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11.10.2018 15:30

Armenien im Fokus: MESROP feiert Jubiläum

Tom Leonhardt Pressestelle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Mit einer Festveranstaltung und einer Wissenschaftskonferenz begeht die in Deutschland einzigartige MESROP-Arbeitsstelle für Armenische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in der kommenden Woche ihr 20-jähriges Bestehen. Dazu werden am Donnerstag, 18. Oktober, im Löwengebäude neben Vertretern des Landes Sachsen-Anhalt auch hochrangige Gäste aus Armenien erwartet.

    Ziel der einzigen Forschungseinrichtung dieser Art in Deutschland ist die Stärkung der Armenologie. Die MESROP-Arbeitsstelle unterstützt deutsche und armenische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der gemeinsamen Arbeit an Studien zur armenischen Sprache, Kultur und Geschichte. Gegründet wurde sie als Zentrum 1998 in Wittenberg im Rahmen des gemeinsamen Memorandums zur kulturellen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit des Landes Sachsen-Anhalt und der Republik Armenien. Seit 2006 ist sie als interdisziplinäre Arbeitsstelle in Halle ansässig, Direktorin ist Prof. Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan. Benannt ist die Arbeitsstelle nach Mesrop Maschtotz, dem Erfinder des armenischen Alphabets und Übersetzer der armenischen Bibel.

    Eröffnet wird die Festveranstaltung am 18. Oktober um 18 Uhr im Löwengebäude der Universität durch MLU-Rektor Prof. Dr. Christian Tietje. Der Festvortrag zum Jubiläum steht unter dem Titel "Armenien 2018: Realitäten und Perspektiven" und wird von Prof. Dr. Ashot Voskanyan von der American University of Armenia gehalten. Zuvor wird es Grußworte von Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär im Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt, und Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär im Ministerium für Kultur des Landes, geben. Zu den Gästen sprechen zudem S.E. Ashot Smbatyan, Botschafter der Republik Armenien, Dr. Arayik Harutyunyan, Wissenschafts- und Bildungsminister Armeniens, und Dr. Vahan Ter-Ghevondyan, Direktor des Forschungsinstituts Mesrop-Maschtotz-Matenadaran in Jerewan.

    Am 19. Oktober findet dann im Hallischen Saal der Burse zur Tulpe die wissenschaftliche Konferenz "Deutschland und Armenien in der Wissenschaft, Kultur und Bildung" statt. Beleuchtet werden dabei unter anderem die Armenologie in Deutschland, deren Relevanz im Kontext der Wissenschaft vom Christlichen Orient oder die Rolle deutscher Wissenschaftler in den Forschungen zum materiellen Kulturerbe in Armenien. Auch armenisch-deutsche Beziehungen im Ersten Weltkrieg sowie 100 Jahre der Ersten Republik Armenien spielen eine Rolle.

    Internationales Renommee hat das MESROP-Arbeitsstelle in den vergangenen Jahren zum Beispiel durch die Weltkonferenz "Armenien 2000" und die Ausstellungen "Der Gerettete Schatz der Armenier aus Kilikien" (2000) sowie "Schriftkunst und Bilderzauber" zum 500. Jubiläum des armenischen Buchdrucks (2012) erlangt. Darüber hinaus initiierte sie Workshops und Sommerakademien für junge Wissenschaftler sowie die Gründung der deutsch-armenischen Forschungs- und Begegnungsstätte "Lepsiushaus" in Potsdam. Von MESROP kam auch der Impuls für den Partnerschaftsvertrag zwischen der MLU und der Staatlichen Universität Jerewan, der mittlerweile mehr als zehn Jahre lang besteht.

    Die Veranstaltungen sind öffentlich.

    Akademische Festveranstaltung 20. Jahrestag MESROP-Arbeitsstelle für Armenische Studien
    Donnerstag, 18. Oktober, 18 - 20.00 Uhr
    Aula der MLU, Löwengebäude
    Universitätsplatz 11
    06108 Halle (Saale)

    Wissenschaftliche Konferenz
    Freitag, 19. Oktober, 9 - 17.30 Uhr
    Hallischer Saal, Burse zur Tulpe
    Universitätsring 5
    06108 Halle


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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