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25.05.2018 09:08

Strategie Versorgungsziele findet große Resonanz

DNVF-Geschäftsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) e.V.

    Zum Thema „Gesundheitsversorgung weiterentwickeln – Deutschland braucht Versorgungsziele!“ trafen sich Mitte Mai über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum 6. DNVF-Forum Versorgungsforschung in Berlin, zu dem das Netzwerk nicht nur seine Mitglieder, sondern alle Interessenten aus Wissenschaft, Praxis und Politik sowie Patientenvertreter/innen eingeladen hatte.

    Der Einladung folgten zahlreiche Vertreter/innen aus den Organisationen der Selbstverwaltung, den Fachgesellschaften und wissenschaftlichen Instituten, aber auch Vertreter aus der pharmazeutischen Industrie sowie Abgeordnete aus dem Deutschen Bundestag kamen, um den Ausführung des DNVF zum Thema Versorgungsziele zu folgen und anschließend intensiv zu diskutieren, inwieweit die Konsentierung von Versorgungszielen sowohl in der Versorgung als auch in Forschung zur strategischen Ausrichtung genutzt werden kann.

    Im Anschluss an die Veranstaltung fassten Prof. Dr. Reinhard Busse, Sprecher der Ad-hoc-Kommission Versorgungsziele und Mit-Initiator der Veranstaltung sowie Prof. Dr. Edmund A.M. Neugebauer, ehemaliger Vorsitzender des DNVF und Moderator der Veranstaltung, die Ergebnisse der Veranstaltung wie folgt zusammen:

    1. Ohne klare Versorgungsziele ist keine sinnvolle Planung der Gesundheitsversorgung
    möglich.
    2. Bevor Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung für ein Indikationsgebiet festgelegt werden, muss die (a) Deskription der Versorgungssituation erfolgen, (b) darauf eine Analyse (u.a. im internationalen Vergleich) vorgenommen werden. Dann können (c) Ziele definiert werden, woraus (d) Maßnahmen zur Verbesserung/Zielerreichung identifiziert werden können.
    3. Eine einheitliche Methodik / Vorgehensweise, die in den unterschiedlichen Bereichen zur Anwendung kommen kann und die auch den Vergleich und die Prioritätensetzung zwischen den verschiedenen Anwendungsbereichen ermöglicht, ist zwingend nötig.
    4. Eine an Versorgungszielen ausgerichtete Forschung ist besser evaluierbar und lässt einen höheren Patientennutzen aus der Forschung erwarten.

    Das Netzwerk wird sich intensiv mit diesem Thema weiter auseinandersetzen und freut sich über das große Interesse, das Prof. Dr. Peter Falkai, der als der Vertreter der AWMF an der Podiumsdiskussion teilnahm, angekündigt hat. Aus seiner Sicht sollte eine systematische Auseinandersetzung mit Versorgungszielen bei der Leitlinienentwicklung vorangestellt werden. Die Ziele von Leitlinien sind häufig nicht explizit formuliert.

    An der intensiven Diskussion beteiligten sich Heiko Rottmann-Großner (Leiter der Unterabeteilung übertragbare und nicht übertragbare Krankheiten, Gesundheitssicherheit beim BMG), Dr. Ilona Köster-Steinebach (Patientenvertreterin im G-BA), Michael Weller (GKV-Spitzenverband), Prof. Dr. Leonie Sundmacher (Mitglied des Expertenbeirats im Innovationsausschuss), Prof. Dr. Peter Falkai (AWMF), Prof. Dr. Reinhard Busse (DNVF). Der Diskussion gingen Referate von Busse, Prof. Sandman aus Schweden, Dr. Christa Scheidt-Nave (RKI), Prof. Dr. Jochen Schmitt (Dresden) und Prof. Dr. Riedel-Heller (Leipzig) voraus.
    Die Folien der Vortragenden stehen auf der Webseite des DNVF zum Dowanload bereit.

    Kontakt:
    Dr. Gisela Nellessen-Martens
    DNVF-Geschäftsstelle
    c/o IMVR
    Eupener Str. 129
    50933 Köln
    Fon 0221-47897115
    Fax 0221-478-1497111


    Weitere Informationen:

    https://www.netzwerk-versorgungsforschung.de/index.php?page=6-dnvf-forum-versorg...
    https://idw-online.de/de/news693788


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Politik
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    v.l.: H. Rottmann-Großner, P. Falkai, R. Busse, M. Weller, L. Sundmacher, I. Köster-Steinebach


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