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19.07.2018 13:45

Fußgängerprojekt Reallabor „GO Karlsruhe" für den VCÖ-Mobilitätspreis nominiert

Holger Gust M. A. Pressestelle
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

    In der Kategorie „Wissenschaftliche Forschung und Studien”
    Fußgängerprojekt Reallabor „GO Karlsruhe" für den VCÖ-Mobilitätspreis nominiert. Öffentliches Online-Voting läuft bis zum 25. Juli

    321 Projekte, Forschungsarbeiten, Konzepte und Ideen wurden beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Österreich eingereicht. Darunter auch das Forschungsprojekt Reallabor „GO Karlsruhe" der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, das in der Kategorie „Wissenschaftliche Forschung und Studien” mit fünf weiteren Projekten im Finale des VCÖ-Mobilitätspreises steht. In dieser Kategorie werden Forschungsarbeiten ausgezeichnet, die die Transformation des Verkehrssystems in Richtung Nachhaltigkeit erforschen und wissenschaftlich unterstützen. Über ein Online-Voting bis zum 25.07.2018 kann nun jeder mit abstimmen, welches Projekt Zusatzpunkte erhält. Die Zusatzpunkte werden zur Bewertung der Fachjury addiert und ergeben in Summe das Gesamtergebnis. Die Gewinner des VCÖ-Mobilitätspreis Österreich werden im Herbst 2018 in Wien gekürt. Link zur Abstimmung

    Beim Reallabor „GO Karlsruhe“ entwickeln und erproben Fußgänger und Akteure aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam neue Ideen zur Förderung des Fußverkehrs. Hierbei werden zwei übergeordnete, miteinander verbundene Ziele verfolgt. Zum einen geht es um ein besseres Verständnis von Fußgängern allgemein und um die Entwicklung besserer Planungsansätze zur Förderung des Fußgängerverkehrs. Ziel ist ein Verständnis von Fußverkehr als System. Zum anderen werden verschiedene Varianten der digitalen und Face-to-Face-Partizipation entwickelt, getestet und deren Einsatzmöglichkeiten erforscht.

    Digitale Partizipationsinstrumenten bieten die Möglichkeit, Fußgänger auch außerhalb ihres Wohnorts zu beteiligen. Mithilfe von neu entwickelten, digitalen Partizipationsinstrumenten wie interaktiven Postern, einer Smartphone-App und Webanwendung werden Fußgänger vor Ort in den Beteiligungsprozess eingebunden.

    Die Besonderheit des Reallabors „GO Karlsruhe“ besteht darin, dass Fußgänger und Akteure aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam neue Ideen zur Förderung des Fußverkehrs erarbeiten. Über digitale und klassische Beteiligungen wurden zu Beginn konkrete Orte identifiziert, an denen Verbesserungsbedarf seitens der Nutzer besteht. In Realexperimenten werden die gemeinsam entwickelten Ideen provisorisch umgesetzt und die gewünschte Verbesserung überprüft. So wurden beispielsweise im Karlsruher Stadtteil Knielingen an zehn Knotenpunkten Flächen für Fußgänger markiert, um den Sichtkontakt zwischen den Verkehrsteilnehmenden zu verbessern und Fußgängern die Querung zu erleichtern. Mittels interaktiver Poster konnten die Fußgänger ihre Rückmeldung zum Fußverkehr geben. Weitere Realexperimente stehen vor der Umsetzung. Hierzu zählt ein Experiment in der Wald- und in der Erbprinzenstraße, bei dem Radfahrer, die in der Fußgängerzone fahren, zu mehr Rücksicht bewegt werden. Bei einem weiteren Experiment an der Haltestelle Mühlburger Tor konnte die Querungssituation für Fußgänger bereits erheblich verbessert werden.

    Das Reallabor „GO Karlsruhe“ ist eines von 14 Reallaboren, das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert wird. Das Reallabor wird in enger Kooperation mit der Stadt Karlsruhe durchgeführt und von der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine e. V., vom Radiosender „die neue welle“ sowie von der SRL (Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung, Berlin) und dem Fuss e. V. (Fachverband Fußverkehr Deutschland, Berlin) unterstützt.


    Weitere Informationen:

    https://www.hs-karlsruhe.de/presse/vcoe-nominierung-go-karlsruhe/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Bauwesen / Architektur, Elektrotechnik, Informationstechnik, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    Mithilfe von neu entwickelten, digitalen Partizipationsinstrumenten wie interaktiven Postern werden Fußgänger vor Ort in das Forschungsprojekt eingebunden


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