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17.05.2018 13:02

Sponsoring im E-Sport: Immer mehr branchenfremde Unternehmen engagieren sich

Alexander Pradka Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Fresenius

    Prof. Dr. Susanne Epple von der Hochschule Fresenius beschäftigt sich intensiv mit dem Sponsoring im E-Sport. In ihrer Antrittsvorlesung in Idstein ging sie auf die Entwicklung dieses Geschäftszweiges ein und beleuchtete die Perspektiven für Investoren. Überraschend: Immer mehr Unternehmen, die man in diesem Bereich nicht vermuten würde, engagieren sich.

    Knapp 700 Millionen US-Dollar Umsatz weltweit, 70 Millionen Euro allein in Deutschland. 2020 wird global mit einem Umsatz von 1,5 Mrd. USD und rund 590 Millionen Zuschauern* gerechnet: E-Sports gehört zu den Hypethemen unserer Zeit. Das weckt Begehrlichkeiten bei potenziellen Sponsoren. Jetzt möchten auch Unternehmen, die man dort nicht vermuten würde, ein Stück vom Kuchen abhaben.

    „Ursprünglich haben Marken mit entsprechender Nähe zum Thema auf E-Sports gesetzt – zum Beispiel Hardwarehersteller, Energydrink- oder Snackproduzenten“, bestätigt Epple, Dozentin für Sportmanagement an der Hochschule Fresenius. „Aktuell präsentieren sich zunehmend Marken als Sponsoren von Preisgeldern, Events oder Teams, die man hier nicht vermuten wurde: Autohersteller oder Bausparkassen.“

    Neben klassischen Zielen des Sponsorings – Steigerung des Bekanntheitsgrades, Imagebildung oder Markenstabilisierung – spielen hier laut Epple besondere Beweggründe eine Rolle: „Eine Bausparkasse hat über den E-Sport vielleicht erstmalig die Chance, eine wichtige Zielgruppe direkt zu erreichen und nicht wie früher über die Eltern oder Großeltern nur indirekt.“ Außerdem erhofft man sich einen Imagetransfer von den Protagonisten auf die Zielgruppe. Progamer – also professionelle Spieler, die selbst auf Platz hundert der Weltrangliste schon eine halbe Million US-Dollar an Preisgeldern erspielt haben - sind selbst meist recht jung. Mit Ende 20 gehört man schon zu den erfahrensten Spielern. Eine andere Motivation bewegte eine bekannte Automarke zum Investment in E-Sports: „Dieses passte sehr gut in die Gesamtstrategie des Konzerns, die Marke zu verjüngen“, so Epple.

    Eines dürfe auch nicht vergessen werden: Medienwirksamkeit und Aufmerksamkeit sind aufgrund voller Hallen bei den Events und Liveübertragungen via Stream im Internet und teilweise im Fernsehen schon recht hoch, trotzdem halten sich die Kosten für das Sponsoring im Vergleich zu den großen Sportarten in erträglichen Grenzen. „Daher bietet sich E-Sports als Testfeld für neue Formate an“, sagt Epple.

    Was ist E-Sports und welche Perspektiven ergeben sich für Unternehmen? – Mehr dazu im Interview mit Prof. Dr. Susanne Epple im Wissenschaftsblog adhibeo: http://bit.ly/E-Sport-Sponsoring

    * Quellen: Newzoo und Deloitte, bei statista


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


    E-Sport zieht immer mehr branchenfremde Sponsoren an


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