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10.08.2018 09:33

Uniklinikum setzt auf erfolgreiche Verbindung von Spitzenmedizin und regionaler Verantwortung

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden schließt sein Geschäftsjahr 2017 mit einem positiven Gesamtergebnis ab. Dank steigender Patientenzahlen und einem Zuwachs bei der Fallschwere legte das Klinikum bei den finanziellen Erlösen aus der Krankenversorgung auch in diesem Jahr weiter zu. Das wirkt sich auch auf die Arbeitsplätze aus: Die Zahl der Beschäftigten stieg innerhalb des vergangenen Jahres um 158 Personen auf nunmehr 6.040 Mitarbeiter. Die Belegschaft ist die Basis dafür, dass 2017 insgesamt 338.718 Behandlungsfälle abgerechnet werden konnten.

    Im Einzelnen zählte das Klinikum 57.344 Fälle im stationären, 10.406 im teilstationären und 270.968 im ambulanten Bereich. Diese hohe Zahl ist auch ein Beleg dafür, dass die vom Universitätsklinikum gebotene moderne Spitzenmedizin unmittelbar den Patienten der Region zu Gute kommt. Sie profitieren von der Expertise der Ärzte und den heute verfügbaren Hightech-Werkzeugen und Bildgebungsverfahren. Das zeigt der Jahresbericht 2017 eindrücklich.
    Wer Fotos älterer Menschen in Familienalben unserer Vorfahren aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts mit denen von 60- oder 70jährigen der heutigen Großelterngeneration vergleicht, stellt schnell große Unterschiede fest. Im direkten Vergleich spiegeln sich die enormen Fortschritte in der Medizin, der Diagnostik und der Behandlung und Therapie der Patienten. Kliniken und Krankenhäusern stehen heute technische Möglichkeiten zur Verfügung, von denen die Mediziner damals nur träumen konnten. Der Jahresbericht 2017 des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden geht darauf eindrücklich ein. Anhand von vier historischen Fällen wird geschildert, wie medizinische Probleme und Krankheiten früher behandelt wurden und wie sich Diagnostik, Heilungschancen, Krankheitsverlauf und Therapien allgemein in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. „Wenn wir die Bilder und Schicksale der Menschen von damals und heute vergleichen, sehen wir überdeutlich, wie sich Medizin weiterentwickelt hat“, sagt Prof. Michael Albrecht. Der Medizinische Vorstand des Uniklinikums hatte die Idee, Krankengeschichten der Vergangenheit beispielhaft den heutigen Behandlungsmöglichkeiten gegenüberzustellen. Dazu präsentiert das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mit seinem Jahresbericht 2017 erneut eine stabile Entwicklung der ambulanten und stationären Behandlungsfälle – und das bei einer höchstmöglichen Behandlungsqualität und Patientensicherheit. Dies geht einher mit einer steigenden Fallschwere sowie einem Zuwachs an Mitarbeitern. Darüber steht das wirtschaftliche Gesamtergebnis in Höhe von 5,315 Millionen Euro.
    „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Jahresbericht 2017 erneut ein deutliches Zeichen in der Deutschen Universitätsmedizin setzen können“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums. „Nur auf der Basis einer engen interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit können wir uns wirtschaftlich so stetig positiv entwickeln wie wir es 2017 erneut geschafft haben“. Dazu tragen auch die Investitionen in moderne Neubauten und in die Hightech-Ausstattung der Kliniken und Stationen bei. Welchen Einfluss diese Entwicklung auf die Diagnostik, die Behandlung der Patienten, den Krankheitsverlauf und die Therapiemöglichkeiten hat, zeigt der Jahresbericht 2017. Darin werden prominente Patientengeschichten dargestellt und erläutert wie diesen Persönlichkeiten mit heutigem Wissen, Methoden und Operationstechniken besser geholfen hätte werden können: George Gershwin litt unter einem Hirntumor, Albert Einstein kämpfte mit einem Aneurysma in der Bauchschlagader und John F. Kennedy litt lebenslang unter extremen Rückenschmerzen.
    Und der enorme, für frühere Ärztegenerationen unfassbare medizinische Fortschritt gewinnt weiterhin an Fahrt. Patienten erwarten ganz selbstverständlich, dass ihnen die bestmögliche Versorgung offensteht. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, gehört zu einem leistungsfähigen Krankenhaus ein Management, das frühzeitig Trends erkennt und regelmäßig abschätzt, wie die Wettbewerber künftig agieren. Nur so lässt sich bereits heute an den richtigen Stellschrauben drehen, um neue Spielräume zu erschließen. Diese Strategie verfolgt das Universitätsklinikum seit vielen Jahren sehr erfolgreich.
    So steht derzeit das Haus 32 mit einem der modernstem Operativen Zentren Europas vor der Vollendung. Über 111 Millionen Euro haben das Land Sachsen und das Universitätsklinikum Dresden investiert. „Das neue Operative Zentrum bildet den Mittelpunkt der operativen Fächer und setzt mit kurzen Wegen sowie arbeitnehmerfreundlicher Infrastruktur Akzente“, sagt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden. „Der Neubau eröffnet vor allem den chirurgischen Fächern –der Neurochirurgie, der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, der Kinderchirurgie, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der Neurochirurgie, der Orthopädie und Unfallchirurgie mit plastischer Chirurgie, der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie der Anästhesie– neue Dimensionen.“ Im hochmodernen OP-Bereich befinden sich 17 OP-Säle, davon vier OPs für das Kinder-Cluster, und zwei Hybrid-OPs mit MRT bzw. Angiografie. Der Neubau ist das Resultat der guten betriebswirtschaftlichen und medizinischen Ergebnisse der Vorjahre. Der Jahresbericht widmet sich den einzelnen Disziplinen, die hier eine neue Wirkungsstätte finden und mit hochmodernen Operationswerkzeugen arbeiten werden. „Mit Haus 32, das noch in diesem Jahr in Betrieb geht, wird das Klinikum zum Beispiel über zwei hochmoderne Hybrid-OP verfügen, in denen komplexe Eingriffe vorgenommen werden können“, sagt Prof. Michael Albrecht. Der Neubau soll nicht das letzte Bauvorhaben auf dem Klinikumsgelände sein. „Die Zahlen des Geschäftsjahres 2017 bilden die Basis für neue Bauvorhaben. Die aktuellen Neubauprojekte und die künftig darin arbeitenden Spezialisten stehen für den erfolgreichen Kurs der Hochschulmedizin Dresden. Gute Beispiele dafür sind die Neuroradiologie, die Gefäß- und die Wirbelsäulenchirurgie“, sagt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums.
    Die steigende Anzahl der Patienten und der Anstieg des Schweregrads der behandelten Erkrankungen führen neben dem Bedarf an hochmodernen Arbeitsstätten für die Mediziner zu einem weiteren Zuwachs an Mitarbeitern. Die Hochschulmedizin Dresden gehört zu einem der größten Arbeitgeber der Region. Insgesamt arbeiten 6.040 Personen für die Krankenversorgung im Uniklinikum. Zudem erlernen 504 Schüler der Carus Akademie einen der unterschiedlichen Pflegeberufe oder werden zu Physiotherapeuten und Entbindungspfleger/Hebammen ausgebildet. Hinzu kommen noch 81 Auszubildende in ganz unterschiedlichen Berufen – von Medizinischen Fachangestellten bis zu Fachkräften für Lagerlogistik. Auch in den kommenden Monaten wächst die Zahl der Mitarbeiter weiter. Interessenten können sich auf der Website www.uniklinikum-dresden.de/karriere über alle Jobangebote informieren.
    Der Jahresbericht liefert Lesestoff in Form von vier Geschichten zur Medizingeschichte, die mit dem einen oder anderen Aha-Effekt aufwartet. Die knapp 100-seitige Broschüre setzt damit erneut Akzente in der Kommunikation des Uniklinikums Dresden. Der Bericht ist als Broschüre erhältlich und parallel auch online als PDF-Dokument verfügbar.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Prof. Dr. med. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand
    Telefon: 0351 / 458 7000
    E-Mail: vorstandsbuero@uniklinikum-dresden.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinikum-dresden.de/jahresbericht


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


    Cover Jahresbericht 2017


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    Gegenüberstellung "Medizin für Menschen. Gestern / Spitzenmedizin für Menschen.Heute"


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