idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
29.06.2018 12:57

Der DKVF 2018 diskutiert personenzentrierte Gesundheitsversorgung

DNVF-Geschäftsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) e.V.

    Berlin, 29.06.2018. Eine bessere Ausrichtung der gesundheitlichen Versorgung an den Interessen von Patientinnen und Patienten wird mittlerweile von vielen Akteuren im Gesundheitswesen und den Betroffenen selbst eingefordert. Der 17. Deutsche Kongress für Versorgungsforschung (DKVF), der vom Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung gestaltet wird, greift dieses wichtige Thema auf:

    Unter dem Motto „Personenzentriert forschen, gestalten und versorgen“ diskutieren Experten vom 10. bis 12. Oktober 2018 die verschiedenen Aspekte einer patientenorientierten Versorgung: Wie lässt sich die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessern, welche Maßnahmen tragen dazu bei, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken, welche Chancen und Herausforderungen bietet die direkte Beteiligung von Betroffenen in der Forschung?
    „In Befragungen berichten Patienten meist über ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihrem Arzt. Dennoch verstehen sie im Arztgespräch oft nur einen Teil der übermittelten Informationen, es bleibt wenig Zeit für ihre persönlichen Fragen, und bei den anstehenden diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen kommt eine gemeinsam verantwortete Übereinkunft oft zu kurz“, erklärt Prof. Dr. Martin Härter vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Kongresspräsident des DKVF 2018. Patientenorientierung bedeute, dass sich die Ziele, Strukturen und Prozesse unserer Gesundheitsversorgung an den Interessen, Bedürfnissen und Wünschen der individuellen Patienten und Betroffenen ausrichten. „Auf dem Kongress wollen wir diskutieren, was aus der Sicht der Versorgungsforschung nötig ist, um eine personenzentrierte Versorgung zum Qualitätsmerkmal in unserem Gesundheitssystem zu machen“, so Härter. Dabei könne man durchaus von guten Beispielen aus dem internationalen Ausland lernen. Zu den Highlights des Kongresses zählen unter anderem die Keynote Lectures zweier amerikanischer Experten: Prof. Dr. Tom Delbanco von der Harvard Medical School in Boston hat das Open-Notes-Projekt mitbegründet, in dem Patienten ihre medizinischen Befunde lesen und kommentieren können; dort, wo es zum Einsatz kommt, zeigt sich eine neue Qualität in der Arzt-Patienten-Kommunikation. Prof. Dr. Glyn Elwyn vom Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, ist Pionier in der Entwicklung und Implementierung von Entscheidungshilfen und Shared Decision Making in der Gesundheitsversorgung.
    Die Länderpatenschaft für den Kongress übernimmt dieses Mal die Freie und Hansestadt Hamburg. Die Metropole engagiert sich stark für die Digitalisierung in der Medizin, die Stärkung innovativer e-Health-Lösungen und für evidenzbasierte Versorgungsmodelle. „Im Rahmen des Innovationsfonds laufen in Hamburg verschiedene Projekte, zum Beispiel, um zu testen, wie die gesundheitliche Versorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen durch eine zentrale Anlaufstelle verbessert werden kann und vorhandene Ressourcen somit besser genutzt werden können. In einem anderen Projekt steht hingegen eine bessere sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Krankenhäusern, Arbeitgebern und Angehörigenverbänden bei der Unterstützung psychisch erkrankter Menschen im Fokus. Ich freue mich sehr, dass diese Projekte auf dem Kongress vorgestellt werden“, erklärt Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.
    „Das universitäre Center for Health Care Research (CHCR) sowie das Hamburg Center for Health Economics (HCHE) und das BMBF-geförderte Hamburger Netzwerk für Versorgungsforschung (HAM-Net) sind überaus aktive versorgungswissenschaftliche Verbünde, in denen alle relevanten Akteure der Region kooperieren“, ergänzt Kongresspräsident Härter: „Auf diese Weise entstanden eindrucksvolle Best-Practice-Modelle und Ansätze für kooperative Versorgungsforschung, die beim Kongress diskutiert werden.“

    Kontakt:
    Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung
    c/o IMVR, Eupener Str. 129, 50933 Köln
    Ansprechpartnerin: Frau Katrin Mugele
    Tel: +49 (0)162 2077559
    E-Mail: dkvf-presse@dnvf.de

    Interessierte Pressevertreter/innen können sich auf der Homepage des DNVF für den Presseverteiler registrieren.


    Weitere Informationen:

    http://dkvf2018.de
    https://www.netzwerk-versorgungsforschung.de/index.php?page=rapid-mail


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Politik
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay