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28.08.2018 09:32

Vorbehandlung mit Aspirin und Statinen schwächt Herzinfarkt ab

Prof. Dr. Eckart Fleck Pressesprecher
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    Eine Vorbehandlung mit Blutplättchen-hemmender Azetylsalizylsäure oder Blutfettsenkern vom Typ der Statine, ganz besonders aber deren Kombination, hat einen positiven Einfluss auf Krankheitszeichen und -symptome, die Infarktgröße, die Herzfunktion und das Ausmaß der Entzündung bei Patienten, die erstmals einen Herzinfarkt oder eine instabile Angina pectoris erleiden. Das berichten Schweizer Kardiologen auf dem Europäischen Kardiologiekongress in München.

    Eine Vorbehandlung mit Blutplättchen-hemmender Azetylsalizylsäure (ASS, „Aspirin“) oder Blutfettsenkern vom Typ der Statine, ganz besonders aber deren Kombination, hat einen positiven Einfluss auf Krankheitszeichen und -symptome, die Infarktgröße, die Herzfunktion und das Ausmaß der Entzündung bei Patienten, die erstmals einen Herzinfarkt oder eine instabile Angina pectoris („Akutes Koronarsyndrom“, ACS) erleiden. Das berichten Schweizer Kardiologen auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC). In München werden von 25. bis 29. August 31.000 Teilnehmer aus 150 Ländern zusammen kommen.

    Das Forscherteam (Universitäten Bern, Genf, Lausanne, Zürich) untersuchte 1.639 Patienten mit erstem akuten Koronarsyndrom, die in vier Gruppen eingeteilt wurden: 1. Patienten ohne Plättchen-hemmende oder Cholesterin-senkende Behandlung vor dem ACS; 2. Nur mit ASS vorbehandelte Patienten; 3. Nur mit Statinen vorbehandelte Patienten; 4. Mit Statinen und ASS vorbehandelte Patienten. Die Studienteilnehmer wurden mittels Laborwerten, EKG und Bildgebung umfassend untersucht.

    Fazit: Die Häufigkeit eines ST-Streckenhebungsinfarkt (STEMI) – der vergleichsweise schwereren Form des Herzinfarkts – betrug 64 Prozent in der Gruppe ohne jedes Medikament, 45 Prozent in der ASS-Gruppe, 52 Prozent in der Statin-Gruppe und 40 Prozent in der ASS/Statin-Gruppe. Mit ASS und Statin vorbehandelte Patienten zeigten bei der ersten Untersuchung nach dem Ereignis die besseren (niedrigeren) Blutwerte (Kreatinkinase, Troponin) sowie die höchste Linksherz-Auswurf-Fraktion und damit bessere Herzfunktion im Vergleich zu den anderen Gruppen.

    Quellen:

    ESC Abstract Nr. 81688, Weidmann et al.: Influence of pretreatment with aspirin or statins or both on clinical presentation as well as infarct size and inflammation in patients with de novo acute coronary syndromes

    Poster Session 3: Coronary artery disease – Epidemiology and outcomes 2

    Über die Europäische Gesellschaft für Kardiologie
    Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) vereinigt Medizinerinnen, Mediziner und Angehörige anderer Gesundheitsberufe aus mehr als 150 Ländern. Sie setzt sich dafür ein, die Herz-Kreislauf-Medizin weiter zu entwickeln und unterstützt die Menschen dabei, länger und gesünder zu leben.

    Über den ESC-Kongress 2018
    Der ESC-Kongress ist weltweit die größte und einflussreichste wissenschaftliche Veranstaltung im Bereich der Herz-Kreislauf-Medizin. Der ESC-Kongress 2018 findet vom 25. bis 29. August in der Messe München satt. Das wissenschaftliche Programm ist unter http://bit.do/esc2018scientificprogramme zu finden.

    ESC-Medienkontakt für deutschsprachige Medien:
    B&K – Bettschart & Kofler Kommunikationsberatung (www.bkkommunikation.com)
    Roland Bettschart: +43 6766356775; bettschart@bkkommunikation.com
    Dr. Birgit Kofler: +43 6766368930; kofler@bkkommunikation.com


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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