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23.10.2018 14:59

Vom Verstehen zum Verändern: Die Zukunft der Genomforschung

Jutta Kramm Kommunikation
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

    CRISPR inspiriert Forschung und Kunst – auf unterschiedliche Art. Auf der Berlin Science Week präsentiert das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin das Ergebnis einer Artist Residency zu dem Thema und fragt: Wissen wir schon genug über das Genom, um solche Werkzeuge beim Menschen einzusetzen?

    Basenpaar für Basenpaar verändern Werkzeuge wie die Gen-Schere CRISPR die Welt um uns herum. Die Künstlerin Emilia Tikka interessiert, wie die Technologie eine Gesellschaft in der Zukunft prägen könnte. Als Artist in Residence in den Laboren des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und am STATE Studio entwickelte sie die Idee für ein Kunstwerk, das drei Fragen verbindet: 1. Warum altern Zellen und wie kann man den Prozess stoppen oder umkehren? (Wissenschaft) 2. Warum wollen Menschen ewig leben? (Philosophie) und 3. Wie würde eine Gesellschaft aussehen, in der Menschen ihre Lebenszeit verlängern können? (spekulatives Szenario). Am 1. November präsentiert sie das Ergebnis „AEON - Trajectories of Longevity and CRISPR“ in der neuen Galerie für Wissenschaft und Kunst STATE Studio in Berlin.

    Tikka möchte mit ihrer Kunst Diskussionen anregen. Angesehene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des MDC werden den Faden aufgreifen und noch mehr Denkanstöße geben: In drei Impulsvorträgen sprechen Dr. Roland Schwarz (MDC-Gruppenleiter „Evolutionary and Cancer Genomics“), Dr. Sascha Sauer (Leiter der MDC Scientific Genomics Platforms) und Professor Simone Spuler (Hochschulambulanz für Muskelkrankheitem, Experimental and Clinical Research Center am MDC) über ihre eigene Suche nach Mustern im menschlichen Genom, die Gesundheit und Krankheit beeinflussen sowie über ihre Pläne zur Editierung einzelner Gene, um Patienten zu helfen.

    Gemeinsam mit dem Bioethiker Professor Jens Reich (MDC) diskutieren sie darüber, wie weit der Weg vom Verständnis des Erbguts bis zu gezielten Veränderungen noch ist – und was die Zukunft bringen könnte. Die Podiumsdiskussion moderiert Dr. Luiza Bengtsson.

    Finanziert wurde der Künstleraufenthalt wurde durch das EU ORION Open Science Projekt. Ein Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit der Gesellschaft über Risiken und Chancen disruptiver Technologien zu diskutieren.


    Zeit und Ort

    1. November 2018, 17 - 20 Uhr.
    Berlin Science Week Meeting Hub @ STATE Studio, Hauptstraße 3 (U-Bahnhof Kleistpark), 10827 Berlin

    Für das Mini-Symposium (engl.) mit Meet & Greet, Vorträgen, Podiumsdiskussion und Empfang können Sie sich per E-Mail anmelden: stephanie.sturm@mdc-berlin.de

    Die Partner

    Das MDC: Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) ist ein international renommiertes biomedizinisches Forschungszentrum in Berlin. Benannt nach Max Delbrück, einem der Begründer der Molekularbiologie und Nobelpreisträger, widmet sich das Institut der Verknüpfung von Grundlagenforschung und klinischer Forschung. Derzeit beschäftigt das Institut mehr als 1660 Personen aus 60 Ländern. Über 1300 von ihnen sind direkt an der Forschung beteiligt.

    ORION – Open Science | Horizon 2020: Neun führende europäische Forschungsinstitute, nationale Fördereinrichtungen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen haben sich im EU-Projekt „ORION“ zusammengeschlossen. Sie wollen neue Wege finden, um soziale Partizipation und Transparenz in der Forschung zu fördern. Durch „Co-Creation“-Experimente, Benchmarking und Training zielt ORION darauf ab, bei Forschungsförderern und Forschungsinstitutionen auf evidenzbasierte Art und Weise institutionelle Strukturen, Kultur und Verhalten in Richtung Open Science zu verändern. ORION läuft von Mai 2017 bis April 2021 und wurde mit Mitteln des EU-Programms Horizon 2020 - Science with and for Society (SWAFS) gefördert.

    STATE: STATE ist ein in Berlin ansässiges Festival und Studio für offene Wissenschaft, Kunst und Innovation. STATE wurde 2014 gegründet und steht für eine neue Art, Menschen mit Wissenschaft zu verbinden: partizipativ, interdisziplinär und inspirierend. STATE integriert Forschung, Technologie und Kultur und untersucht aktuelle Entwicklungen in der Wissenschaft dort wo Spitzenforschung die Gesellschaft verändert. Neben zahlreichen internationalen Projekten sowie eines Pop-Up-Studios in Los Angeles im Jahr 2017, eröffnet STATE im Oktober 2018 in Partnerschaft mit Wissenschaft im Dialog erstmals eine permanente Kunst- und Wissenschaftsgalerie in Berlin. Erneut liegt ein besonderer Fokus auf der Schaffung eines offenen und lebendigen Forums zur öffentlichen Erörterung aktueller relevanter Entwicklungen der wissenschaftlichen Forschung und ihrer Auswirkung auf die Gesellschaft.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Jana Schlütter
    Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
    Stellvertretende Leiterin der Abteilung Kommunikation
    030-9406-2121
    jana.schluetter@mdc-berlin.de

    Johanna Wallenborn
    STATE Studio
    Presse und Kommunikation
    0157-5555 4824
    jw@statefestival.org


    Weitere Informationen:

    https://www.mdc-berlin.de/de/news/news/mit-den-augen-des-anderen – Mit den Augen des https://www.mdc-berlin.de/orion-open-science – Anderen (Hintergrund zur Artist Residency)
    https://state-studio.com/ – ORION am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
    http://STATE Studio


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    jedermann
    Biologie, Kunst / Design
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


    Aeon. Ein Foto aus dem Kunstwerk zum Download


    Zum Download

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