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14.10.2003 15:35

17.10.: Eröffnung des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik

Beate Kostka M. A. Presse- und Informationsstelle, Standort Duisburg
Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

    Am kommenden Freitag, 17.10., wird das jüngste An-Institut der Universität Duisburg-Essen, das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik, auf dem Duisburger Campus durch Energieminister Axel Horstmann feierlich eröffnet. Im architektonisch gelungenen Neubau verbindet sich modernste Labortechnologie mit vielseitig nutzbarer Büro- und Tagungsinfrastruktur. Am Samstag, 18.10. lädt das ZBT alle Interessierten zum Tag der Offenen Tür ein.

    Viele Experten gehen davon aus, dass die Brennstoffzellentechnologie die Welt der Energietechnik gründlich verändern kann. Denn in Zeiten zunehmender Blackouts werden Brennstoffzellen zunehmend interessant, da sie die nötige elektrische Energie nach einem einfachen chemischen Grundprinzip umweltschonend direkt vor Ort erzeugen. In einer Brennstoffzelle wird Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser umgewandelt. Dabei wird die im Wasserstoff gespeicherte elektrische Energie frei gesetzt und kann anschließend genutzt werden.

    Als kompakte und leistungsfähige Energiewandler sind Brennstoffzellen in der Lage, eine Vielzahl von elektrischen Anwendungen unabhängig vom Stromnetz sicher zu versorgen. Einsatzfelder sind unter anderem Fahrzeugantriebe, Hausheizungen und Großkraftwerke mit mehreren Megawatt Leistung, bis hin zum Bereich der Kleinstanwendungen wie Handys oder mobile Computer. So vielfältig die Einsatzfelder sind, so weitreichend ist der nötige Forschungs- und Entwicklungsaufwand, der noch in engem Schulterschluss zwischen Wissenschaft und Praxis geleistet werden muss. Dazu bietet das ZBT künftig hervorragende bauliche wie technische Voraussetzungen sowie das unverzichtbare Knowhow.

    ZBT-Leiterin Prof. Angelika Heinzel: "Das ZBT beschäftigt sich beispielsweise mit der Frage, wie künftig vernünftig sichergestellt werden kann, dass der Energieträger Wasserstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Dazu wird vor allem wasserstoffreiches Brenngas benötigt, das etwa über dezentral umgewandelte Kohlenwasserstoffe wie Erdgas, Flüssiggas oder Benzin und Diesel gewonnen werden kann." Dazu werden Dampfreformer benötigt, die das ZBT in unterschiedlichen Größenordnungen bereits erfolgreich für unterschiedlichste Projektpartner aus dem In- und Ausland herstellt.

    Eine zügige Markteinführung von Brennstoffzellensystemen erwartet Prof. Heinzel im Bereich der kleinen, autarken Stromversorgungseinheite, zum Beispiel als tragbare Aggregate, als fest installierte Notstrom-Einrichtungen oder auch als Bord-Stromversorgung in Fahrzeugen. Aber auch im Bereich der Hausenergieversorgung wird intensiv geforscht.

    Der ZBT-Neubau und Labors

    Das ZBT liegt zentral auf dem Duisburger Uni-Campus auf einer ca. 24.000 m2 großen Grundstücksfläche. Die Fläche zwischen Lotharstraße, Forsthausweg und Carl-Benz-Straße grenzt unmittelbar an die Kernbereiche der Universität, das Mercator- und Gästehaus und Institute wie das Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik der Universität und das In-Haus des Fraunhofer-Instituts IMS.

    Die fünf in sich gegliederten Baufelder sind so angeordnet, dass sie im Zusammenspiel mit den bestehenden Gebäuden einen grünen, von Fußwegen netzartig durchzogenen Campus bilden. Die vorgesehenen Gebäudehöhen von drei bis fünf Geschossen nehmen die Maßstäblichkeit der vorhandenen Universitätsgebäude auf und ordnen sich dem alten Baumbestand unter.

    Das viergeschossige Gebäude mit dem quadratischen Grundriss orientiert sich über einen großflächig verglasten Eingangs-, Foyer- und Erschließungsbereich zu den bestehenden und geplanten Gebäuden. Flexible Anpassungen der Nutzflächen an einen wachsenden Raumbedarf sind über eine Aufstockung oder einen Erweiterungsbau möglich.

    Die Nutzflächen des ZBT gliedern sich in Bereiche mit sehr unterschiedlichen Anforderungen: einerseits werden Laborflächen mit großen Raumhöhen benötigt, andererseits besteht Bedarf an Büroflächen sowie Präsentations- und Seminarräumen. Kern und Herz des Baukörpers sind die innenliegenden mehrgeschossigen Labor- und Werkstattbereiche, um die sich auf drei Seiten "schützend" und natürlich belichtet die Büroflächen legen.

    Das Erdgeschoss besteht zu großen Teilen aus den internen Bereichen wie Laboren im Zentrum des Gebäudes und den zugehörigen Nebenräumen. Das dreigeschossige, ca. 400 m2 große Hauptlabor ist niveaugleich vom Anlieferungshof befahrbar. In den ersten beiden Obergeschossen können Teile der Büroflächen unabhängig frei vermietet werden.

    Über das Foyer sind die unterschiedlichen Seminarräume erschlossen. Eine optional abteilbare Fläche kann für Empfänge oder Bewirtung genutzt werden. Im dritten Obergeschoss liegt der Schwerpunkt der Büro- und Verwaltungsflächen des ZBT. Neben der Orientierung nach außen gruppieren sich hier zusätzliche Büros um einen mit extensiver Begrünung gestalteten Innenhof. Dieses Atrium bietet den Mitarbeitern Raum für Begegnung in Arbeitspausen.

    Daten zum Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT
    Bauzeit: 1.9.02 - 1.9.03
    Grundstücksfläche: ca. 3.000 m²
    Gebäudegrundfläche: 36 x 36 m
    4 Geschosse, 40 Büros: 1.500 m²
    Nutzfläche: 2.450 m²
    2 Labore: 400 m², 220m²
    Werkstatt: 130 m²
    Fördersumme(Land und EU: 15,4 Mio Euro (avisiert: 16,3 Mio Euro)
    Baukosten (incl. Labor und Sicherheitstechnik: ca. 5,5 Mio Euro

    Redaktion: Beate H. Kostka, Tel 0203/379-2430
    Weitere Infos: Dr. Peter Beckhaus, Tel 0203/7598-3020 Internet: www.zbt-duisburg.de (u.a. mit Wegbeschreibung)


    Weitere Informationen:

    http://www.zbt-duisburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Energie, Maschinenbau, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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