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16.05.2018 16:13

Hochprozentig fährt sich‘s besser

Ulrich Eidenschink Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ)

    Alkohol am Steuer ist gefährlich. Alkohol im Tank hingegen bietet für die Umwelt Vorteile. Das konnte Maximilian Frankl vom Technologie- und Förderzentrum im Rahmen seiner Masterarbeit nachweisen. Dafür untersuchte der Wissenschaftler die Emissionen eines Flexible Fuel Vehicles (FFV), das mit ethanolhaltigen Kraftstoffen betrieben wurde. Für seine Arbeit hat ihn der Hochschulstadt e.V. Straubing mit dem Wissenschaftspreis Straubing 2018, Kategorie Masterarbeit, ausgezeichnet.

    In seiner Laudatio betonte Prof. Dr. Josef Kainz, Professor für Energietechnik der Hochschule Weihenstephan Triesdorf am TUM Campus Straubing, die gesellschaftliche Relevanz des Forschungsthemas. Die Masterarbeit seines ehemaligen Studenten enthielte deutliche Hinweise, wie Schadstoff- und Treibhausgasemissionen reduziert werden können und richte den Blick auf die Vorteile von Biokraftstoffen.
    Neben dem Standardbenzin E5 interessierten Frankl auch die Abgase der Kraftstoffsorten E10 und E85, mit 10- und 85-prozentiger Beimischung des regenerativen Ethanols. Am Technologie- und Förderzentrum (TFZ) fand er dafür Biokraftstoff-Experten, die ihn bei der Anfertigung seiner Arbeit betreuten. Die vorhandene mobile Messtechnik am TFZ, ein sogenanntes PEMS (Portables-Emissions-Mess-System), erlaubte es Frankl, Messungen unter realen Bedingungen vorzunehmen. Seine Test-Fahrten im städtischen Bereich sowie auf Landstraßen und Autobahnen spiegeln so die Praxis wider.

    Dr. Edgar Remmele, Sachgebietsleiter am TFZ, bewertet den Nutzen der Arbeit ebenfalls hoch: „Die Ergebnisse zeigen, dass ein hoher Ethanolanteil von 85 % das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid reduziert, und darüber hinaus Vorteile bei der Minderung limitierter Emissionen wie Stickstoffoxide, Kohlenstoffmonoxid und Partikel bringt. E 85 trägt zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung bei.“

    Nach Abschluss seiner Masterarbeit ist Maximilian Frankl weiter in der Wissenschaft tätig. Am TFZ ist er in ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eingebunden, in dem eine neue Methode zur Bestimmung der Oktanzahlen von konventionellen und alternativen biogenen Ottokraftstoffen entwickelt werden soll.

    Die Preisverleihung fand in feierlichem Rahmen in der Aula des TUM Campus Straubing statt. Der Wissenschaftspreis wird vom Hochschulstadt Straubing e.V. zusammen mit dem Rotary-Club Straubing für herausragende wissenschaftliche Leistungen vergeben. Neben Maximilian Frankl vom TFZ erhielt Katharina Langer vom TUM CAMPUS Straubing in der Kategorie Promotion den Wissenschaftspreis Straubing 2018.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    jedermann
    Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Große Freude herrschte bei den Preisträgern und -stiftern des Wissenschaftspreises Straubing 2018 (v.l.n.r.): Hasso von Winning Präsident des Rotary-Clubs Straubing, Katharina Langer und Maximilia


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