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13.07.2018 10:29

8 Millionen Euro für Science Data Centers in Baden-Württemberg ausgeschrieben

Larissa Merz Pressestelle
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Ob Krebspatient, Unfallopfer oder Unternehmen: große Datenmengen und neue Analysemethoden tragen dazu bei, den Schaden zu begrenzen oder die Wirksamkeit zu erhöhen. Deshalb fördert Baden-Württemberg nun mit 8 Millionen Euro den Aufbau von sogenannten „Science Data Centers“. „Mit dem Aufbau von ‚Science Data Centers‘ beteiligen wir uns aktiv daran, die Spielregeln für die Bewahrung und den Zugang zu Forschungsdaten mitzugestalten“, sagt Ministerin Theresia Bauer.

    Noch nie gab es eine solche Menge an digitalen Daten wie heute. Dadurch bietet sich uns die Gelegenheit, mithilfe neuer Methoden der digitalen Datenanalyse neue Zusammenhänge zu erschließen. Und davon können wir alle profitieren: Dank intensiver Datenauswertungen können beispielsweise an Krebs erkrankte Patienten maßgeschneiderte Therapien erhalten. Durch ausgeklügelte Notfallmaßnahmen kann der Katastrophenschutz das Ausmaß von Schäden begrenzen. Und Energie- und Mobilitätsangebote können klimaneutraler gestaltet werden. „All das ermöglicht uns die Data Science, die die Techniken der Mathematik und Informatik mit dem Wissen über verschiedene Anwendungsfelder kombiniert. Deshalb fördern wir den Aufbau von ‚Science Data Centers‘ als Katalysator für die digital-datengetriebene Forschung. Damit ermöglichen wir die Entwicklung von neuartigen wissenschaftlichen Ansätzen, die sich unmittelbar an den Daten orientieren“, sagte Ministerin Theresia Bauer am Donnerstag (12. Juli) in Stuttgart.

    Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stellt im Rahmen der Landesdigitalisierungsstrategie „digital@bw“ insgesamt 8 Millionen Euro für den Aufbau von Science Data Centers für die digital-datengetriebene Forschung zur Verfügung.

    Das Sammeln und Auswerten von Daten ist zentraler Bestandteil der wissenschaftlichen Forschung. Das exponentielle Wachstum digitaler Datenbestände erfordert neue Methoden der Erfassung und Speicherung der Daten. Gleichzeitig eröffnet es neue Wege für die Analyse und Auswertung der Daten. Die herkömmlichen Verfahren müssen weiterentwickelt werden, um große, heterogene und unstrukturierte Datenmengen zu analysieren.

    „Für den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg sind wissenschaftsgetriebene Datenzentren von herausragender Bedeutung: Mit der Entwicklung und dem Betrieb von ‚Science Data Centers‘ wirken die baden-württembergischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch an der Gestaltung der Spielregeln für die Bewahrung der Forschungsdaten und für den Zugang zu den Forschungsdaten mit“, so Bauer abschließend.

    Weitere Informationen
    Die Forschungsdaten sollen für die gesamte Wissenschaft und darüber hinaus in Datenzentren verfügbar und nachnutzbar gemacht werden. Die Datenzentren werden auch Konzepte und Module für die Aus- und Weiterbildung im Bereich der digitalen datengetriebenen Forschung erstellen, so dass die Anforderungen von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung an Data Scientists („Datenwissenschaftler“) gedeckt werden können.

    Die Ausschreibungsunterlagen sind zum Download eingestellt unter:
    https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/ausschreibungen/

    Weitere Informationen zur Digitalisierungsstrategie digtial@bw:
    Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stellt im Rahmen der Landesdigitalisierungsstrategie „digital@bw“ insgesamt 8 Millionen Euro für den Aufbau von Science Data Centers für die digital-datengetriebene Forschung zur Verfügung. Antragsberechtigt sind Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg. Bewerbungsfrist ist der 30. September 2018.

    Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung. Dazu hat sie eine Investitionsoffensive gestartet: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislatur in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste, landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt, die in Teamarbeit von allen Ministerien erstellt wurde. In den kommenden zwei Jahren werden dazu über 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von über 300 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des Digitalen Wandels in Europa zu verankern. Die Vorhaben werden unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt.

    Weitere Informationen zur Digitalisierungsstrategie der Landesregierung unter: http://bit.ly/2EqfMhi und www.digital-bw.de


    Anhang
    attachment icon Science Data Centers BW

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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