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12.06.2018 13:35

Bundestag vertraut auch künftig auf Beratung aus dem KIT

Monika Landgraf Strategische Entwicklung und Kommunikation - Gesamtkommunikation
Karlsruher Institut für Technologie

    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist mit seinem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) damit beauftragt worden, das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) auch in den kommenden fünf Jahren zu betreiben. Dies hat der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages nun einstimmig beschlossen.

    Zur Wiederbeauftragung des KIT sagt Dr. Ernst-Dieter Rossmann, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung: „Alle Fraktionen sind sich einig, dass das vom KIT und seinem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse seit 1990 betriebene TAB seine sehr geschätzte und erfolgreiche unabhängige Beratungstätigkeit für das Parlament fortführen soll.“

    Professor Armin Grunwald, der Leiter des ITAS und des TAB, sagt: „Das mit dem Beschluss des Forschungsausschusses einhergehende Vertrauen ist nicht zuletzt ein Indiz für die erreichte Sichtbarkeit und Akzeptanz des TAB. Wir freuen uns darauf, dem Parlament auch in Zukunft frühzeitig Handlungsoptionen an die Hand zu geben, indem wir aktuelle und auch brisante gesellschafts- und technologiepolitische Themen ausgewogen, wissenschaftlich fundiert und zugleich verständlich aufarbeiten und bewerten.“

    Die Entscheidung des Bundestages, das KIT erneut zu beauftragen, bezieht sich auf den Zeitraum vom 1.9.2018 bis zum 31.8.2023. Auch in dieser Zeit sollen die vielfältigen Kompetenzen und Ressourcen von KIT und ITAS im Hinblick auf systemische Zusammenhänge und Technikfolgen genutzt werden. Zugleich soll die Kooperation des TAB mit den beiden Partnern IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH (Berlin) und VDI/VDE Innovation und Technik GmbH (Berlin) fortgesetzt werden. Zu einer noch passgenaueren Identifikation von Handlungsoptionen für das Parlament will das TAB mithilfe neuer Themenfindungs-, Untersuchungs- und Veranstaltungsformate gelangen. Weiter ausgebaut und zugleich geschärft wird darüber hinaus das Aufgabenfeld „Dialogprozesse und Diskursanalysen“, mit dem das TAB den Bundestag, aber auch die Öffentlichkeit adressiert.

    Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag

    Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) ist eine selbstständige wissenschaftliche Einrichtung, die den Deutschen Bundestag und seine Ausschüsse in Fragen des wissenschaftlich-technischen Wandels berät. Seit 1990 wird das TAB vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT betrieben. Mit seinen Analysen neuer wissenschaftlich-technologischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft leistet das TAB einen Beitrag zur informierten Entscheidungsfindung politisch Verantwortlicher und zur öffentlichen Meinungsbildung über das Parlament hinaus. Neben den Abgeordneten und Fraktionen des deutschen Bundestages, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Parlamentsgremien wie den Enquete-Kommissionen nutzen auch die Ministerien des Bundes und der Länder die Arbeiten des Büros. Rege nachgefragt werden diese darüber hinaus von Unternehmen, Behörden, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie seitens der interessierten Öffentlichkeit.

    Unmittelbarer Auftraggeber des TAB ist der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (Forschungsausschuss), der in engem Austausch mit dem TAB über die Themenvorschläge der Fachausschüsse und Fraktionen des Deutschen Bundestages entscheidet. Von großer Bedeutung ist hierbei, dass die Beauftragung zur Durchführung der TAB-Projekte sowie die spätere Abnahme der vom TAB vorgelegten Berichte im Konsens der Fraktionen erfolgt. Die Anzahl der Ausschüsse, für welche das TAB Untersuchungen durchführt, ist in den vergangenen Legislaturperioden deutlich gewachsen.

    Schwerpunkte der TAB-Studien sind Energie, Umwelt, Landwirtschaft, Grüne Gentechnik, Bio- und Medizintechnologie sowie in den letzten Jahren vermehrt die tiefgreifende Digitalisierung fast aller gesellschaftlichen Bereiche. Hinzu kommen Untersuchungen zu Brennpunkten des Innovationsgeschehens, zu den Stärken und Schwächen des Standorts Deutschland und zu aktuellen Herausforderungen in der Bildungs-, Forschungs-, Innovations- und Wissenschaftspolitik. Zur Bearbeitung dieser Themenvielfalt steht im TAB ein Team von zehn erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen (u. a. Ingenieurwesen, Biologie, Physik, Ökonomie, Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie, Zukunftsforschung) bereit. Hinzu kommen die Expertinnen und Experten der Kooperationspartner IZT und VDI/VDE-IT sowie die Expertise der vom TAB beauftragten externen Gutachterinnen und Gutachter.

    Vertragspartner des Deutschen Bundestages für den Betrieb des TAB ist das KIT. Die jährlichen Haushaltsmittel für das TAB betragen rund 2,6 Millionen Euro; darin enthalten sind die Zuwendungen an die Kooperationspartner des TAB und die Sachmittel für die Vergabe von externen Gutachten. Das TAB ist Mitglied im deutschsprachigen Netzwerk TA (NTA). Als Gründungsmitglied des European Parliamentary Technology Assessment Network (EPTA) trägt es auch auf europäischer Ebene zu einer verantwortlichen Innovationspolitik bei.

    Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am KIT

    Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT erforscht wissenschaftliche und technische Entwicklungen in Bezug auf systemische Zusammenhänge und Technikfolgen. ITAS erarbeitet und vermittelt Wissen und Bewertungen und entwirft Handlungs- und Gestaltungsoptionen. Ethische, ökologische, ökonomische, soziale, politisch-institutionelle und kulturelle Fragestellungen stehen im Mittelpunkt der Forschung. Wesentliche Ziele der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind die Beratung der Forschungs- und Technikpolitik, die Bereitstellung von Orientierungswissen zur Gestaltung sozio-technischer Systeme sowie die Durchführung diskursiver Verfahren zu offenen oder kontroversen technologiepolitischen Fragen.

    Bildunterschrift: Im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (re.) im Berliner Regierungsviertel, dem aktuellen Sitzungsort des Forschungsausschusses des Deutschen Bundestages, stellt das TAB seine Projekte vor. (Foto: TAB)

    Weiterer Kontakt:

    Justus Hartlieb, Redakteur/Pressereferent, Tel.: +49 721 608-21155, E-Mail: justus.hartlieb@kit.edu

    Bernd Stegmann, Öffentlichkeitsarbeit, Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Tel.: +49 30 28491-114, E-Mail: stegmann@tab-beim-bundestag.de

    Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 500 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

    Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: http://www.sek.kit.edu/presse.php


    Weitere Informationen:

    http://justus.hartlieb@kit.edu
    http://stegmann@tab-beim-bundestag.de
    http://www.sek.kit.edu/presse.php


    Anhang
    attachment icon Bundestag vertraut auch künftig auf Beratung aus dem KIT

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Organisatorisches
    Deutsch


    Im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (re.) im Berliner Regierungsviertel, dem aktuellen Sitzungsort des Forschungsausschusses des Deutschen Bundestages, stellt das TAB seine Projekte vor.


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