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08.06.2018 15:05

Prof. Dr. Henning Lobin wird neuer Direktor am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim

Dr. Annette Trabold Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Deutsche Sprache

    Der Gießener Professor für Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik, Henning Lobin, hat den Ruf an die Universität Mannheim auf eine Professur für Germanistische Linguistik in Verbindung mit der Funktion des Direktors des Instituts für Deutsche Sprache Mannheim (IDS) angenommen. In einem gemeinsamen Berufungsverfahren der Universität Mannheim und des Instituts für Deutsche Sprache wurde Lobin als Nachfolger des bisherigen Institutsdirektors Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger ausgewählt, der zum 31. Juli 2018 in den Ruhestand geht.

    „Mit Professor Henning Lobin begrüßen wir einen exzellenten Forscher in Baden-Württemberg. Mit seiner Expertise wird er die Forschungslandschaft in Baden-Württemberg und innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft bereichern. Ich freue mich auf seine spannenden Impulse an der Schnittstelle zwischen der Universität Mannheim und dem Institut für Deutsche Sprache“, betonte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

    Der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, heißt den neuen Direktor des IDS ebenso mit großer Freude als neuen Kollegen an der Universität willkommen: „Mit Prof. Lobin hat die Universität Mannheim einen ausgewiesenen Experten in gleich zwei zentralen sprachwissenschaftlichen Wissenschaftsfeldern gewonnen. Dazu hat er als Vizepräsident der Universität Gießen bereits Erfahrung in der Leitung einer Forschungseinrichtung gesammelt. Damit ist er sowohl als Professor für die Universität Mannheim als auch als Leiter für das IDS die ideale Besetzung.“
    Henning Lobin, geboren 1964 in Lüneburg, studierte nach dem Abitur in Celle die Fächer Germanistik, Philosophie und Informatik und hat seit 1999 den Lehrstuhl für Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik im Institut für Germanistik an der Universität Gießen inne. Er war Vizepräsident dieser Universität und sechs Jahre Vorsitzender der Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik. Von 2007 bis 2016 leitete er das Gießener Zentrum für Medien und Interaktivität und war Leiter mehrerer Projekte und Forschungsverbünde, u.a. gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Volkswagen-Stiftung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

    2016 wurde Lobin in den Wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Deutsche Sprache berufen und ebenso zum Mitglied im Fachkollegium Sprachwissenschaft der Deutschen Forschungsgemeinschaft gewählt. Seit 2017 ist er Mitglied im Forschungsbeirat der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Zahlreiche Vortragsreisen und Gastaufenthalte führten ihn nach Europa und Übersee.

    Seine Forschungsschwerpunkte bilden die Grammatik der deutschen Sprache und dependenzielle Grammatiktheorie, situierte Formen der Sprachverwendung und -verarbeitung, die Digitalisierung der Kulturtechniken der Schrift, digitale Wissenschaftskommunikation sowie texttechnologische Standards und Verfahren.

    An eine breitere Öffentlichkeit richtet sich Lobin mit seinem Blog „Die Engelbart-Galaxis“ bei den Wissenschaftsblogs der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“, in dem er sich mit Themen zur deutschen Sprache, zu Sprachpolitik und zur Digitalisierung von Sprache und Schrift befasst. Zeitgleich mit seinem Stellenantritt als Direktor des IDS erscheint im August im Metzler-Verlag sein neues Buch „Digital und vernetzt. Das neue Bild der Sprache“. Es behandelt die Veränderungen, die sich für die Erforschung von Sprache durch digitale Verfahren ergeben. Diese Veränderungen führen zu einem neuen kulturellen Bild von Sprache, das auch den Umgang mit Sprache in Bildung, Politik und Öffentlichkeit beeinflusst.

    Lobins Homepage an der Universität Gießen: http://www.lobin.de
    Sein Blog „Die Engelbart-Galaxis“ bei Spektrum der Wissenschaft: http://blog.lobin.de

    Das Institut für Deutsche Sprache (IDS) ist die zentrale außeruniversitäre Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation der deutschen Sprache in ihrem gegenwärtigen Gebrauch und in ihrer neueren Geschichte. Es gehört zu den 93 Forschungs- und Serviceeinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Näheres unter: http://www.ids-mannheim.de, http://www.facebook.com/ids.mannheim und http://www.leibniz-gemeinschaft.de.


    Weitere Informationen:

    http://www1.ids-mannheim.de/aktuell/presse/pressemitteilungen/pm-08062018.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Sprache / Literatur
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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