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04.06.2018 11:15

EU-Projekt VicInAqua trägt zum Wissenstransfer zwischen Europa und Afrika bei

Anette Mack Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Steinbeis-Europa-Zentrum

    Zehn Studierende aus Kenia, Tansania und Uganda nehmen am Austauschprogramm teil. Das Programm ermöglicht den Studierenden aus der Region des Viktoriasees Technologien zur Abwasserreinigung, -Wiederverwertung in Fischzucht und Bewässerung bei den europäischen wissenschaftlichen Partnern an der Hochschule Karlsruhe und am Institute on Membrane Technology of National Research Council (ITM-CNR) und University of Calabria (UNICAL) in Rende Italien kennenzulernen und die Arbeit von VicInAqua-Forschern zu verfolgen.

    Im EU-Projekt VicInAqua wird ein effizientes, flexibles und robustes System für Abwasserreinigung und -Wiederverwertung in Fischzucht und Bewässerung für die Region des Viktoriasees entwickelt. VicInAqua wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 gefördert. Das Institut für Angewandte Forschung an der Hochschule Karlsruhe ist Koordinator des Projekts und errichtet mit zehn weiteren Partnern eine Demonstrationsanlage in der Stadt Kisumu in Kenia. Unter den Projektpartnern sind industrielle, wissenschaftliche und öffentliche Organisationen aus Dänemark, Deutschland, Italien, Kenia, Malta, Tansania und Uganda.

    Die Partner verfolgen einen integrierten Ansatz, um eine nachhaltige Kombination aus Abwasserbehandlung und einem re-zirkulierenden Aquakultursystem (recirulating aquaculture system, RAS) für die Wiederverwendung des Wassers und die Qualitätssteigerung der Fischzucht im Viktoriaseebecken zu entwickeln. Das System soll erheblich zur Entlastung des empfindlichen Ökosystems und zur Steigerung der Ernährungs- und Gesundheitssicherheit beitragen.

    „In VicInAqua entwickeln wir eine innovative Rundumlösung, die für einen erfolgreichen Betrieb in Afrika aber auch in weiteren Regionen der Welt mit Wasser- oder Nahrungsmittelknappheit angepasst werden und die letztendlich dazu beitragen sollen, neue Geschäftsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung zu entwickeln. Die größte Herausforderung neben den technischen Innovationen besteht darin, den gegenseitigen kulturellen und technischen Austausch zwischen der europäischen und der afrikanischen Gesellschaft zu fördern, um den Menschen in Afrika eine Perspektive in ihren Heimatländern zu bieten,“ sagt Prof. Dr. Jan Hoinkis, Projektkoordinator und Professor an der Hochschule Karlsruhe.

    Um die lokale Bevölkerung, Unternehmen und Entscheidungsträger zu überzeugen, dass die Anlage und deren innovativen Technologie funktionieren und sich lohnen, konzentriert sich das Projektkonsortium neben dem Aufbau einer Pilotanlage darauf, verschiedene Schulungen zu den VicInAqua-Technologien, Studienbesuche und runde Tische zum Kompetenzaufbau und zur Aufklärung durchzuführen.

    Darüber hinaus ermöglicht ein akademisches Studentenaustauschprogramm zehn herausragenden Studierenden aus Kenia, Tansania und Uganda die VicInAqua Technologien bei den europäischen wissenschaftlichen Partnern an der Hochschule Karlsruhe und am Institute on Membrane Technology of National Research Council (ITM-CNR) und University of Calabria (UNICAL) kennenzulernen und die Arbeit von VicInAqua-Forschern zu verfolgen. Das Programm übernimmt die Reisekosten, die Versicherung und den Hotelaufenthalt mit Verpflegung. Die Studierenden wurden unter weiteren starken Kandidaten auf Grund ihrer hervorragenden Ergebnisse und eindrucksvoller Bewerbung ausgewählt.
    Im Mai wurden ausgewählte Studierende zu den Themen Wasseraufbereitung, Membranwissenschaft, Chemie und organische Synthese an den beiden Forschungseinrichtungen ITM-CNR und UNICAL in Rende, Italien aufgenommen. Im Juni kommen weitere Studierende an die Hochschule Karlsruhe, um ihre Kenntnisse in den Themen Wasseraufbereitung, Membranwissenschaft und erneuerbare Energietechnologien zu vertiefen. Für beide Gruppen wurde ein vielfältiges Programm aus einer Mischung von Vorlesungen, praktischen Übungen und Ausflügen entworfen. Die Studierenden werden abschließend einen Erfahrungsbericht schreiben und das Austauschprogramm bewerten.

    VicInAqua wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 unter der Fördervereinbarungsnummer 689427 gefördert. Die Steinbeis 2i GmbH unterstützt als Projektpartner die Forschungsarbeiten in administrativen und finanziellen Fragen des Projektmanagements, die Kommunikations- und Verbreitungsaktivitäten im Projekt und die Verwertung der Forschungsergebnisse.

    Kontakt: Dr. Sandrine Doretto, Steinbeis 2i GmbH


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Chemie, Energie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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