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12.06.2018 09:57

Radtour nach Bad Lauchstädt: Halles Studenten holen sich traditionelle Standpauke

Sarah Huke Pressestelle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist Mittwoch, der 20. Juni 2018, ein sportlicher Tag. Denn in diesem Jahr findet an diesem Datum nicht nur das Sportfest auf dem Sportplatz Ziegelwiese statt, sondern auch eine fröhliche, rund 20 Kilometer lange Radtour nach Bad Lauchstädt, die auf der Peißnitz startet und eine alte Tradition aufgreift. Das Ziel der Tour ist wie vor über 200 Jahren das Lauchstädter Theater, seinerzeit das bevorzugte Ziel für die Studenten der Stadt Halle, wo Theater durch den Preußenkönig verboten waren. Vor Ort gibt es bei Ankunft nicht nur eine Standpauke durch die Universitätsleitung, sondern auch ein fröhliches Beisammensein in den Kuranlagen.

    Den Ausflug in die historischen Kuranlagen gestalten das Universitätssportzentrum und das Goethe-Theater Bad Lauchstädt gemeinsam - unterstützt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Die gemütliche Tour mit dem Rad - früher ging man zu Fuß oder nutzte die Kutsche - startet 14 Uhr an der Fontäne auf der Peißnitz. Gegen 16 Uhr kommen die Studentinnen und Studenten und alle, die sie begleiten wollen, in Bad Lauchstädt an, wo sie von Theologe Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke in Vertretung des Rektorats der MLU mit einer humorvollen Standpauke empfangen werden. Die Schimpftirade richtet sich an jene, "die sich erdreisten - trotz königlichen Verbotes - ins Theater zu gehen!". Im Anschluss können sich die Ausflügler auf den Wiesen am Neuen Badehaus bei kleinen kulinarischen Köstlichkeiten und einem unterhaltsamen Musikprogramm entspannen. Außerdem gibt es Führungen durch den Park und das Theater.

    Hintergrund: Mit der Gründung des Kurtheaters im 18. Jahrhundert wird Lauchstädt ein beliebtes Ausflugsziel für die Studenten der damaligen Friedrichs-Universität Halle. Wegen des bis 1809 bestehenden Theaterverbotes fanden in Halle selbst keine Theateraufführungen mehr statt. Und so orientierten sich die Vorstellungen insbesondere auch in der Zeit Goethes nicht nur an den Wünschen der Kurgäste, sondern eben auch an den Studenten - die allerdings laut Überlieferung aber auch viel Ärger brachten, da sie sich nicht an die Sitten der kleinen Kurstadt hielten. Der Magistrat registrierte zahlreiche Beschwerden wegen des mutwilligen Knallens von Reitpeitschen, Trinkgelagen, aber auch wegen in der Öffentlichkeit praktizierter körperlicher Liebe in Teilen des Kurparks. Der Rat zu Lauchstädt sah sich genötigt, das Grün im Interesse der öffentlichen Ordnung zu entfernen. Als das Theaterverbot in Halle endet, versiegt auch der Zustrom der Studenten. Goethe und seine Hofschauspielergesellschaft traten fortan in Halle auf.

    Die Teilnahme an der Tour ist kostenfrei, aber an eine Anmeldung gebunden. Alle Informationen und Anmeldung unter: https://usz.uni-halle.de/radtour-nach-bad-lauchstaedt

    Am selben Tag beginnt 14:30 Uhr das diesjährige Uni-Sportfest auf dem Sportplatz Ziegelwiese (Peißnitz) mit verschiedenen Sportwettkämpfen sowie Vorführungen zum Schauen und Staunen, wie das beliebte Trabi-Schieben. Ab 12 Uhr können sich Sportler und Besucher auf dem Sportplatz zudem beim Streetfood-Chillout Grill & Chill by Kaufland für einen guten Zweck ganztägig stärken. Die Einnahmen gehen an die "AIAS Halle" (Studierende gegen Blutkrebs) sowie an das Bildungsprojekt "Kinderstadt Halle". Der sportliche Tag klingt dann fröhlich bei der Sportfestparty mit Livemusik im Club Turm in der Moritzburg aus. Beginn 22 Uhr.

    Alle Informationen rund um das Sportfest: https://usz.uni-halle.de/Sportfest-2018-2


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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