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21.09.2018 14:05

Mit Informatikunterstützung die biologische Vielfalt erhalten

Axel Burchardt Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Ökologie und Informatik startet am 24. September an der Universität Jena

    Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit, konstatierten erst jüngst wieder namhafte deutsche Biodiversitätsforscherinnen und -forscher. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist exzellente Forschung im Bereich Ökologie und Biodiversität unabdingbar. Mit Hilfe neuer Technologien und Systeme sollen unter anderem mehr Langzeitstudien erstellt und Wechselwirkungen zwischen den Organismen analysiert werden. Daraus ergibt sich eine immer größer werdende Datenmenge, deren Auswertung nur gemeinsam mit der Informatik gelingen kann.

    Welche Verfahren sich dafür am besten eignen, darüber diskutieren führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an der Schnittstelle von Ökologie und Informatik arbeiten, vom 24. bis 29. September 2018 bei einer internationalen Konferenz an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die „10th International Conference on Ecological Informatics – ICEI2018” findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Erwartet werden rund 250 Forschende aus der ganzen Welt, die in dieser Woche ein breites Spektrum an Themen bearbeiten werden. Dazu gehören beispielsweise neue Errungenschaften im Bereich Ökoakustik, Biorobotik und maschinellem Lernen.

    Big Data in der Ökologie

    „Ökologen greifen heutzutage auf eine Vielzahl an technischen Hilfsmitteln zurück. Dadurch fallen immer mehr Daten an, die ausgewertet werden müssen“, erläutert Dr. Bettina Hesse vom Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die die Organisation der Konferenz koordiniert. Zum Beispiel wird mit Hilfe der Fernerkundung versucht, invasive Pflanzen in einem Habitat zu ermitteln. Bei Tierbeobachtungen werden neben Kamerafallen auch Geräte eingesetzt, die akustische Signale aufzeichnen. Maschinelle Lernverfahren ermöglichen die automatische Auswertung dieser Daten. So ist es etwa mit geringem Aufwand möglich zu bestimmen, wie groß eine Population ist. Diese Daten können in Modelle integriert werden, die beispielsweise die Verteilung von Lebensräumen unter verschiedenen klimatischen Bedingungen vorhersagen.

    Konferenz mit Beiträgen für die interessierte Öffentlichkeit

    Auf dem Konferenzprogramm stehen neben wissenschaftlichen Vorträgen und einer Posterausstellung auch Exkursionen zu Experimentierflächen verschiedener Biodiversitätsprojekte, an denen Jenaer Wissenschaftler beteiligt sind, u. a. das Jena-Experiment.

    Die Vorträge der Hauptredner am Morgen sind öffentlich. Weitere Hinweise zu den englischsprachigen Vorträgen sind dem Konferenzprogramm zu entnehmen: https://icei2018.uni-jena.de/program-details/.

    Vorbereitet und organisiert wird die Konferenz von der Heinz-Nixdorf-Professur für Verteilte Informationssysteme unter der Leitung von Prof. Dr. Birgitta König-Ries. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Friedrich Recknagel von der Universität Adelaide in Australien inne. Die Konferenz wird unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv), dem SFB 1076 AquaDiva, dem Michael Stifel Zentrum Jena, dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie, den SPP Biodiversitäts-Exploratorien, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ und dem Jena-Experiment.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Kontakt:
    Dr. Bettina Hesse
    Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Ernst-Abbe-Platz 2
    07743 Jena
    Tel.: 03641 / 946363
    E-Mail: bettina.hesse[at]uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    https://icei2018.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Informationstechnik, Umwelt / Ökologie
    regional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Beim Jena-Experiment, das während der Tagung besucht wird, fallen zahlreiche Daten an, die mit informationstechnischen Mitteln gesammelt und ausgewertet werden.


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