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07.06.2018 14:47

Kammerbildung im Hebammenwesen

Sibylle Baluschek M.A. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Evangelische Hochschule Berlin (EHB)

    3. Runder Tisch Hebammenkammer tagt am 9. Juni an der Evangelische Hochschule Berlin. Vertreter_innen aus Politik und Hebammenwesen diskutieren unter gesundheitspolitischer Perspektive die Rahmenbedingungen der Selbstverwaltung im Hebammenwesen und die erforderlichen Schritte für die Einrichtung von Hebammenkammern in Deutschland.

    Die Akademisierung des Hebammenberufs ist durch den akuten Hebammenmangel und die Probleme in der gesundheitlichen Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und jungen Müttern mit ihren Neugeborenen zunehmend in den Fokus der Gesundheitspolitik geraten. Sie wurde als politisches Ziel der Bundesregierung in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Mit der Akademisierung sind die Professionalisierung der Hebammenarbeit und die Frage der beruflichen Selbstverwaltung über die Einrichtung von Hebammenkammern verbunden. Am Samstag, dem 9. Juni 2018 tagt an der Evangelischen Hochschule Berlin der 3. Runde Tisch Hebammenkammer, um unter einer gesundheitspolitischen Perspektive die Rahmenbedingungen der Selbstverwaltung im Hebammenwesen und die erforderlichen Schritte für die Einrichtung von Hebammenkammern in Deutschland zu diskutieren. Dazu kommen Vertreterinnen der Politik, der Hebammenberufsverbände, der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft sowie Vertreterinnen von Pflegekammern an die EHB.

    Ende September 2016 tagte der erste Runde Tisch Hebammenkammer in Mainz. Dabei wurden Informationen über die Strukturen von Kammern ausgetauscht und die Chance einer Kammerbildung im Hebammenwesen erörtert. Auf der Folgeveranstaltung 2017 in Halle standen das Kammerrecht und die Parallelität von Berufsverbänden und Kammern im Zentrum der Tagung.

    Ziel der Verkammerung ist die Registrierung der Berufsangehörigen, Abnahme von Prüfungen, Vergabe und ggf. Entzug von Berufszulassungen sowie die Qualitätssicherung durch die Profession selbst. Zudem werden über Kammern die Interessen der Berufsgruppe z. B. bei der Regulierung von Ausbildungs- und Prüfungsverfahren vertreten und Zugangsvoraussetzungen und für weiterführende Qualifizierungsmaßnahmen festgelegt. Als ein wichtiges Merkmal von Professionen ist das Kammerwesen in den Berufsgruppen der Ärzte, Psychotherapeuten, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Architekten und Ingenieure eine Selbstverständlichkeit. „Im Jahr 2016 wurde die erste Pflegekammer in Rheinland-Pfalz gegründet, so dass heute auch die Pflege in einigen Bundesländern bereits zu den verkammerten Berufen gehört,“ sagt Professorin Dr. Melita Grieshop, Studiengangsbeauftragte der Hebammenkunde an der EHB und Gastgeberin am Veranstaltungsort. „Nun soll zeitnah das Hebammenwesen folgen, um nicht nur in hochschulischer Ausbildung und Versorgungsqualität dem Anspruch einer Profession zu entsprechen. Vom 3. Runden Tisch Hebammenkammer an der EHB können wichtige Impulse ausgehen, um diesen Prozess zu dynamisieren.“

    Kontakt
    Professorin Dr. Melita Grieshop
    Professur für Hebammenwissenschaften
    Studiengangsbeauftragte Hebammenkunde
    Telefon (030) 845 82 272
    E-Mail: grieshop@eh-berlin.de


    Weitere Informationen:

    https://www.eh-berlin.de/studienangebot/hebammenkunde/uebersicht.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Kooperationen, Organisatorisches
    Deutsch


    Veranstaltungsort: Evangelische Hochschule Berlin in Berlin-Zehlendorf


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