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09.08.2018 16:53

Mentoring-Programm für Talente aus Islamischer Theologie und muslimischer Zivilgesellschaft startet

Ariana Neves Pressestelle
Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG)

    Die an der Goethe-Universität Frankfurt neu eingerichtete Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) startet im September ihr Mentoring-Programm MENTi zur Förderung muslimischer Nachwuchstalente aus Islamischer Theologie und Zivilgesellschaft. MENTi ist das erste und bundesweit einzige Mentoring-Programm, das Personen aus diesen beiden Kontexten zusammenbringt. Ziel des Programms ist es, die Teilnehmer_innen dabei zu unterstützen, verantwortungsvoll in gesellschaftlichen Handlungsfeldern zu wirken und sich qualifiziert in Debatten zu Themen des Islams in Deutschland einzubringen. Auf diese Weise soll die gesellschaftliche Teilhabe von Muslim_innen gestärkt werden.

    Die gesellschaftliche Teilhabe von muslimischen Studierenden, Wissenschaftler_innen, Akademiker_innen und Ehrenamtler_innen zu stärken heißt, ihr vielfältiges Potenzial zu fördern und zu nutzen. MENTi richtet sich gezielt an junge Talente aus Islamischer Theologie und muslimischer Zivilgesellschaft, die eine berufliche Laufbahn in Handlungsfeldern mit Islambezug anstreben. Langfristig soll das Programm dazu beitragen, den Wandel zu einer sich als religionsplural verstehenden deutschen Gesellschaft zu unterstützen.

    „Sowohl der Nachwuchs der Islamischen Theologie an deutschen Universitäten als auch der Nachwuchs aus der muslimischen Praxis stehen vor der Herausforderung, berufliche Perspektiven erst aufzubauen“, erklärt Dr. Jan Felix Engelhardt, Geschäftsführer der AIWG. „Gleichzeitig fehlen ihnen Formate, die den Einstieg in verschiedene Tätigkeitsfelder erleichtern und in denen sie von der Erfahrung etablierter Personen in diesen Feldern profitieren können. Diese Lücke möchte die AIWG mit ihrem Mentoring-Programm schließen“, so Engelhardt weiter.

    Im Rahmen von MENTi werden bis 2022 in drei Runden insgesamt 60 Tandems zwischen Mentees aus den islamisch-theologischen Studien sowie der muslimischen Zivilgesellschaft und Mentorinnen bzw. Mentoren aus den Handlungsfeldern Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung sowie Medien und Kultur gebildet.
    Durch den Austausch der Mentees untereinander sollen sich junge muslimische Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zudem stärker vernetzen.

    Dadurch möchte das Programm den Transfer zwischen islamisch-theologischen Studien, muslimischer Zivilgesellschaft und der Gesamtgesellschaft stärken.

    Die Auswahlgespräche des Mentoring-Programms fanden im Juni dieses Jahres statt. Bereits bei dieser ersten Ausschreibungsrunde lag die Zahl der eingegangenen Bewerbungen deutlich höher als die zur Verfügung stehenden Plätze. „Das große Interesse an MENTi zeigt, wie hoch der Bedarf bei muslimischen Nachwuchskräften an einer systematischen Förderung ihrer beruflichen und persönlichen Kompetenzen ist. Mit den für den ersten Jahrgang von MENTi ausgewählten 18 Persönlichkeiten haben wir eine Gruppe engagierter und vielversprechender Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Islamischer Theologie und muslimischer Zivilgesellschaft gewonnen, die den Islam in seiner Vielfalt in Deutschland abbilden und zeigen, wie groß ihre Potenziale für Wissenschaft und Gesellschaft sind“, so MENTi-Projektkoordinatorin Catharina Iyer.

    Zentrale Programmkomponente ist das One-to-One-Mentoring, bei dem eine erfahrene Führungskraft die berufliche und persönliche Entwicklung einer Mentee bzw. eines Mentees unterstützt. Das 24 Monate laufende Mentoring beinhaltet zudem ein umfassendes Qualifizierungsprogramm, das neben Potenzialanalysen und Zielfindung Themen wie Kommunikation und Präsentation sowie Konfliktmanagement berücksichtigt. Eine weitere Komponente ist das Thema Netzwerkbildung. Hier sollen die Teilnehmer dazu befähigt werden, eigene Kontakte und Verbindungen auf- und auszubauen und diese für sich und die eigenen Themen nutzbar zu machen. Der Fokus wird dabei auf islambezogenen Feldern in Wissenschaft, Glaubensgemeinschaft, Politik und Medien und ihren spezifischen Herausforderungen und Potenzialen für das Netzwerken liegen.

    Die Auftaktveranstaltung des ersten Jahrgangs findet im November 2018 in Frankfurt statt. Die Ausschreibung der zweiten Runde des Mentoring-Programms startet noch Ende 2018.

    Das AIWG Mentoring-Programm wird bis 2022 mit rund 825.000 Euro von der Stiftung Mercator gefördert.

    Über die AIWG:

    Die AIWG ist eine universitäre Plattform für Forschung und Transfer in islamisch-theologischen Fach- und Gesellschaftsfragen. Sie ermöglicht überregionale Kooperationen und Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der islamisch-theologischen Studien und benachbarter Fächer sowie Akteurinnen und Akteuren aus der muslimischen Zivilgesellschaft und weiteren gesellschaftlichen Bereichen.

    Weitere Informationen: www.aiwg.de

    Ansprechpartner

    Dr. Jan Felix Engelhardt
    Geschäftsführer
    Tel.: 069-798 22457
    E-Mail: engelhardt@aiwg.de

    Pressekontakt für die AIWG

    Ariana Neves
    Koordinatorin Wissenschaftskommunikation
    und Öffentlichkeitsarbeit
    Tel.: 069-798 22459
    E-Mail: neves@aiwg.de

    Pressekontakt für die Stiftung Mercator

    Cathrin Sengpiehl
    Kommunikationsmanagerin Presse
    Tel.: 0201-24522 841
    E-Mail: cathrin.sengpiehl@stiftung-mercator.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Religion
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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