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11.10.2018 12:55

Nachfolge in chinesischen Familienunternehmen

Jan Vestweber Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) veröffentlicht 25. Band in der „Schriftenreihe zu Familienunternehmen“

    Die Frage der Nachfolge stellt Unternehmerfamilien in China vor die gleichen Herausforderungen wie ihre Pendants im Westen. Wie genau diese mit Einflüssen aus Tradition und Kultur, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen umgehen, damit hat sich Xing Ke in ihrer Doktorarbeit befasst. Die Ergebnisse sind nun in der renommierten Schriftenreihe des Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) erschienen.

    Wenig ist im Westen bekannt über die individuellen Erwägungen, Vorgehensweisen und auch Konflikte in diesem Prozess. Umso wichtiger ist die Doktorarbeit von Xing Ke. Die aus China stammende Autorin hat für ihre Promotion an der Universität Witten/Herdecke im Jahr 2016 insgesamt 63 chinesische Familienunternehmen untersucht. Sie bekam einen einzigartigen Zugang zu Gründern und Gründerinnen, die ihr in Einzel- sowie Gruppenbefragungen sehr offen Rede und Antwort gestanden haben. Ergänzt werden diese Originaltöne durch die Analyse von Sekundärquellen.

    Ein besonderer Aspekt dieses Buches ist der Fokus auf „guanxi“ und dessen Weitergabe. Das Konzept des „guanxi“ wird im Westen oft als Klüngel oder Nepotismus missverstanden, es ist jedoch weit mehr, nämlich existenziell wichtiges soziales Kapital, von dessen Güte sowie dessen Transfer eine erfolgreiche Unternehmensübergabe ganz entscheidend abhängt.

    „Diese Arbeit ist ein weiterer Meilenstein unserer Forschung zu den spezifischen Dynamiken chinesischer Familienunternehmen, die wir seit 2015 betreiben“, erklärt Prof. Dr. Tom A. Rüsen, geschäftsführender Direktor des WIFU. „Sie rundet unsere Erkenntnisse auf der Familienseite ab, nachdem wir im vergangenen Jahr die Besonderheiten des Markeintritts in dieser Region untersucht haben.“

    „Die Dissertation unserer chinesischen Doktorandin hat eine Vielzahl von Besonderheiten im chinesischen Nachfolgeprozess aufgedeckt und liefert tiefe Einblicke in die bemerkenswerte Eigenart chinesischer Unternehmerfamilien. Hierdurch wird deutlich, welche zentralen und kulturellen Unterschiede beim Generationenübergang in China existieren“, ergänzt Prof. Dr. Rudolf Wimmer, Gründungsprofessor des WIFU und Betreuer der Dissertation.

    Das WIFU beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren mit den Besonderheiten von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien. Da diese Unternehmensform ebenso spannend wie komplex ist, nimmt der Umfang der hierzu herausgegebenen Veröffentlichungen in den letzten Jahren immer stärker zu. Die seit 2009 erscheinende WIFU-Schriftenreihe soll es ermöglichen, einzelne Themen in dem erforderlichen und angemessenen Umfang zu veröffentlichen, ohne dabei Praxisnähe und Verständlichkeit aus den Augen zu verlieren.

    Der 25. Band der Schriftenreihe ist im Verlag V&R unipress als Open Access Publikation erschienen und über dessen Homepage kostenfrei erhältlich.

    Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.wifu.de/ oder von Nicole Vöpel (nicole.voepel@uni-wh.de, +49 (0) 2302 / 926-506).

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

    Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten Herdecke ist in Deutschland der Pionier und Wegweiser akademischer Forschung und Lehre zu Besonderheiten von Familienunternehmen. Drei Forschungs- und Lehrbereiche – Betriebswirtschaftslehre, Psychologie/Soziologie und Rechtswissenschaften – bilden das wissenschaftliche Spiegelbild der Gestalt von Familienunternehmen. Dadurch hat sich das WIFU eine einzigartige Expertise im Bereich Familienunternehmen erarbeitet. Ein exklusiver Kreis von 75 Familienunternehmen macht dies möglich. So kann das WIFU auf Augenhöhe als Institut von Familienunternehmen für Familienunternehmen agieren. Mit aktuell 18 Professoren leistet das WIFU seit nunmehr 20 Jahren einen signifikanten Beitrag zur generationenübergreifenden Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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