "Sicherheitsmanagement", Prof. Dr. André Röhl, und Florian Fleischmann, Geschäftsführer der HRForecast GmbH, mit aktuellen Herausforderungen der militärischen Rüstung beschäftigt.

    "Der ursprüngliche Gedanke unserer Studie war es, neben der Auswertung von weltweit 500 Stellenportalen auch die global führenden Patentdatenbanken zu untersuchen, um festzustellen, welche Entwicklungen es bei der zivilen Sicherheitstechnik gibt. Diesen Ansatz haben wir jetzt auf die Rüstung übertragen und die Entwicklung der Patentanmeldungen betrachtet, die einen Bezug zu militärischer Rüstung aufweisen", so Prof. Dr. Röhl. "Dabei konnten wir feststellen, dass es bis zum Jahr 2010 zwar einen stetigen, aber doch nur geringen Anstieg der Patentzahlen gab. Nach 2010 stieg die Anzahl dann zunächst drastisch an und bewegt sich heute trotz eines zwischenzeitlichen Rückgangs immer noch auf einem deutlich höheren Niveau als vor 2010", beschreibt Fleischmann die Ergebnisse der mit Hilfe künstlicher Intelligenzen durchgeführten Analyse.

    Die Autoren weisen darauf hin, dass es nicht die absoluten Zahlen seien, die hier von Bedeutung sind. Dafür seien die Rahmenbedingungen infolge von militärischer Geheimhaltung zu intransparent. Entscheidend sei jedoch der Trend, der im Einklang stehe mit der Entwicklung in anderen Branchen, etwa der zivilen Sicherheitstechnik, die über Dual-Use-Konzepte durchaus auch relevant für die Rüstung sei.

    Selbst wenn sich nicht alle angemeldeten Patente am Markt durchsetzen würden, entstehe doch ein erheblicher Innovationsdruck, der in der Wirtschaft allgemein unter den Begriffen "Digitalisierung" oder "Industrie 4.0" zusammengefasst werde. Für die Rüstung bedeute dies, dass es in immer geringen Maße darum gehe, alte Waffensysteme eins zu eins gegen neue auszutauschen. Vielmehr sind qualitativ neue Konzepte des Zusammenwirkens von Waffensystemen möglich und notwendig. Daraus ergebe sich außerdem auch die Frage, inwieweit es sinnvoll sei, Rüstungsanstrengungen einzelner Staaten, wie häufig in der Diskussion üblich, allein anhand der Kosten zu bewerten. Aufgrund der zahlreichen neuen Innovationen sei vielmehr ein Anstieg der Kosten sehr wahrscheinlich, gebe aber zugleich wenig Aufschluss über die strategische Zielsetzung der Kostensteigerung.


    Weitere Informationen:

    http://www.nbs.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Prof. Dr. André Röhl


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