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18.05.2018 12:55

FH Kiel startet neuen Bachelorstudiengang Bauingenierwesen

Frauke Schäfer Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachhochschule Kiel

    Die Fachhochschule (FH) Kiel bietet den neuen Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen zum kommenden Wintersemester erstmals an. Mit dem Studiengang soll dem eklatanten Fachkräftemangel im Bereich der Bauplanung vor allem im öffentlichen Sektor begegnet werden. Über die Hälfte der 40 Studienplätze werden als duales Studienkonzept IBS (Industriebegleitetes Studium) angeboten.

    Das Geld ist da, aber bauen kann das Land häufig trotzdem nicht: In Schleswig-Holstein liegen zum Teil wichtige Infrastrukturprojekte auf Eis, weil Ingenieurinnen und Ingenieure für die erforderliche Planungsarbeit fehlen. Auch die Umsetzung vieler privater Bauvorhaben verzögert sich, weil Bauunternehmen und Planungsbüros zu wenig Personal haben.

    Im vergangenen Jahr reagierte die Landesregierung auf den Fachkräftemangel und beschloss, an der Fachhochschule (FH) Kiel kurzfristig den Studiengang Bauingenieurwesen einzurichten. Die Hochschule nahm die Herausforderung an, jetzt genehmigte das Wissenschaftsministerium den neuen Studiengang. Studieninteressierte können sich ab sofort um einen Studienplatz bewerben; im Wintersemester 2018/19 können die ersten 40 Studentinnen und Studenten ins Studium starten. „Wir brauchen dringend größere Planungskapazitäten und mehr Fachkräfte im Land. Deshalb war die Einrichtung des Studiengangs Bauingenieurwesen an der FH Kiel ein wichtiger Schritt. Mein Dank an die FH für die zügige Umsetzung. Nach der Genehmigung des Studiengangs kann es richtig losgehen“, sagte Wissenschaftsministerin Karin Prien.

    Bei der Ausbildung der zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure legt das eigens für den neuen Studiengang gegründete Institut für Bauwesen (IfB) Wert auf ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium. Neben Grundlagen wie Mathematik, Statik, Baustoffkunde, -konstruktion und -betriebslehre bietet das Studium ab dem sechsten Semester die Vertiefungsrichtungen „Konstruktiver Ingenieurbau“, „Infrastruktur und Verkehr“ sowie „Wasserbau und Küstenschutz“. Auch neue Informationstechnologien sind Bestandteil des Curriculums, wie der digitalisierte und interdisziplinäre Planungsprozess „Building Information Modelling“ (BIM). Um das Digitale Bauen optimal und praxisgerecht zu vermitteln, verfügt das Institut für Bauwesen über zwei Rechnerräume mit modernster Hard- und Software. Die Anbindung des IfB an den Fachbereich Medien ermöglicht es den Studierenden, digitale Zukunftstechnologien wie Virtual- und Augmented Reality für den praxisnahen Einsatz im Bauwesen kennenzulernen. Durch die vierjährige Regelstudienzeit erlangen die Absolventinnen und Absolventen die Voraussetzung für eine Eintragung bei der Architekten‐ und Ingenieurkammer und damit für eine Bauvorlageberechtigung.

    Mehr als die Hälfte der Studierenden kann das Studium im dualen Studienkonzept IBS (Industriebegleitetes Studium) durchführen: Während des Semesters studieren die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure an der Hochschule und verbringen einen Tag pro Woche im Praxiseinsatz. In der vorlesungsfreien Zeit wenden sie ihr theoretisches Wissen im Unternehmen an. Bisherige Kooperationspartner sind der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr sowie der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH), die BIG BAU Unternehmensgruppe Kiel, die IPP Ingenieurgesellschaft Possel u. Partner GmbH & Co. KG in Kiel, die Wasser- und Verkehrs-Kontor GmbH in Neumünster, die Groth & Co. Bauunternehmung in Pinneberg und die KAEFER Construction GmbH in Kiel.

    Studieninteressierte sollten eine Technikaffinität besitzen, Spaß an der Entwicklung innovativer und neuer Ideen haben, aufgeschlossen gegenüber neuen Informationstechnologien und naturwissenschaftlichen Fächern wie der Physik und der Mathematik sein und gerne fachgebietsübergreifend im Team arbeiten. Die Karrierechancen für Bauingenieurinnen und ingenieure sind exzellent. Die vielfältigen Einsatzgebiete umfassen Ingenieur‐ und Planungsbüros, Bauunternehmen, staatliche und kommunale Verwaltungen, die Energie‐ und Wasserwirtschaft, Industrie‐ und Handelsunternehmen, die Immobilienbranche, Firmen und Institutionen für Umweltschutz und Arbeitssicherheit sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Außerdem ist der Weg in die Selbstständigkeit möglich.

    Interessierte können sich bis zum 15. Juli 2018 für den Studienbeginn im kommenden Wintersemester bewerben.

    Kontakt
    Koordinatorin Institut für Bauwesen
    Birte Scharpf
    E-Mail: birte.scharpf@fh-kiel.de

    Prof. Lars Appel
    E-Mail: lars.appel@fh-kiel.de


    Weitere Informationen:

    http://www.fh-kiel.de/bauingenieurwesen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Bauwesen / Architektur
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


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