idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
11.07.2018 11:30

DGIM gründet neue Arbeitsgruppe „Hausärztliche Internisten“

Janina Wetzstein Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

    Rund 25.000 Internisten arbeiten im niedergelassenen Bereich, 15.000 davon als Hausärzte. Mit ihrer neuen Arbeitsgruppe „Hausärztliche Internisten“ setzt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) für sie ein klares Zeichen: Auch Niedergelassene finden in der Fachgesellschaft Interessenvertretung und Förderung. Nicht zuletzt aktuelle Themen der Medizin und Gesundheitspolitik – wie dem Landarztmangel oder die zunehmende Multimorbidität – machen diesen Schritt notwendig und wichtig.

    Obwohl ein Großteil der 26.000 DGIM-Mitglieder im Klinikbetrieb tätig ist, eint sie mit den niedergelassenen Internisten die gemeinsame Ausbildung und, nicht zuletzt, die gemeinsamen Patienten. In den letzten Jahren hat sich die DGIM zunehmend mit Themen befasst, die Ärzte in Klinik und Praxis gleichermaßen betreffen. „Erst kürzlich veröffentlichte die DGIM ein Positionspapier zum Check-Up-35 – einer Untersuchung, die hauptsächlich in Hausarztpraxen durchgeführt wird“, sagt Professor Dr. med. Dr. h.c. Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel. Entscheidend sei, dass solche Themen im Sinne des Patienten gemeinsam von Internisten aus Klinik und Praxis bearbeitet werden.

    „Die Niedergelassenen leisten die Grundversorgung der Patienten, insbesondere im hausärztlichen Bereich und es ist elementar, dass sie durch eine medizinische Fachgesellschaft angemessen vertreten werden“, sagt Dr. med. Eva Hintz, niedergelassene Internistin aus Winnenden und Vorsitzende der neuen DGIM-Arbeitsgruppe. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spezialisierung in der Inneren Medizin werde sich die allgemeine Innere Medizin künftig zunehmend in den ambulanten Bereich – zum Hausarzt – verlagern. Dann sei es essentiell, dass hausärztliche Internisten eine medizinische Fachgesellschaft im Rücken haben, die deren Interessen unterstützt.

    Insbesondere durch die immer kürzeren Liegezeiten, der Aufenthaltsdauer in Kliniken, wird die Schnittstelle von Klinik und Praxis immer bedeutender. „Der Informationsfluss muss hier noch besser werden. Daran arbeiten wir auch in anderen Kommissionen der DGIM – beispielsweise in der Kommission für Arzneimittelsicherheit und Arzneimitteltherapie“, sagt Professor Fölsch. Ohnehin sei die Versorgung älterer Patienten, vor allem auf dem Land, ein Thema, bei dem die niedergelassenen Internisten Rückhalt von der DGIM benötigen. „Ich erhoffe mir, dass Klinik und Praxis von dieser nun verstärkten Zusammenarbeit profitieren werden“, sagt Dr. Hintz. Notwendig seien – auch abseits der Telemedizin – neue Behandlungskonzepte und eine Stärkung des Hausarztberufs bereits im Medizinstudium, um dem Landarztmangel effektiv zu begegnen.

    Weitere Informationen zu Kommissionen, Arbeitsgruppen und Task Forces der DGIM finden Sie unter https://www.dgim.de/ueber-uns/gremien/

    – Bei Abdruck Beleg erbeten –

    Pressekontakt für Rückfragen:
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
    Pressestelle
    Janina Wetzstein
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    Tel.: 0711 8931-457
    Fax: 0711 8931-167
    wetzstein@medizinkommunikation.org
    http://www.dgim.de | http://www.facebook.com/DGIM.Fanpage/ | http://www.twitter.com/dgimev


    Weitere Informationen:

    https://www.dgim.de/ueber-uns/gremien/
    wetzstein@medizinkommunikation.org
    http://www.dgim.de
    http://www.facebook.com/DGIM.Fanpage/
    http://www.twitter.com/dgimev


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay