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28.09.2018 14:01

Wechsel im Fahrzeug-Forschungsverbund: Professor der TU Darmstadt führt Vorsitz des „Uni-DAS e.V“

Claudia Staub Kommunikation
Technische Universität Darmstadt

    Darmstadt/Walting (Altmühltal), 28. September 2018. Der Fahrzeugtechnik-Professor Hermann Winner (TU Darmstadt) übernimmt zum 1. Oktober den Vorsitz von „Uni-DAS e.V.“, ein Zusammenschluss aus sechs deutschen Universitätsinstituten mit den Forschungsschwerpunkten Fahrzeugtechnik, Fahrergonomie, Fahrerassistenzsysteme und Automatisiertes Fahren. Der Verbund zeichnete bei einer Tagung einen Experten für Fahrer-Fahrzeug-Interaktion sowie eine herausragende Dissertation aus.

    Dietrich Manstetten ist der diesjährige Preisträger des „Uni-DAS-Awards“ für herausragende Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Fahrerassistenzsysteme und der Fahrzeugautomatisierung. Mit diesem Preis ehrt der universitäre Forschungsverbund Uni-DAS e.V. den Experten für Fahrer-Fahrzeug-Interaktion der Robert Bosch GmbH. Dr. rer. nat. Manstetten zeichnet besonders die Interdisziplinarität aus. Er verbindet Mathematik, Informatik, Verkehrssystemtechnik und Psychologie zur Beantwortung der großen Fragen zur Interaktion des Menschen mit der Technik der Fahrerassistenz und des automatisierten Fahrens, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis wurde im Rahmen des diesjährigen zwölften Workshops für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren überreicht.

    Unterschiedliche Perspektiven verknüpft

    Aus der Mathematik kommend fand Dr. Manstetten bei Bosch über die Verkehrssimulation den Weg zum Themenbereich Mensch-Maschine-Interaktion. Er habe erfolgreich die Methoden der Fahrsimulation für eine menschzentrierte Assistenzsystementwicklung etabliert, um das Fahren sicherer zu machen und das Fahrerlebnis positiv zu gestalten, so Professor Hermann Winner in seiner Laudatio. Seit vielen Jahren gelinge es Manstetten, öffentlich geförderte Projekte für diese Mission zu initiieren, zu leiten und zu moderieren. Er ist zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises „Mensch als Fahrzeugführer“ der Forschungsgesellschaft Automobiltechnik (FAT). Winner hob besonders die Fähigkeit des Managers hervor, die Sichten von Fahrzeugherstellern, Zulieferern und Forschungseinrichtungen zu verknüpfen. Wie sehr ihm an der guten Zusammenarbeit mit Universitäten gelegen sei, belege auch der Lehrauftrag und die Berufung als Adjunct Professor am Chair of Signal Processing an der Universität der Bundeswehr.

    Herausragende Dissertation

    Der „Uni-DAS-Wissenschaftspreis“ für herausragende Dissertationen wurde Dr. Marius Cordts für seine Doktorarbeit über „Understanding Cityscapes: Efficient Urban Semantic Scene Understanding“ verliehen. Durch seine Dissertation habe er einen neuen Beitrag zum Verstehen städtischer Verkehrsszenen geleistet, womit die Leistungsfähigkeit automatischer Fahrzeuge erhöht wird, wie Professor Christoph Stiller vom Karlsruher Institut für Technologie in seiner Laudatio ausführte. Die Forschungsarbeit entstand an der TU Darmstadt (Professor Stefan Roth, Visual Inference Lab) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Dr. Uwe Franke, dem „Uni-DAS-Award“-Preisträger des Jahres 2014, Daimler AG.

    Neuer Vorsitzender

    Der Uni-DAS-Vorsitz wechselt zum 1. Oktober von Professor Klaus Bengler von der TU München zu Professor Dr. Hermann Winner von der TU Darmstadt; Professor Lutz Eckstein von der RWTH Aachen ist Stellvertretender Vorsitzender. Schwerpunkte für die neue Amtszeit sind die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und die Stärkung der universitären Lehre auf dem Gebiet, aber auch eine Betonung der Rolle als „unabhängige Informationsinstanz im Trubel der sich überschlagenden und oftmals überzeichneten Darstellungen von Hoffnungen und Befürchtungen um das automatisierte Fahren“.

    Mehr Infos:
    Die deutschen Forschungsaktivitäten zu Fahrerassistenzsystemen und automatisierten Fahrzeugen genießen internationales Ansehen. Bereits 2010 wurde der Forschungsverbund Uni-DAS (www.uni-das.de) ins Leben gerufen, um junge Wissenschaftler in diesem Bereich zu fördern und um interdisziplinär zur öffentlichen Diskussion über dieses Thema beizutragen. Das seit Februar 2018 laufende Projekt UNICARagil des Bundesforschungsministeriums geht auf eine gemeinsame Initiative dieses Verbundes zurück und hat zum Ziel, in vier Jahren wegweisende Konzepte für fahrerlose Fahrzeuge zu entwickeln.

    MI-Nr. 53/2018, DAS/feu


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Maschinenbau, Verkehr / Transport
    überregional
    Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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